Weshalb Sie auf keinen Fall die SPD, Die Linke oder Die Grünen wählen sollten

Von Jürgen Fritz

Für viele wird es bei den kommenden Wahlen um die Frage gehen, wer das kleinste Übel darstellt. Wenn man für sich persönlich keinen eindeutigen Favoriten benennen kann, dann ist die rationalste Vorgehensweise die, per Negativselektion zu überlegen, wen man auf gar keinen Fall in der Regierung haben möchte.

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Wenn man nicht genau weiß, was man wählen soll, dann ist es zumeist ratsam zu überlegen, was man auf keinen Fall will und dies per Negativselektion so lange auszuschließen bis quasi das kleinste Übel übrig bleibt. Wer dagegen einen klaren Favoriten hat, der braucht dies selbstverständlich nicht. Dieser Text ist also für die gedacht, die eine solche Lieblingspartei nicht haben bzw. für die, die strategisch wählen wollen. Er ist natürlich überhaupt nicht gedacht für Grüne-, Linke- und SPD-Anhänger. Aber die wissen ja ohnehin schon, was sie wählen werden. Überlegen wir also, was für alle anderen das größte Übel darstellen würde.

Worst-case-Szenario: rot-dunkelrot-grün

Schulz und die SPD, womöglich zusammen mit den Grünen und den Linken, würden den Prozess der Selbstzerstörung, den die Merkel-Regierung längst forciert hat, nochmals enorm beschleunigen. Die AfD braucht noch einige Jahre bis sie regierungsfähig sein wird. Somit geht es um die Frage, wer diesen Selbstzerstörungsprozess langsamer betreibt.

Dann lieber noch CDU/CSU

Bei einer CDU/CSU-geführten Regierung besteht eher die Chance, dass die Schäden nicht völlig , aber zumindest zum Teil nochmals reparabel sind. Zumal die CDU unter dem Druck der AfD ihren Kurs jetzt immer weiter korrigieren und von der Grünisierung der CDU abrücken wird, um nicht zu viele Wähler zu verlieren.

Da die AfD inzwischen bereits in zwölf bzw. in Kürze in 13 Landesparlamenten vertreten ist und noch in diesem Jahr mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit dann auch im Bundestag, wird dieser Druck immer mehr zunehmen, was die CDU vollkommen verändern wird. Diese wird wieder in die politische Mitte zurückrücken müssen nach ihrem Ausflug zunächst zur SPD und dann zu den Grünen hin.

Warum eine möglichst starke AfD so wichtig ist

Genau deswegen ist eine möglichst starke AfD auch so wichtig. Nicht weil sie dann gleich in eine Regierung mit eingebunden wird – davor wird man sich mindestens noch 4 bis 5 Jahre wie der Teufel vor dem Weihwasser scheuen -, sondern weil sie so den Druck auf die CDU permanent aufrecht erhalten und immer mehr erhöhen kann, je stärker sie wird.

CSU und auch CDU werden dann, in dem Bemühen der AfD so das Wasser abzugraben, von Jahr zu Jahr immer mehr AfD-Politik machen, natürlich ohne das jemals zuzugeben. Das aber heißt, die AfD wird immer stärkere Forderungen stellen können und die Union muss Jahr für Jahr immer mehr nachziehen, um die AfD klein zu halten. Diese regiert dann aber quasi aus der Opposition heraus ständig mit, indem sie es ist, die die Themen setzt und diesen Nachdruck verleiht. Genau davor haben übrigens die „Etablierten“ so eine panische Angst.

Schulz auf alle Fälle verhindern

Käme es dagegen zu einer Regierung unter Martin Schulz, dann wäre es äußerst zweifelhaft, ob das Kind nach vier Jahren Schulz-Regierung, im Extremfall mit rot-dunkelrot-grün, dann nicht vollends im Brunnen liegen würde, von wo man es womöglich nie wieder heraus bekommen könnte. Insofern ist die CDU sicherlich das kleinere Übel und Schulz als Kanzler sollte auf alle Fälle verhindert werden.

Der FDP ist nicht zu trauen

Bei der (notgeilen) FDP ist auch Vorsicht geboten. Diese wollen unbedingt regieren, egal mit wem, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Das heißt, hier muss damit gerechnet werden, dass die auch ins Lager von Rot-Grün wechseln könnten, wenn man ihnen entsprechende Pöstchen verspricht und andere Mehrheiten schwer oder gar nicht zu realisieren sind.

Fazit

Wer sich also – aus welchen Gründen auch immer (für mich zwar schwer verständlich, aber egal) – noch nicht dazu durchringen kann, die AfD zu wählen, der sollte auf keinen Fall die SPD, auf keinen Fall die Linke und auf gar keinen Fall die Grünen wählen. Von der FDP würde ich aus den genannten Gründen auch eher abraten. Und in der Stimmabgabe für ganz kleine Parteien, die weit von der Fünf-Prozent-Hürde entfernt sind, vermag ich nur begrenzt Sinn zu sehen, weil dies im Grunde verlorene Stimmen sind, die im Parlament in keiner Form abgebildet werden. Somit bleiben nur: 1. die AfD, 2. für die Bayern die CSU, für alle Restlichen die CDU.

Was spricht aus strategischen Gründen für eine AfD-Wahl?

Zu einer Wahlempfehlung für die CDU/CSU kann ich mich gleichwohl schwerlich durchringen und würde allen potentiellen Unionswählern empfehlen wollen, doch nochmal zu überlegen, ob sie dieses Mal nicht die AfD wählen. Es sei denn natürlich, sie finden den Merkel-Kurs der letzten Jahre super. Wenn nicht, dann könnten Sie als potentieller Unionswähler mit Ihrem Votum für die AfD nämlich den Druck auf die CDU erhöhen, dass diese ihren Kurs endlich korrigiert und von dieser unsäglichen Grünisierung der CDU abrückt.

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Bild: Pixabay, CC0 Public Domain

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