Die Wahrheit und ihre Feinde

Von Jürgen Fritz

Die Wahrheit ist meist gar nicht so schwer zu finden. Schwer ist nur, einen zu finden, der sie sucht.

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Nichts fürchtet der Heuchler mehr als die Wahrheit und den, der sie sucht

Wer hat die größte Angst, dass etwas genau untersucht wird, der Wahrhaftige oder der Lügner? Wenn jemand bei dem Ausdruck „Wahrheit“ sofort zurückfragt „welche Wahrheit“, dann hat man es zumeist mit einem im tiefsten Innern seiner Seele verlogenen Menschen zu tun.

Nichts fürchtet der Heuchler mehr als die Wahrheit und den, der Dingen auf den Grund geht, der aufdeckt, was gerade verborgen bleiben soll. Daher begibt sich Letzterer nicht selten in Gefahr, wie schon Platon wusste, denn: „Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Masse getötet.“

Lasst uns die Wahrheit subjektivieren, dann gehört sie uns

Die raffinierteste Strategie der Heuchler war daher, den Wahrheitsbegriff zu zerstören respektive ihn zu untergraben, indem sie ihn relativierten und subjektivierten. Dadurch wurde der Bezugspunkt geändert. Dieser war ab jetzt nicht mehr die Wirklichkeit, die Realität, sondern das eigene Ich, was zu einer völligen Infantilisierung führte. Wie beim noch völlig egozentrischen Kleinkind dreht sich seither alles um die eigene Person.

Die Welt selbst wird herabgestuft, das Ich und sein von ihm konstruiertes Weltbild heraufgestuft. Seither steht das je eigene Weltbild über der Welt selbst und diese hatte sich gefälligst dem subjektiven Weltbild, welches sich natürlich stets am Angenehmen, sprich am Gefühl ausrichtet, unterzuordnen. Von nun an mussten die, die sich immer vor der Wahrheit fürchteten, dies endlich nicht mehr tun. Was für eine Erlösung! Nun hatten sie ja ihre „eigene Wahrheit“ und wer sollte ihnen die wegnehmen, da es doch die ihre war.

Wer sucht, der findet – wer nicht finden will, der sucht nicht

Dabei ist es meist gar nicht so schwer, die Wahrheit zu finden. Schwer ist nur, einen zu finden, der sie sucht.

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Bild: Pixabay, CC0 Public Domain

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8 Kommentare zu „Die Wahrheit und ihre Feinde

  1. DIE WAHRHEIT UND IHRE FEINDE

    Die Wahrheit ist meist gar nicht so schwer zu finden. Schwer ist nur, einen zu finden, der sie widerspruchsfrei begründet. Das ist nur phylogenetisch und erkenntnisstandgerecht möglich. Alles ist so, wie es ist und nicht anders, weil alles, was ist, notwendig so ist, wie es ist . Das erfahren alle Lebewesen unbewußt ahnend, glaubend reflexhaft u. / o. bewußt rational reflektierend, dass es sicher bewiesene nachvollziehbar wirksame Wahrheiten gibt. Wissenschaftler, … und Philosophen unterscheiden erkennbare und unerkennbare Wahrheiten. Beide sind zusammen als Vollkommenheit der Wahrheit oder als Gott identifizierbar, weil beide logisch nicht größer oder kleiner denkbar sein können, wenn sie alles was ist, glaubhaft bewirken und bewegen sollen können. Gläubigkeiten und Wissen sind und bleiben untrennbar dialektisch miteinander verbunden. Durch die unterschätzte unbewußt dominant wirksame Antriebsdynamik des Menschen wurde das Bewußtsein eitel, vorteils- u. machtorientiert verhängnis- und leidvoll überschätzt , wie dies die Menschheitsgeschichte und die existentiell globalen Probleme beweisen.

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