Zum erneuten Terroranschlag in London

Von Jürgen Fritz

London: Ein weißer Transporter rast mit hoher Geschwindigkeit in die Menschenmenge. Drei Männer mit langen Messern bewaffnet springen aus dem Van und gehen auf Passanten los, schneiden einigen die Kehle durch, stechen auf andere ein. Die Polizei erschießt alle drei. Das vorläufige Ergebnis: sieben Ermordete, über 50 Verletzte. Sind wir für das, was uns bevorsteht, gewappnet?

London-Anschlag-03-06-2017 (3)

Mindestens sieben Tote und ca. 50 Verletzte

London: Am späten Samstagabend rast ein weißer Transporter auf der London Bridge mit hoher Geschwindigkeit (ca. 80 km/h) gezielt in die Menschenmenge. Augenzeugen berichten, dass er sogar Zick-Zack-Kurs fährt, um möglichst viele Passanten zu erwischen. Aus dem Van springen 3 Männer bewaffnet mit langen Messern, mit denen sie auf die Passanten losgehen. Laut „Reuters“ schneiden sie drei Personen die Kehle durch, stechen auf etliche andere ein. Panik bricht aus, Hunderte flüchten in die Kneipen am umliegenden Borough Market. Doch die Täter verfolgen die Menschen in die Kneipen, greifen sie auch dort an. Ein Augenzeuge berichtet, die Attentäter rufen bei ihrem Anschlag: „Dies ist für Allah“.

Einem Polizisten stechen sie ins Gesicht. Insgesamt sollen die mutmaßlich muslimischen Massenmörder zum aktuellen Stand mindestens sieben Menschen getötet und über 50 weitere verletzt haben. Die Polizei ist stolz, alle drei Täter, die Sprengstoffwestenattrappen trugen, innerhalb von acht Minuten nach dem ersten Notruf erschossen und damit ausgeschaltet zu haben. Seit dem muslimischen Bombenanschlag in Manchester, bei dem 22 Menschen getötet wurden, sind nicht einmal zwei Wochen vergangen. Dies war nun der dritte Anschlag in Großbritannien in nicht einmal drei Monaten. Wahrscheinlich wieder ein radikalmuslimischer.

Fast zeitgleich in Turin: über 1.400 Verletzte

Fast zeitgleich zum Anschlag in London kommt es in Turin beim public viewing des Champions League-Finales in Cardiff zwischen Juventus Turin und Real Madrid zu einer Massenpanik, da die Menschen nach einem lauten Knall irrtümlicherweise meinen, eine Bombe sei gezündet worden. Es kommt zu über 1.400 Verletzten!

Mein erster Gedanke

Mein erster Gedanke: Ja was erwartet ihr denn? Das wird immer so weiter gehen. Wochen, Monate, Jahre, Jahrzehnte. Wir befinden uns im Krieg. Das will die Mehrheit nicht wahrhaben. Also sterben einige von ihnen, sterben einige von uns. Wieder und wieder und wieder. Und unsere Politiker werden ihre immer gleichen geistlosen Phrasen zum Besten geben.

Dann werden sich wieder viele an den Händen fassen und dem Frieden huldigen, während die Feinde längst in unsere Gesellschaften eingedrungen und unter uns sind. Das zu erkennen und dem entschieden zu begegnen, dazu ist man mehrheitlich nicht fähig, weil man den Begriff des Feindes aus seinem aktiven und passiven Wortschatz gestrichen hat. Weil dieser Begriff im Geist der meisten gar nicht mehr vorkommt. Außer in Bezug auf Nazis, in Bezug auf Rechtsradikale oder einfach nur kurz in Bezug auf „Rechte“. Dass die „Rechten“, die „Nazis“ inzwischen ganz anders aussehen, will man nicht wahr haben. Ändern wird sich daran auch nach diesem brutalen Anschlag nichts.

Mein zweiter Gedanke

Mein zweiter Gedanke respektive mein zweites Gefühl: Gleichwohl tun mir die Opfer dann doch wieder leid, wenn ich die Details lese oder höre. Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Mitgefühl aufbringen kann. Noch ist es da. Ja, sogar stark. Mit tun die Opfer unendlich leid.

Stell dir vor, es ist Krieg und du öffnest deine Grenzen – dann kommt der Krieg zu dir!

Letzten Juli schrieb ich einen Artikel Stell dir vor, es ist Krieg und du öffnest deine Grenzen – dann kommt der Krieg zu dir!. Seit Jahren warne ich publizistisch vor diesen Gefahren, versuche die Zusammenhänge und Hintergründe, jenseits der oberflächlichen, verlogenen Deutungsmuster der M-Medien zu erklären. Meine Worte prallen an über 90 Prozent der Menschen ab. Das bin ich inzwischen gewohnt. Das wird sich so schnell wohl auch nicht ändern. Offensichtlich ist der Schmerz noch nicht groß genug.

Die meisten Menschen sind nicht fähig, ihr Weltbild zu ändern

Ich weiß, dass Menschen nicht gerne umdenken. Schon gar nicht, wenn es ans Eingemachte, ans Innerste des je eigenen Welt- und Menschenbildes geht. Ich stelle es mir vor wie eine Zwiebel. Jedes Weltbild hat viele Schichten. Die äußerste kann man relativ leicht ändern. Je tiefer es geht, desto schwieriger wird dies. Der innere Kern ist quasi irreversibel.

Ich weiß, dass die meisten Menschen dazu nicht fähig sind, den innersten Kern anzutasten. Niemals. Egal was passiert. Lieber sterben sie oder opfern ihre Liebsten, sogar ihre Kinder. Aber das eigene Weltbild im Innersten ändern, kommt einfach nicht in Frage, auch nicht wenn es eigentlich offensichtlich partiell von der Realität völlig abgekoppelt ist. Das angenehme Gefühl, das ihnen ihr Weltbild verleiht, ist für die meisten wichtiger als die Ausrichtung an der Wirklichkeit, als die Orientierung an der Wahrheit, die man ebenso wie alles andere subjektiviert und sozialdemokratisiert hat.

Was tun?

Ich weiß, dass dem so ist und ich weiß, was das bedeutet. Die jetzigen Generationen, die innerlich so geformt sind, die innerlich so geformt wurden, sind im Grunde verloren. Ich weiß aber auch, dass diese Generationen die kommenden wiederum erziehen und prägen. Was also tun? Weiter schreiben, weiter argumentieren, weiter aufklären in der Hoffnung, dass sich ganz allmählich doch ein Umdenkprozess einstellt, zugleich aber darum wissend, dass die Chancen alles andere als gut stehen. Was sollen wir sonst tun?

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Lesen Sie hier

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Bild: Youtube-Screenshot des Täterfahrzeuges

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9 Kommentare zu „Zum erneuten Terroranschlag in London

  1. Es herrscht Krieg, das ist unübersehbar. Die Terroranschläge erfolgen in immer dichteren Zeitabfolgen. Wichtig sind Informationen ohne Beschönigungen, so wie es in deinen Berichten und Überlegungen zu lesen ist.
    Meiner Ansicht nach werden allgemein in den Medien Analysen der Täterpsyche in epischer Breite erstellt, am Stammtisch erörtert und Mitleid mit den Opfern bekundet – so lange, bis man seine Betroffenheit abreagiert hat. Wichtig ist jetzt unbedingt, seine Betroffenheit und Wut nicht ins Leere laufen zu lassen, sondern sie für Taten und heftigen Protest zu nutzen.
    Den Portugiesen ist das wohl bewusst. Komme gerade aus Lissabon. An jeder Straßenecke befinden sich gefühlt bewaffnete Polizei und Sicherheitsdienste. Das ist sehr beruhigend!

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  2. Zu Ihrer letzten Frage: Wir machen weiter! Und seien Sie nicht so pessimistisch – mit jedem Ermordeten werden wir stärker, und wir werden noch viel stärker werden. Das ist beklagenswert, aber unumgänglich.

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  3. Es ist ein Krieg. Sie gehören zu den ganz wenigen, die das klar und offen aussprechen. Selbst viele sehr gute und kritsche Seiten drucksen da herum. Das gegenwärtig noch bestehende gesellschaftliche und politische System muss man wohl als gescheitert betrachten. Das Neue fängt immer auf der Ebene der Ideen an: Philosophen, Schriftsteller, Bücher. Nur eine ganz kleine Minderheit versteht sie. Dann breiten sich die Ideen aus. Schließlich kommen Tatmenschen, auch die sind eine kleine Minderheit, die entschlossen das Neue herbeiführen.

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  4. Die herrschenden Zustände des chaotischen Terrors und Niedergangs sind tatsächlich bedrückend und deprimierend. Ihre klare Sicht der Dinge, und deren eindeutige und unzweifelhaft richtige Benennung, sind eine sehr hilfreiche und unverzichtbare Orientierung für viele Suchende!
    Bekanntlich kann Derjenige, der kämpft, auch verlieren; aber Derjenige, der nicht kämpft, hat definitiv schon verloren!

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  5. Was ist zu tun ?
    1. Definieren Sie was zum Glauben gehört u. was nicht
    2. Definieren Sie den politischen Islam – kurz mit einfachen Sätzen :
    Der Glaube im Islam kommt daher mit einem dicken Rucksack, dem politischen Islam :
    Dieser muß abgelegt werden !
    3. Entfernen Sie die Verse des politischen Koran aus dem „Deutschen Koran“. Setzen Sie sich mit
    Abdel Samad zusammen. Argumentativ kommen Sie in die Vor- Hand !
    4. Kein Religionsunterricht in Moscheen : Google : DiTiB – Köln – Comic !!
    5. Wer Koran u. Scharia für Recht u. Ordnung hält, ist gegen das Grundgesetz.

    Diese Themen im Wahlkampf agressiv vertreten : Das versteht jede Mutter, jeder Vater !!
    Fahren Sie Ängste hoch: Dieses mit Leidenschaft verteten :Bringen Sie die Fakten an die AfD
    an wen sonst?

    Wählen Sie die AfX, nicht weil sie gut ist, weil die anderen so schlecht sind.

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