Wer wählt die AfD? Eher Männer oder eher Frauen, eher Junge oder eher Alte?

Von Jürgen Fritz

Die Alternative für Deutschland wäre hauptsächlich eine Männerpartei heißt es immer wieder. Und die Jungen würden sie überhaupt nicht wählen. Stimmt das wirklich? Und in welcher Altersgruppe punktet die AfD ganz besonders stark?

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Von wem wird die AfD hauptsächlich gewählt? Gibt es signifikante Unterschiede in Bezug auf Geschlecht und Alter? Eine Auswertung von Civey gibt hier interessante Aufschlüsse. Civey befragte über 10.000 Personen online und wertete dies professionell aus. Neuestes Ergebnis: Wären jetzt schon BT-Wahlen käme die AfD auf ca. 8,4 Prozent.

Der Unterschied zwischen Rohdaten und repräsentativer Hochrechnung

Wohlgemerkt: das sind nicht die Rohdaten, sondern diese Zahl gibt die Civey-Hochrechnung wieder. Stichproben spiegeln nie einen realistischen Querschnitt der Bevölkerung wider. Fragt man z.B. vorwiegend junge Leute ist das Ergebnis ein anderes als wenn man hauptsächlich 40 bis 65-Jährige oder vorwiegend Rentner befragt. Fragt man in Düsseldorf, sind die Ergebnisse ganz anders als in Dresden oder München. Fragt man vorwiegend Akademiker sind die Ergebnisse andere als wenn man hauptsächlich Hauptschüler fragt. Internetbefragungen kommen zu anderen Ergebnissen als telefonische und diese wiederum zu anderen als persönliche Befragungen usw.

Die Rohdaten werden von den Instituten – das ist den meisten nicht klar – um all diese Verzerrungen „bereinigt“. Dabei arbeitet jedes Institut mit anderen „Bereinigungsparametern“, mit hauseigenen Erfahrungswerten und Formeln, die nicht preisgegeben werden. Daher die Unterschiede zwischen den Instituten und hier kann natürlich auch Einfluss genommen werden, je nachdem welcher Partei das jeweilige Institut näher steht bzw. je nachdem wer den Auftrag erteilte und die Befragung bezahlt. Insofern ist es in Bezug auf die zeitliche Veränderung der Stärke der Parteien auch nicht sinnvoll zwischen verschiedenen Instituten zu vergleichen, also den Wert von Partei A bei dem Institut X am 01.07. mit dem Wert der Partei A bei dem Institut Y am 08.07. Man vergleicht dann Äpfel mit Birnen. Möchte man die Entwicklung der Parteien verfolgen, ob sie in der Wählergunst steigen oder fallen, muss man die verschiedenen Befragungen des gleichen Institutes betrachten.

Bei den Civey-Rohdaten – die aber nicht maßgeblich sind, da meistens stark verzerrt – liegt die AfD derzeit bei ca. 17 – 18 Prozent. Realistisch sind aber nicht diese, sondern die viel eher repräsentativen 8,4 Prozent. (Nach meiner jahrelangen intensiven Beobachtung sind zum Beispiel die Civey-Zahlen sehr gut, wenngleich bei der Linkspartei tendenziell etwas zu hoch und bei der AfD minimal zu niedrig, um 0,x, maximal aber 1 bis 2 Prozent.)

Ist die AfD wirklich eine Männerpartei?

So und jetzt wird es interessant: Wer wählt vor allen Dingen die AfD? Eher Männer oder eher Frauen, eher Junge, eher die mittleren Alters oder eher die Rentner?

Erste Feststellung: Von 100 Frauen würden derzeit 8,1 die AfD wählen, von 100 Männern 8,7. Der Unterschied ist also minimal. Die Behauptung, dass die AfD vornehmlich eine Männerpartei wäre, ist bezogen auf ihre Wähler nachweislich falsch. Auch über 8 Prozent der Frauen möchten die AfD wählen.

Besonders stark ist die AfD bei den 40- bis 64-Jährigen

Zweite Feststellung: Interessant ist auch, in welcher Altersgruppe die AfD die meisten Stimmen holt.

  • 40 – 49-Jährige: 10,9 %
  • 50 – 64-Jährige: 10,4 %
  • über 65-Jährige: 7,3 %
  • 30 – 39-Jährige: 7,2 %
  • bis 29-Jährige: 5, 7 %

Deutung und Interpretation

Die AfD ist besonders stark bei den 40- bis 64-Jährigen, die mitten im Leben und Beruf stehen. Hier kann sie locker über 10 Prozent holen.

Sie ist leicht unterdurchschnittlich vertreten bei den Rentnern, Ü65 mit 7 bis 8 Prozent. Hier schaffen die Massen- oder Mainstreammedien es wohl eher, uralte Ängste pawlowartig zu evozieren. Außerdem dürfte sich das Gros der Rentner noch stärker über TV und die klassischen Tageszeitungen informieren, die vollkommen einseitig berichten. Über 45 Prozent der Ü65 wollen noch immer CDU/CSU wählen. Unfassbar!

Leicht unterdurchschnittlich wird die AfD ebenfalls von Jungen in den Dreißigern gewählt. Auch in dieser Altersgruppe würde die AfD etwa 7 bis 8 Prozent holen. Ganz schwach ist sie nur bei den ganz Jungen, den 18 bis 29-Jährigen mit unter 6 Prozent, da man es bei diesen geschafft hat, sie von klein auf links- bis linksextrem zu indoktrinieren. Aber selbst bei diesen käme die Alternative für Deutschland trotz dieser Erziehung und massiven Beeinflussung von klein auf immer noch klar auf über 5 Prozent, was angesichts dieser Randbedingungen durchaus bemerkenswert ist.

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Bild: Youtube-Screenshot vom AfD-Bundesparteitag 2017

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Finis Germaniae – Wie die Immigranten Deutschland ruinieren werden

Von Jürgen Fritz

„Wer könnte in Abrede stellen, daß die Alarmisten, wie üblich, nahezu völlig recht haben? Die Bewohner der wohlhabenden Nationen schlafwandeln zumeist im unpolitischen Pazifismus. Sie verbringen ihre Tage in einer vergoldeten Unzufriedenheit. Unterdessen vertiefen sich an den Rändern der Glückszonen ihre Belästiger, ja ihre virtuellen Henker in Lehrbücher der Sprengstoffchemie, entliehen aus den öffentlichen Bibliotheken des Gastlandes.“ – Peter Sloterdijk

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Eine Win-Win-Situation?

Deutschland brauche dringend Zuwanderung, heißt es. Weil wir seit Jahrzehnten zu wenig Kinder bekommen und sonst bald niemand da wäre, der unsere Renten erwirtschaften könnte, heißt es. Wir müssten dankbar sein für die Immigranten, dass sie zu uns kommen wollen, denn sie wären unsere Rettung, heißt es. Zuerst erretten wir sie und dann sie uns.

Ach, ist das nicht schön? Eine Win-win-Situation! Und auch so moralisch. Nein, humanitär heißt es jetzt. Das klingt so schön. Wir sind jetzt alle humanitär. Irgendeine hat sogar von einem „humanitären Imperativ“ gesprochen. Irgendwas von Kant hatte sie wohl gehört, vielleicht aber nicht so ganz verstanden. Vielleicht fand sie auch einfach nur den Ausdruck so schön. Dass Dinge schön klingen, ist wichtig. Sehr wichtig! Im Grunde das Wichtigste überhaupt.

Befehle sind auszuführen, sonst gibt es was mit dem humanitären Knüppel

Und wo ein Imperativ herrscht – „herrschen“ auch so ein schönes Wort und eine schöne Sache; das mag die, von dem das Diktum mit dem „humanitären Imperativ“ stammt, ganz besonders -, da verbietet sich jedes Nachfragen. Befehle sind auszuführen. Da gibt es keine Diskussion. Wo kämen wir denn da hin, wenn Befehle in Frage gestellt würden? Zum Befehl gibt es keine Alternative. Er muss ausgeführt werden. Zumal wenn es sich um einen humanitären handelt. Denn Humanität – bitte nicht mit Humanismus verwechseln! – ist ja etwas Gutes. Das weiß doch jedes Kind. Also haben wir es mit einem guten Befehl zu tun. Punkt. Da gibt es nichts zu überlegen. Das wurde von ganz oben so festgelegt und das ist gut so, weil ja der Befehl gut ist.

Aber ist er das wirklich? Stimmt das alles? Gibt es da nichts zu diskutieren, nichts zu erörtern, nichts zu überlegen? Genau das macht Demokratie, Humanismus und Aufklärung doch aus: eigenes Nachdenken, eigenes Überlegen und gemeinsames Erörtern und Diskutieren. Überlegen wir also: Ist das tatsächlich eine Win-win-Situation? Gibt es wirklich keine Alternative? Könnte es nicht vielleicht doch eine Win-lose- oder sogar eine Lose-lose-Situation sein? Will uns da etwa nur jemand die Souveränität rauben, dagegen zu sein? Schauen wir etwas genauer hin.

Was macht denn Japan?

Zunächst fällt auf, dass es andere Länder gibt, wie Japan oder Südkorea, die ganz ähnliche Probleme mit der völligen Überalterung der Gesellschaft haben wie wir, im Falle Japans sogar noch drastischer. Nehmen die denn auch hunderttausende oder Millionen von Immigranten innerhalb weniger Jahre auf? Das müssen sie doch, wenn das die einzige Rettung darstellt. Sie können doch gar nicht anders! Ansonsten würden sie ja geradewegs in ihren Untergang steuern. So dumm können die doch gar nicht sein. Das wäre ja der reine Selbstmord eines ganzes Volkes und einer ganzen Kultur. Also werden doch Japan und Südkorea bestimmt auch jedes Jahr viele, viele hunderttausend Immigranten aufnehmen. Schauen wir uns die Zahlen doch mal an.

2014 nahm Japan exakt elf Flüchtlinge auf. Nicht elftausend, sondern elf von 5.000, die Asyl beantragt hatten. 99,8 Prozent wurden abgelehnt. Im Jahr zuvor wurden sogar nur sechs Asylbewerber aufgenommen.

Hmm. Komisch. Dann sind die Japaner ja dumm, wenn sie all die Tausende Flüchtlinge nicht einreisen lassen, die doch so eine große Hilfe für die völlig überalterte japanische Gesellschaft wären. Dumm und böse. Weil man doch dem humanitären Imperativ gehorchen muss. Haben die in Japan denn keine Imperative? Oder ganz andere? Kennen die überhaupt keine Humanität?

Die vielen „guten“ und die paar „schlechten“ Deutschen

Ach, wir Deutschen sind einfach bessere Menschen. Und deshalb wollen bestimmt auch mehrere hundert Millionen Menschen aus der ganzen Welt ausgerechnet nach Deutschland kommen, weil wir hier so gute Menschen sind. Nur deshalb! Das hat nichts mit unserem Sozialsystem zu tun, das jeden, sobald er nur die deutschen Grenzen überschreitet – egal wie, auch illegal – auf einem Niveau versorgt, wie es das nur in wenigen Ländern dieser Erde gibt, wie böse Zungen behaupten.

Ein paar schlechte Menschen gibt es halt auch bei uns. AfD-Wähler und Pegida-Marschierer und Nazis. Iiiihhh! Die CSU hat wohl auch etliche solche bösen Menschen. Die tun aber nix, keine Angst. Und die CDU hat auch noch ein paar. Aber Merkel macht aus denen schon noch „gute Menschen“. Also solche, die artig parieren, die brav und ohne Fragen zu stellen, ohne selbst zu überlegen und Dinge dialektisch zu erötern über jedes Stöcken springen, das die Parteiführerin hinhält. Sonst gibt es was mit dem humanitären Knüppel.

Was machen Südkorea und andere Länder?

Und wie sieht es in Südkorea aus? Das sind doch bestimmt bessere Menschen dort als die „bösen Japaner“. Besser und klüger. Haben die Japaner im Zweiten Weltkrieg nicht an Hitlers Seite mitgekämpft und China überfallen, ähnlich wie die Nazis Konzentrationslager errichtet? Was will man von denen schon erwarten? Die Südkoreaner sind bestimmt ganz anders. Schauen wir uns doch mal die Zahlen an.

Südkorea nahm 2015 exakt 24 Asylanten auf. Nicht 24 tausend, sondern 24. Hmm. Sind die denn auch dumm und böse?

Und was machen andere europäische bzw. westliche Länder? Forscht man weiter nach, so stellt man fest: Auch Ungarn, Polen, die Tschechei und die Slowakei wollen kaum „Flüchtlinge“ oder Asylanten bei sich aufnehmen, vor allem keine aus dem islamischen Kulturkreis. Auch Australien, Kanada, Frankreich, Großbritannien und viele, viele andere Länder sind nur noch bereit, sehr begrenzte Kontingente zu übernehmen und teilweise genau auszuwählen, wen sie einreisen lassen. Sind die alle dumm und böse? Womit kann das denn zusammenhängen, dass all diese Länder keine Massenimmigration aus der afrikanischen respektive der islamischen Welt haben wollen? Könnte es zum Beispiel mit der Integrationsfähigkeit dieser Leute zusammenhängen?

Integrationsfähigkeit afrikanischer und muslimischer Immigranten

Zur Einsetzbarkeit von „Flüchtlingen“ (gemeint sind Immigranten) am deutschen Arbeitsmarkt, hier die offiziellen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums:

Zunächst einmal sind mindestens 90 Prozent der Immigranten am deutschen Arbeitsmarkt überhaupt nicht einsetzbar. Für nichts.

Wenn dann noch unbeschränkter Familiennachzug nach Deutschland ermöglicht wird, Linkspartei, Grüne und SPD fänden das nicht schlecht, werden aus einer Million Immigranten schnell drei, vier, fünf Millionen, von denen dann in den ersten Jahren maximal 0,1 Millionen arbeiten. Man hofft, über entsprechende Nachqualifikationsmaßnahmen die 90 Prozent der zu nichts Einsetzbaren im Laufe von drei Jahren auf ca. 70 Prozent reduzieren zu können und im Laufe von sieben Jahren auf ca. 50 Prozent.

Ob dies tatsächlich so eintreffen wird, weiß kein Mensch. Aber selbst wenn, würde das bedeuten, dass die anderen 50 Prozent auf Dauer vollkommen, zu 100 Prozent alimentiert werden müssten. Und das lebenslang! Sie werden niemals am deutschen Arbeitsmarkt einsetzbar sein. Sie müssen also inklusiver ihrer ganzen Familie vom Rest der Bevölkerung, also hauptsächlich von den Deutschen, ihr ganzes Leben mitversorgt werden, vom Tag der Einreise bis zu ihrem Tod, also meist viele, viele Jahrzehnte. Sie und alle ihre Familienmitglieder. In Extremfällen kann dann schon mal ein Mann mit vier Ehefrauen und 22 oder 23 Kindern immigrieren, die dann alle von Sozialhilfe (insgesamt über 30.000 EUR im Monat) leben.

Folgen der unkontrollierten Massenimmigration

Daher kommen der Finanzexperte Professor Bernd Raffelhüschen und der ehemalige Chef des IFO-Instituts Professor Hans-Werner Sinn zu Schätzungen, dass ein Immigrant aus der afrikanischen/islamischen Welt vom Tag seiner Einreise bis zu seinem Tod uns im Schnitt – nicht die Extremfälle, sondern im Schnitt! – ca. 450.000 Euro kosten wird, wenn nicht noch mehr. 450.000 Euro pro Immigrant heißt pro Million Immigranten: 450 Milliarden Euro. Bei zehn Millionen Immigranten (20 Jahre lang jedes Jahr 500.000, Merkel, die SPD, die Grünen und die Linkspartei lehnen jede Obergrenze kategorisch ab!) sind das 4,5 Billionen Euro. Zum Vergleich: die Gesamtverschuldung Deutschlands, die in den letzten 70 Jahren aufgebaut wurde, beläuft sich auf circa 2 Billionen Euro.

Zusätzliche 4,5 Billionen Euro allein nur für die Immigranten (!). Dass dies unser Land weitgehend ruinieren wird, dürfte auch denen klar sein, die es mit Mathematik und Ökonomie nicht so haben. Und selbst wenn es keine 4,5 Billionen, sondern „nur“ 4 oder „nur“ 3 oder 2 Billionen Euro wären, wer soll das zusätzlich erwirtschaften? Wenn man dann noch bedenkt, dass die Geburtenraten der Deutschen seit fast 50 Jahren zu niedrig sind und wir es seit fast 50 Jahren nicht geschafft haben, unsere Staatsausgaben mit den Staatseinnahmen zu decken und fast jedes Jahr neue Schulden gemacht haben, selbst dann, als die Bevölkerungspyramide noch nicht so katastrophal aussah wie jetzt, dann wird einem bewusst, welcher Tsunami hier auf die deutsche Bevölkerung zurollt.

Professor Gunnar Heinsohn geht daher davon aus, dass der Lebensstandard der Deutschen auf brasilianische Verhältnisse zurückfallen wird, wenn wir den grün-linken bzw. sozialdemokratischen Merkel-Kurs weiterführen werden.

Nein, massenweise Immigration aus Afrika und dem islamischen Kulturkreis wird die Probleme nicht lindern und schon gar nicht lösen, sondern sie noch drastisch verstärken. Das steht fest. 

Weitere katastrophale Folgen der Massenimmigration

Und dabei haben wir von steigenden Kriminalitätsraten, von einer Veränderung des Frauenbildes in unserer Gesellschaft, von einer schleichenden Islamisierung des Landes, die ab einem bestimmten Punkt unumkehrbar sein wird, von einer steigenden Terrorgefahr in einem Ausmaß, wie es sie in Deutschland noch niemals gab, von einem Zerreißen des inneren Bandes der Gesellschaft und vielen anderen Problemen noch gar nicht gesprochen.

Hinzu kommen die exorbitant höheren Geburtenraten von Afrikanern beziehungsweise Muslimen gegenüber Deutschen. So hat sich die türkische Bevölkerung dank der hohen Geburtenrate in den vergangenen 50 Jahren mehr als verdreifacht, während die deutsche kontinuierlich schrumpft. Doch bleiben wir beim Thema, ob uns die Immigranten wirtschaftlich retten oder ruinieren werden und schauen wir uns an, wie die Immigranten sich bisher in den Arbeitsmarkt integriert haben.

Jeder zweite nichteuropäische Asylant in Hartz IV

Hier die tatsächlichen Zahlen der letzten Jahre, nicht Schätzungen des Bundesarbeitsministeriums für die Zukunft, sondern die Fakten, wie es in der Vergangenheit tatsächlich gewesen ist: Von 100 Deutschen waren laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit im April 2015 acht in Hartz IV (SGB II). Wie sah dies bei Immigranten ohne deutsche Staatsbürgerschaft aus? (Würde man alle Immigranten, auch die mit deutscher Staatsbürgerschaft heranziehen, dürften die Zahlen sogar noch höher sein und die der indigenen deutschen Bevölkerung noch geringer.)

  • Von 100 Deutschen waren in Hartz IV: 8
  • von 100 Ausländern waren in Hartz IV: 18 – 19 

Doch Immigrant ist nicht gleich Immigrant und Ausländer ist nicht gleich Ausländer. Bei Ungarn zum Beispiel ist die Hartz-IV-Quote mit 5 – 6 Prozent sogar geringer als bei Deutschen. Ebenso bei Kroaten mit 6 -7 von 100. Ganz anders sieht es jedoch bei Ausländern aus nichteuropäischen Staaten aus:

  • von 100 Türken waren in Hartz IV: 26
  • von 100 Pakistani waren in Hartz IV: 34 – 35
  • von 100 Iranern waren in Hartz IV: 40
  • von 100 Afghanen waren in Hartz IV: 48
  • von 100 Syrern waren in Hartz IV: 60
  • von 100 Irakern waren in Hartz IV: 61

Insgesamt waren bei nichteuropäischen Asylherkunftsländern von 100 Personen 48 in Hartz IV, also rund die Hälfte. Das sind sechsmal so viele wie bei Deutschen!

Hat das wirklich alles nichts mit dem Islam zu tun?

Die sechs zuletzt genannten Länder sind übrigens alle solche, in denen der Islam dominiert. Aber natürlich hat dies alles nichts mit dieser religiös-politisch-totalitären, entwicklungs- und bildungsfeindlichen Weltanschauung zu tun.

Die Vorstellung nun, dass Menschen die solch ein wissens- und denkfeindliches Weltbild in sich tragen, Leute mit einem Grundschulabschluss oder gar Analphabeten (56 Prozent der Afghanen, 58 Prozent der Iraker, 65 Prozent der pakistanischen Frauen) eine hochmoderne Gesellschaft des 21. Jahrhunderts retten könnten, Einwanderer, die oftmals ein frühmittelalterliches Weltbild tief in ihren Seelen tragen, von welchem sich zu trennen, den meisten völlig unmöglich sein wird, kann nur als eines bezeichnet werden: als absurd, naiv, wenn nicht infantil respektive ideologisch vollkommen verblendet.

Diese Immigranten werden Deutschland nicht retten, sondern ruinieren

Diese Immigranten werden Deutschland und Europa nicht retten, sondern ruinieren. Daran kann es keinen Zweifel geben. Und es wird auch keine Win-lose-, als vielmehr eine Lose-lose-Situation sein. Verlieren werden nicht nur wir, die Aufnehmenden, sondern auch die Immigranten selbst, weil viele bei uns zwar materiell aus ihrer Sicht in Wohlstand leben, innerlich aber entwurzelt und heimatlos sein werden. Dies gilt für die Kinder der Immigranten übrigens oftmals noch stärker als für die Einwanderer selbst, da jene überhaupt nicht wissen, wo sie hingehören. Viele werden sich von uns Deutschen in eigenen Vierteln separieren. Dort werden dann die Terroristen von morgen heranwachsen. Oder wie der Philosoph Peter Sloterdijk es schon vor über zehn Jahren formulierte:

„Wer könnte in Abrede stellen, daß die Alarmisten, wie üblich, nahezu völlig recht haben? Die Bewohner der wohlhabenden Nationen schlafwandeln zumeist im unpolitischen Pazifismus. Sie verbringen ihre Tage in einer vergoldeten Unzufriedenheit. Unterdessen vertiefen sich an den Rändern der Glückszonen ihre Belästiger, ja ihre virtuellen Henker in Lehrbücher der Sprengstoffchemie, entliehen aus den öffentlichen Bibliotheken des Gastlandes.“

Es gibt nur eine Alternative zu dieser Alternativlosigkeit

Die Immigranten werden Europa nicht retten. Sie werden alles, was hier in dreitausend Jahren mit etlichen Rückschlägen aufgebaut und entwickelt wurde, auf lange Sicht zerstören, weil sie mehrheitlich innerlich überhaupt keinen Bezug dazu haben. Und machen wir uns nichts vor, es gibt nur eine einzige politische Kraft, die bei allen sicherlich vorhandenen Mängeln, auch nur ansatzweise dazu imstande ist, sich dem entgegenzustellen. Mit der CDU kann seit Merkel nicht mehr gerechnet werden. Und die CSU kommt über lautes Gebrüll letztlich nicht hinaus. Sie wird auf Dauer in ihrer babylonischen Gefangenschaft an die CDU gekettet bleiben.

Somit gibt es für alle, die sich diesem Kurs der Selbstzerstörung Deutschlands und der europäischen, abendländischen Kultur entgegenstellen wollen, unterm Strich nur eine einzige Alternative zur dieser Alternativlosigkeit. Noch geben wir die Hoffnung auf Einsicht in diese Notwendigkeit nicht auf.

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Quellen (Auswahl):

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Philosophia perennis, außerdem auf fisch+fleisch und jouwatch.

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AfD steigt bei Insa auf 10 Prozent

Von Jürgen Fritz

Wie von Wahl-O-Matrix vor einer Woche vorausgesagt, steigt die AfD weiter, erreicht bei Insa in der heute veröffentlichten Umfrage erstmals seit über zwei Monaten wieder den zweistelligen Bereich. Bei Insa liegt sie jetzt vor der Linkspartei und deutlich vor der FDP und den Grünen.

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AfD steigt weiter

Vor einer Woche berichtete ich bereits, dass die AfD sowohl bei Forsa als auch bei Civey und Insa gestiegen ist. Meine Prognose lautete, dass der leichte Anstieg sich fortsetzen dürfte. Dies hat sich die letzten Tage bestätigt. Zwar gab es bei Ipsos, wo die AfD von Ende Juni bis Anfang Juli seltsamerweise von 9 auf 8 Prozent fiel, einen leichten Gegentrend, aber Emnid bestätigte anschließend wieder den Positivtrend von Forsa, Civey und INSA. Bei Emnid stieg die AfD in der vor drei Tagen veröffentlichten Umfrage um einen Punkt von 7 auf 8 Prozent.

In der aktuellsten, heute publizierten Umfrage von INSA steigt die AfD nun erneut und erreicht mit 10 Prozent erstmals seit über zwei Monaten wieder den zweistelligen Bereich.

Wenn jetzt Bundestagswahlen wären

Laut Insa kämen die Parteien, wären jetzt schon Bundestagswahlen, auf folgende Ergebnisse:

  1. CDU/CSU: 36 %
  2. SPD: 25 %
  3. AfD: 10 %
  4. Linke: 9,5 %
  5. FDP: 8,5 %
  6. Grüne: 6,5 %
  7. Sonstige: 4,5 %

Im Wahl-O-Matrix-Durchschnitt, welcher die jeweils neuesten Umfrageergebnisse aller Institute abbildet, sofern diese nicht mehr als vier Wochen alt sind (maßgeblich ist der mittlere Tag der Befragung), liegt die AfD mit über 8,1 Prozent jetzt nur noch 0,2 Punkte hinter der FDP. In zwei der drei neuesten Umfragen hat sie die „Freien Demokraten“ sogar bereits überholt. Wären jetzt Bundestagswahlen, dann könnten die Parteien mit folgenden Ergebnissen rechnen:

  1. CDU/CSU: 36 – 40 %
  2. SPD: 22 – 26 %
  3. Linke: 8 – 9,5 %
  4. FDP: 7 – 9 %
  5. AfD: 7 – 10 %
  6. Grüne: 6,5 – 9 %
  7. Sonstige: 3 – 6 %

Die Durchschnittswerte (arithmetisches Mittel) betragen:

2017-07-18

Wahl-O-Matrix-Prognose

Bei der CDU/CSU, der SPD, der Linkspartei und der FDP zeigt der Trend minimal nach unten. Die Grünen scheinen derzeit bei ca. 7,7 Prozent relativ stabil. Die einzige Partei, bei welcher eine weitere Tendenz nach oben zu erkennen ist, ist die AfD. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sie die FDP auch im Wahl-O-Matrix-Durchschnitt aller Institute in den nächsten Wochen überholen könnte.

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Bild: Youtube-Screenshot vom AfD-Parteitag 2017

Grafik: © Jürgen Fritz

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Die Kunst der Argumentation oder wie Merkel & Co. uns um Jahrtausende zurückzuwerfen drohen

Von Jürgen Fritz

Die Kunst des Argumentierens und des dialektischen Erörterns sind von allen Künsten die höchsten, zu der Wesen fähig sind. Elefanten und Affen kann man zum Beispiel das Malen beibringen. Sie sind zu eigenständigen kreativen Leistungen fähig. Was man sie aber schwerlich lehren kann, ist das Argumentieren oder gar das dialektische Denken. Was aber genau ist eine Argumentation?

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Argument und Argumentation

Eine Argumentation ist eine Verknüpfung, eine Kette von mehreren Argumenten, die einen inneren Zusammenhang aufweisen. Somit stellt sich aber die Frage: Was ist ein Argument? Das ist vielen nicht ganz klar.

Ein Argument ist etwas anderes als eine Aussage, die etwas für sich hat, die man für wahr hält. Ein Argument ist ein Beweisgrund, ein Begründungszusammenhang. Als solches besteht es immer aus mehreren Aussagen, nämlich mindestens dreien (manchmal auch mehr): aus mindestens zwei Vordersätzen (Prämissen, Gründen) und einer Schlussfolgerung (Konklusion, das zu Begründende).

Das Besondere bei einem Argument ist dabei, dass hier eine Übertragung des Wahrheitswertes von den Prämissen (den Gründen) auf die Konklusion (das zu Begründende) zwingend stattfindet und zwar allein auf Grund der Form des Argumentes.

Beispiel: 1. Alle Menschen sind sterblich. 2. Angela Merkel ist ein Mensch. 3. Ergo ist Angela Merkel sterblich. Denn wenn alle Menschen sterblich sind und Merkel ein Mensch ist, dann gilt diese Eigenschaft natürlich auch für sie, andernfalls wäre ja (1) falsch.

Ex falso quodlibet

Wer die Wahrheit der Prämissen (der Gründe) akzeptiert, muss auch die Wahrheit der Konklusion, des zu Begründenden akzeptieren, da sich der Wahrheitswert von (1) und (2) auf (3), von den Gründen auf das zu Begründende überträgt. Wenn eine der Prämissen falsch ist, dann ist die Wahrheit der Konklusion natürlich kontingent (zufällig, möglich, aber nicht notwendig), denn aus Falschem kann man durch korrektes Schließen Beliebiges folgern (ex falso quodlibet).

Beispiel: Wenn 2 + 2 = 5, dann (durch Verdoppeln beider Seiten) 4 + 4 = 10. Aus einer falschen Prämisse, 2 +2 = 5, folgt hier durch korrektes Schließen eine falsche Konklusion 4 + 4 = 10. Der Fehler steckt aber nicht in dem Schluss (dem Verdoppeln beider Seiten), sondern schon in der Prämisse. Der Schluss selbst ist korrekt bzw. gültig. Wenn a = b, dann sicherlich auch 2a = 2b.

Aussagesatz und Satzäußerung

Ein Argument ist also eine Menge von Aussagen, bei der für einen Aussagesatz (die Konklusion) der Anspruch erhoben wird, dass er sich aus den anderen (den Prämissen) mit Notwendigkeit ergibt. Was ist das aber für eine Notwendigkeit?

Gemeint ist hier nicht, dass jemand diesen Aussagesatz unbedingt aussprechen muss, gar nicht anders kann, als ihn zu sagen. Die Notwendigkeit bezieht sich also nicht auf die Äußerung des Satzes, ein Ereignis an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit durch eine bestimmte Person. Dies fiele in den Bereich der Psychologie. Hier geht es um eine ganz andere Notwendigkeit, die sich nicht auf die Satzäußerung in Raum und Zeit bezieht, sondern auf die Aussage selbst, den Inhalt des Aussagesatzes und dessen Wahrheitsgehalt, welcher unabhängig davon ist, wer den Satz wann und wo äußerte.

Dies wird gerade in politischen Diskussionen oft grob missachtet, wo darauf abgestellt wird, wer etwas gesagt hat oder wo etwas stand, also auf die Satzäußerung und nicht auf den Satzinhalt, die Aussage selbst, um die es eigentlich gehen sollte. Hierbei handelt es sich um ein fehlerhaftes, oft bösartiges argumentum ad hominem, ein reines Scheinargument (Rabulistik).

Gültige und ungültige logische Schlüsse

Die Argumentationstheorie (Logik) untersucht, welche Argumente absolut zwingend sind, welche fehlerhaft (Scheinargumente oder Sophismen) und welche nicht zwingend, aber doch in abgeschwächter Form hilfreich, weil wahrscheinlich oder plausibel.

Beispiel: Der folgende Schluss ist offensichtlich gültig, egal was wir für die Platzhalter einsetzen. 1. Alle A sind B. 2. Alle B sind C. 3. Ergo: Alle A sind C. Denn wenn alle A auch B und alle B auch C sind, dann müssen notwendigerweise auch alle A C sein. Wenn z.B. alle Menschen Säugetiere und alle Säugetiere Wirbeltiere sind, dann müssen auch alle Menschen Wirbeltiere sein. Hier wird niemand ein Gegenbeispiel für dieses Schlussprinzip finden können, weil das logisch unmöglich ist.

Konversionsfehlschluss: Ein Gegenbeispiel lässt sich aber finden bei folgendem Schluss, einem sehr beliebten Denkfehler. 1. Wenn A der Fall ist, dann ist auch B der Fall. 2. A ist nicht der Fall. 3. Ergo ist auch B nicht der Fall. Dies ist ein ungültiger, ein fehlerhafter Schluss. Um das zu beweisen, genügt bereits ein Gegenbeispiel. Dieses könnte wie folgt aussehen. 1. Wenn es regnet, wird die Straße nass. 2. Es hat nicht geregnet. 3. Ergo ist die Straße nicht nass. Gegenbeispiel: Die Straße kann trotzdem nass sein, z.B. weil jemand sie mit einem Schlauch nass gespritzt hat. Der Regen ist eine hinreichende, aber keine notwendige Bedingung für das Nass-werden der Straße.

Ein richtiger Schluss wäre dagegen: 1. Wann A der Fall ist, dann auch B. 2. B ist nicht der Fall. 3. Ergo kann auch A nicht der Fall sein. Denn wäre A der Fall, dann gemäß (1) auch B. B ist aber gemäß (2) nicht der Fall, also kann auch A nicht der Fall sein. Konkret: 1. Wenn es regnet, wird die Straße nass. 2. Die Straße ist nicht nass. 3. Ergo regnet es nicht.

Dialektisches Denken

Eine Argumentation besteht also aus mehreren Argumenten, die wiederum aus mehreren Aussagen bestehen, die in einem logischen Zusammenhang stehen. Und jetzt können wir präzisieren: Bei einer Argumentation fungiert die Konklusion aus Argument 1 als Prämisse in Argument 2. Dessen Konklusion ist wiederum eine der Prämissen in Argument 3 usw.

Werden unterschiedliche Argumentationen geprüft und gegeneinander abgewogen, dann kommen wir in den Bereich der Erörterung und damit in die Sphäre des dialektischen Denkens, die nur dem Menschen zugänglich ist.

Aufsteigend haben wir also folgendes Schema: Aussage – Argument – Argumentation – dialektische Erörterung.

Der Sinn des Argumentierens

Wozu aber argumentieren wir überhaupt? Indem wir argumentieren, versuchen wir uns selbst oder andere, die für Argumente offen sind, von der Wahrheit oder Falschheit einer Sichtweise, einer Einschätzung, einer Behauptung zu überzeugen. Beim Argumentieren und erörtern dreht sich also immer alles um die Wahrheitsfrage. Diese steht im Zentrum all dieser Bemühungen. Nur wer an der Wahrheitsfrage wirklich interessiert ist, wird daher ernsthaftes Interesse am Argumentieren und dem dialektischen Denken entfalten.

Dialektisches Denken ist ein wesentliches, ja das zentrale Mittel im Bereich der Wissenschaft, der Kritik, der Diskussion und des offenen, kritischen Dialoges.

Audiatur et altera pars

Den Grundsatz der Dialektik finden wir beispielsweise auch in unserem Rechtssystem. Vor Gericht sind immer beide Seiten zu hören. Ein Grundsatz, den wir bereits im uns prägenden römischen Recht finden: Audiatur et altera pars (lateinisch für: „Gehört werde auch der andere Teil“ bzw. „Man höre auch die andere Seite“). Dies steht für den Anspruch auf rechtliches Gehör. Der Grundsatz bedeutet, dass der Richter alle am Prozess Beteiligten zu hören hat, bevor er sein Urteil fällt.

Der erste Meister des dialektischen Denkens aber war kein Geringerer als Sokrates, für mich der wahre Vater Europas. In der griechischen Antike finden wir im 5. Jh. v. Chr. bereits den ersten Höhepunkt des dialektischen Denkens, welches das gesamte Abendland zutiefst prägte.

Wie Merkel und Co. uns um Jahrtausende zurückzuwerfen drohen

Der Grundsatz des Audiatur et altera pars und des dialektischen Erörterns, also genau das, was das abendländische Denken zutiefst ausmacht, wird seit vielen Jahren schon immer mehr ausgehebelt. Offensichtlich ist es von den hegemonialen Herrschaftszirkeln, sprich den „etablierten Parteien“, insbesondere von der ewigen alternativlosen Kanzlerin und den ihren nicht nur nicht mehr gewünscht, dass die andere Seite zu Wort kommt, nein dies wird vielmehr gezielt unterdrückt. Denn die Partei, die in vielen Fragen die einzige ist, die die andere Seite vertritt, wird bewusst von nahezu allen öffentlichen Diskursen ausgeschlossen. Oft wird sie in entsprechende Sendungen gar nicht mal mehr eingeladen und wenn doch einmal, dann bekommen die verschiedenen Seiten nicht annähernd die gleiche Redezeit. Ja AfD-Vertretern wird nicht selten nicht einmal die Möglichkeit eingeräumt, ihre Argumente ungestört vorzutragen.

Das zeigt wohl, um was für einen geistigen Rückfall um Jahrtausende wir hier vor uns sehen. Doch das dürfte erst der Anfang eines wahrscheinlich in dieser extremen Form einzigartigen Regressionsprozesses sein, an dessen Ende nicht nur ein Finis Germania stehen könnte.

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Literaturempfehlungen

  • Axel Bühler: Einführung in die Logik – Argumentation und Folgerung, Alber Kolleg Philosophie; eine der didaktisch besten Einführungen, wenn nicht die beste überhaupt. Sehr verständlich und weniger formal als andere.
  • Wolfgang Detel: Grundkurs Philosophie, Band 1: Logik, Reclam; sehr knappe und preisgünstige, aber dennoch gute, empfehlenswerte Einführung.

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Bild: von Unknown artist; uploaded, retouched and colored by Hugo Heikenwaelder, Austria; edited by Jaybear; (File:Universum.jpg) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, via Wikimedia Commons

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Der böse Linke und sein Programm: Massenmord, Unterdrückung, Gewalt, Indoktrination

Von Jürgen Fritz

Schon 1918 hatte Lenin sich zu dem Dogma bekannt, der Kampf gegen die Barbarei dürfe vor barbarischen Methoden nicht zurückschrecken. Mit dieser Wendung nahm er die anarchistische Veräußerlichung des Schreckens in den Kommunismus auf. – Peter Sloterdijk

Marx-Engels-Lenin (2)

Das Böse kam ursprünglich nicht von rechts, sondern von links

Fast hundert Jahre vor Hitlers „Endlösung der Judenfrage“ beschrieben bereits Karl Marx und Friedrich Engels, die Stammväter des Kommunismus, dass die Ausrottung ganzer Klassen und Rassen unabdingbar sei. Friedrich Engels in der Neue Rheinische Zeitung Nr. 222 vom 15. Februar 1849: „Dann Kampf, unerbittlichen Kampf auf Leben und Tod mit dem revolutionsverräterischen Slawentum; Vernichtungskampf und rücksichtslosen Terrorismus – nicht im Interesse Deutschlands, sondern im Interesse der Revolution!“.

Und Karl Marx ebenfalls bereits 1849 ebenda: „Unterliegen müssen jene Klassen und Rassen, die zu schwach sind, die neuen Lebensbedingungen zu meistern (…) Sie müssen in einem revolutionären Holocaust untergehen.“

Die enge Verwandtschaft zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus

Die sowjetische Gesellschaft war dann die erste kommunistische Gesellschaft der Welt. Sie war ein soziales Experiment von gewaltigen Ausmaßen. Endziel war – wie auch bei den Nazis – die Schaffung eines neuen Menschen, der anders denken, anders aussehen und anders handeln sollte. Dazu mussten aber zuerst Millionen über Millionen von Menschen, die dem nicht entsprachen oder sich dem widersetzten, beseitigt werden. Das Projekt der Schaffung eines neuen Menschen sollte mit der massenhaften Auslöschung von Menschenleben durchgesetzt werden.

Das massenhafte Morden

Die Nazis haben in ihrer Herrschaftszeit insgesamt ca. 6 Millionen Juden umgebracht. Stalin hat alleine in 1933 ca. 7 Millionen Ukrainer getötet. Er hat sie systematisch auf bestialische Weise verhungern lassen, ihnen alles Essen weggenommen und ihr Getreide nach Deutschland geliefert, während sein eigenes Volk in der Ukraine, Männer, Frauen und Kinder elend verhungerte. Er ließ sogar Halbverhungerte, die noch am Leben waren, mit den Toten zusammen in Massengräbern verscharren.

Das systematische Morden begann aber nicht erst unter Stalin. Bereits in den kaum mehr als sechs Jahren unter Lenin wurden ca. 13 Millionen Menschen gemordet. Lenins Mitstreiter Sinowjew fasste das Ziel der Sowjetherrschaft lapidar wie folgt zusammen: «Wir müssen neunzig von hundert Millionen der Bevölkerung in Sowjetrussland auf unsere Seite bringen. Mit dem Rest kann man nicht reden, ihn muss man vernichten.» 

Unter Stalin sollte es dann noch schlimmer kommen. Das «Schwarzbuch des Kommunismus» rechnet sehr zurückhaltend mit zwanzig Millionen Toten. Der britische Foreigns Affairs Circle nennt einschliesslich der Ziviltoten des Bürgerkriegs 35 Millionen Getötete. Dabei sind die Opfer der sowjetischen Besetzungs- und Unterdrückungspolitik in Ost- und Mitteleuropa, weitere Betroffene des stalinistischen Terrors, noch nicht mitgerechnet.

In China ging es unter dem Kommunisten Mao vergleichbar grausam zu. Mindestens 45 Millionen Menschen kamen während Maos größenwahnsinnigem Experiment des „Großen Sprungs“ ums Leben. Millionen verhungerten, doch viele wurden auch zu Tode gefoltert, fielen der Willkür lokaler Parteikader zum Opfer. 45 Millionen – eine unfassbare Zahl!

Zwei totalitäre Ideologien

Sowohl Kommunismus als auch Nationalsozialismus sind Ideologien, die a) einen neuen Menschen schaffen wollen, die also die menschliche Natur negieren. Sie befinden sich mithin im Krieg mit dem Menschen selbst. Das ist die Wurzel des Totalitarismus. Und die Schaffung des neuen Menschen soll b) mit brutalster Gewalt herbeigeführt werden. Dabei wird nicht vor der Ausrottung von Millionen Menschen zurückgeschreckt, sondern im Gegenteil, diese wird sogar explizit propagiert und systematisch betrieben. Das gehört mit zum Wesen des Kommunismus. Das massenhafte Morden ist Teil der kommunistischen, der linksradikalen Essenz.

Während die Ideologie der Nazis auf einer fehlerhaften Biologie basiert, gründet die Ideologie der Kommunisten auf einer fehlerhaften Soziologie. Vor allem aber entbehren beide jeglicher ethisch (moralphilosophisch) legitimierter Moral.

Vom bösen Kommunisten über den bösen Nazi zum bösen Linken

Der heute nahezu alles beherrschende böse Linke kann nicht verstehen, dass er selbst, indem er sich über den bösen Nazi überhaupt erst definiert – „Nur wegen Ausschwitz bin ich überhaupt in die Politik gegangen“ -, sich gegenüber dem bösen Nazi ebenso epigonal (nachahmend) verhält wie dieser sich gegenüber dem bösen Bolschewisten und dieser sich wiederum gegenüber dem bösen Imperialisten epigonal verhält.

So wie der Kommunist die Antwort auf den Imperialisten war, so war Hitler die Fortführung und Antwort auf die Bolschewisten (radikale russische Sozialdemokraten), von denen er viel gelernt hat, wie er selbst zugab. Auch wie man Konzentrationslager baut und Menschen massenhaft und fabrikmäßig millionenfach vernichtet, haben die Nazis von den Bolschewisten gelernt, siehe den Dokumentarfilm The Soviet Story unten. Und der moderne böse Linke wiederum ist die Fortführung und Antwort auf den bösen Nazi. Uns so drehen wir uns immer weiter im Kreis des Bösen.

Gut ist, was das zuvor als das absolut Böse Definierte vernichtet

Was all diese – den bösen Bolschewisten, den bösen Nazi und den bösen Linken – verbindet, ist die fehlende Orientierung am Guten an sich, am Guten selbst. Sie alle leben aus der Negation. Die Definition der eigenen Gutheit erfolgt immer über das absolut Böse, das je anders bestimmt wird und dem man versucht, sich diametral entgegenzusetzen, meinend, wenn man dieses je eigene als absolut Böses Definierte mit aller Macht und mit allen Mitteln bekämpft, dass man dann selbst der Gute sei. Über eine andere Vorstellung von gut verfügt in seiner geistigen, vor allem ethischen Armut weder der böse Kommunist (Marxist, Leninist, Stalinist, Mao-Anhänger) noch der böse Nazi und auch nicht der moderne böse Linke.

Das Böse wird in all diesen Fällen vom eigenen Ich und der eigene Gruppe und deren Weltanschauung abgespalten. Es wird vollkommen in den bösen Imperialisten (nach Lenin die höchste Form des Kapitalisten), in den bösen Bolschewisten und Juden (Hitlers absolutes Feindbild) oder in den bösen Nazi (der Linken absolutes Feindbild) hineinprojiziert. Der Jude war hierbei immer ein besonders beliebtes Projektionsobjekt. Im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit konnte aber aber auch „die Hexe“ diese Funktion übernehmen. Außerhalb dieses jeweils absoluten Feindbildes kommt das Böse dann kaum noch vor. Indem es in bestimmte Personen hineingestopft wird, wird es quasi förmlich greifbar.

Dahinter steckt die Hoffnung, wenn man es nur schaffen kann, diese „bösen Menschen“ auszurotten, vollkommen auszuschalten oder mit aller Brutalität umzuerziehen, dass man dann das Böse aus der Welt bekäme. Dieser Kampf gegen das selbst so definierte absolute Böse gibt dem eigenen Leben einerseits einen Sinn, andererseits ermächtigt es denjenigen, diese „böse Menschengruppe“ mit allen Mitteln zu bekämpfen. Es gibt ihm die Legitimation selbst Böses zu vollziehen, das in uns allen steckt, ohne dass es noch Böse wäre, weil es ja dem „Bösewicht schlechthin“ angetan wird.

Du sollst morden, Gewalt ausüben und andere verdinglichen

Zu diesem Mit-allen-Mitteln-bekämpfen gehört wiederum sowohl bei dem Bolschewisten/Kommunisten als auch dem Nazi der Bruch mit dem jüdisch-christlichen fünften Gebot: Du sollst nicht morden. Den ersten Bruch mit dem jüdisch-christlichen Mordverbot, DER moralischen Grundlage der abendländischen Zivilisation, finden wir übrigens bereits bei Mohammed beziehungsweise im Koran. Und dort gleich dutzendweise.

Oder abgeschwächt und ins Moderne und Philosophische gewendet, was wir in all diesen Fällen, insbesondere beim modernen bösen Linken sehen, ist der Bruch mit dem kategorischen Imperativ und der aus diesem resultierenden Achtung vor der Menschenwürde: Du sollst den anderen nicht instrumentalisieren, ihn nicht verdinglichen. Du sollst nicht Gewalt über ihn ausüben, nicht versuchen, seinen Willen zu berechen, ihn nicht zur Sache degradieren, sondern ihn als eigenständige, autonome Person sehen, die in der Lage ist, sich selbst zu gestalten, Schöpfer ihrer selbst zu werden, mithin Schöpfer und Geschöpf in einem, wodurch sie sich überhaupt erst aus dem rein Tierischen erhebt und eine andere Seins-Sphäre berührt, was das Menschliche im Menschen gerade manifestiert.

Die Degradierung des Menschen zum Träger der richtigen oder falschen Weltanschauung

Genau dies, die Autonomie des anderen bekämpft der böse Linke, der im Mitmenschen nicht eigentlich den Menschen, also das potentiell zur Selbstbestimmung und auch zur Erkenntnis des Guten fähige Wesen sieht, sondern nur den Träger der richtigen, also der linken, oder der falschen, also der rechten Weltanschauung („Kampf gegen rechts“). Beim Muslim ist der Träger der falschen Weltanschauung der „Ungläubige“, der Kuffār.

Den Träger der falschen Weltanschauung gilt es aus Sicht des bösen Linken entsprechend umzuerziehen (siehe Maos unfassbar grausamen Umerziehungsprogramme bis hin zur öffentlichen Folter zur Abschreckung) oder vollkommen auszuschalten, sei es eher plump per Gewalt, Drohung und Einschüchterung bis hin zum Zerstören der individuellen ökonomischen Lebensbasis (Antifa und dergleichen und die, die sich ihrer bedienen und sie für ihre gleichen oder ähnlichen Zwecke wiederum benutzen, die Antifa also auch wieder instrumentalisieren).

Oder aber raffinierter und subtiler – insbesondere mit Hilfe der Massenmedien (Lügenpresse) – durch permanente Manipulation bis hin zur Indoktrination, Dressur und Abrichtung. Auch das finden wir nicht nur bei den modernen Linken, sondern schon bei Mao und Gleiches gilt für den orthodoxen und radikalen Muslim, der ebenso die richtige Weltanschauung von klein auf zu indoktrinieren und die falsche Weltanschauung aus der Welt zu schaffen versucht, das aber selbstverständlich nicht über Aufklärung und über das bessere Argument. Daher verstehen sich der böse Linke und der böse Muslim auch so gut.

Dem Widerwärtigen gilt es Widerstand zu leisten

Beides aber, Gewalt und Einschüchterung wie permanente Manipulation und Abrichtung, widerspricht ebenso vollkommen dem Mensch-sein, widerspricht der Menschenwürde (Autonomie, Selbstbestimmungsfähigkeit), negiert und konterkariert das Mensch-sein und die Würde des Menschen aufs Hässlichste und Widerwärtigste. Dem Widerwärtigen aber gilt es – und das ist das Entscheidende – auf nicht ihrerseits widerwärtige Weise Widerstand zu leisten!

The Soviet Story

Dieser preisgekrönte Dokumentarfilm aus dem Jahr 2008 über den sowjetischen Kommunismus und die sowjetisch-deutsche Zusammenarbeit vor 1941 zeigt auf, dass es enge philosophische, politische und organisatorische Verbindungen zwischen dem nationalsozialistischen und dem sowjetischen, internationalsozialistischen System vor und während des frühen Stadiums des Zweiten Weltkriegs gegeben hat.

Drei Jahre lang fand sich im gesamten deutschsprachigen Europa kein Vertrieb, der den Mut hatte, den Film zu verlegen. Warum nicht? Weil er geeignet ist, den gesamten linken Narrativ und das Bild des „edlen Linken“ vollkommen zu zerstören. Er zeigt gnadenlos die Fratze des bösen Linken. Unbedingt anschauen!

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Literaturempfehlungen

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Wieso man als Konservativer auf keinen Fall CDU/CSU wählen sollte

Von Jürgen Fritz

Nicht wenige Konservative stehen vor einem großen Problem: Was wählen bei der Bundestagswahl im September, angesichts der Tatsache, dass die klassische konservative Partei Deutschlands, die CDU immer weniger eine solche ist? Hierzu einige essenzielle strategische Überlegungen.

Bu-Prä-Wahl-2017 (2)

Erste Überlegung

Die erste Frage muss sein: Kann die Union die absolute Mehrheit schaffen? CDU/CSU liegen derzeit bei für sie sehr guten 36 – 40 Prozent, im Wahl-O-Matrix-Durchschnitt aller Institute bei ca. 38,5 Prozent. Das sah vor zwölf Monaten und auch zu Beginn des Jahres 2017 teilweise noch ganz anders aus, als die Union bei nur noch knapp über 32 Prozent lag. Knapp 40 Prozent, vielleicht sogar ganz knapp darüber scheinen bei der Wahl im September auf jeden Fall möglich, aber sicherlich keine 47,5 bis 48 Prozent, die für eine absolute Mehrheit notwendig wären. (100 Prozent minus 4,4 Prozent für sonstige Parteien geteilt durch 2 = 47,8 Prozent.) Wegen der Parteien, die an der Fünf-Prozent-Klausel scheitern, wenn man so will verlorene Stimmen, braucht man also keine 50 Prozent.

Dennoch sind auch knapp 48 Prozent enorm viel für eine Fraktion. Eine absolute Mehrheit für die Union – alle anderen schafften das niemals – hat es nur einmal gegeben, nämlich in Adenauers Glanzzeit 1957.  Aber selbst Adenauer gelang dies nur ein einziges Mal. Damals gab es aber nur drei und keine sechs relevante Fraktionen. Eine absolute Mehrheit für CDU/CSU kann im September also ausgeschlossen werden.

Zweite Überlegung

Da CDU/CSU fast 15 Prozent vor der SPD liegen, wird die Union wohl auf jeden Fall wieder den Kanzler stellen und dies wird wieder Angela Merkel sein. Die SPD mit ihrem völlig überfordert scheinenden Martin Schulz, der zudem vollkommen unglaubwürdig ist – ein Sozi, der aus Steuer-, also Bürgergeldern Millionär wurde und zugleich ständig von „sozialer Gerechtigkeit“ spricht -, dürfte nicht den Hauch einer Chance haben, die stärkste Fraktion im neuen Bundestag zu werden. Zumal ja die SPD für eine Politik steht, die man als Merkel hoch zwei bezeichnen könnte. Wer SPD wählt, bekommt quasi noch mehr Merkel-Politik. Wen soll das überzeugen?

2017-07-16

Somit stellt sich nur noch die Frage: Wer kommt als Koalitionspartner für CDU/CSU in Betracht? Die Linke und die AfD, die Merkel und CDU beide zutiefst ablehnen, scheiden aus. Also bleiben a) die SPD, b) die FDP und c) die Grünen.

Dritte Überlegung

Wen hätten Merkel und die CDU am liebsten? (Die CSU wird nichts zu melden haben.) Nochmal eine große Koalition mit SPD erscheint wenig reizvoll. Zu oft eine GroKo lässt Unmut in der Bevölkerung entstehen, weil zu viele dann merken, dass es gar keine echte, wirkmächtige Opposition gibt. Die Illusion einer echten Opposition soll, wenn irgendwie möglich, aufrechterhalten werden. Wenn zahlenmäßig etwas anderes geht, wird man in der CDU also entweder die FDP oder die Grünen präferieren, zumal man dann mit einem kleineren Partner mehr eigene Positionen durchsetzen und auch mehr Ministerposten mit eigenen Leuten besetzen kann.

Vierte Überlegung

Wenn es denn tatsächlich zahlenmäßig reichen sollte mit FDP oder den Grünen, wen wählt die Union dann wohl lieber als Koalitionspartner: die FDP oder die Grünen? FDP und Grüne sind derzeit etwa gleichstark, die FDP nur minimal stärker (ca. 0,5 bis 1 Prozent). Wenn CDU/CSU auf fast 40 Prozent oder sogar darüber kommen sollte, was zu befürchten ist, dann haben sie mit hoher Wahrscheinlichkeit freie Auswahl zwischen SPD, FDP und Grünen.

Die FDP wäre aus meiner Sicht sicherlich das kleinste Übel im Vergleich zur SPD und den Grünen, wenngleich auch die FDP nicht wirklich viel taugt. Diese wird – dankbar, dass sie überhaupt mitmachen darf – anfangs fast alles abnicken, was Merkel vorgibt. Insofern wäre die FDP zu Beginn zumindest ein bequemer Koalitionspartner. Langfristig wird Merkel der FDP aber eher weniger vertrauen. Dass der ehemalige Vizekanzler Philipp Rösler und die „Freien Demokraten“ sie damals düpiert und gegen ihren entschiedenen Willen Gauck als Bundespräsident durchgesetzt, sie regelrecht vorgeführt haben, hat sie nicht vergessen.

Außerdem gefällt ihr der Kurs der FDP weniger als der der Grünen. Letztere sind zwar nicht immer pflegeleicht, aber Merkel und auch Altmaier, Schäuble, Gröhe, Laschet, Strobl und andere CDU-ler können längst sehr gut mit den Grünen. Man versteht sich. Und schließlich hätte Merkel dann alle durch als Koalitionspartner: SPD, FDP und Grüne. Das Bündnis mit den Letztgenannten bereitet sie seit Jahren vor: völlig abrupter Ausstieg aus der Atomenergie von heute auf morgen mit Milliarden schweren Schäden für die Steuerzahler und Strombezieher, Aussetzung der Wehrpflicht, Einführung der Homo-Ehe und vieles andere mehr.

Fazit

Die Gefahr von Schwarz-Grün ist extrem hoch, wenn CDU/CSU knapp an oder sogar über 40 Prozent kommen. Ergo: Wer konservative Politik möchte, sollte auf keinen Fall CDU oder CSU wählen. Die Union wird ohnehin die nächste Regierung anführen. Je schwächer sie aber ist, desto geringer die Gefahr, dass Özdemir, Hofreiter, Simone Peter, Göring-Eckardt und Claudia Roth im nächsten Kabinett sitzen.

Meine Empfehlung

Meine Empfehlung für alle Konservativen (und auch Liberalen) lautet daher: AfD wählen. Die Alternative für Deutschland steht für Rechtsstaatlichkeit, für mehr direkte Demokratie, für echten, wehrhaften Liberalismus und vor allem für konservative Werte wie innere Sicherheit – das Schlüsselthema der nächsten Jahre! -, Familie und deren Förderung, solide Wirtschaftspolitik und vor allem für eine Politik primär für die deutschen Bürger und nicht primär für die EU, nicht primär für Ausländer und Immigranten und vor allem nicht für die Abschaffung Deutschlands und seiner Kultur.

Je stärker die AfD im nächsten Bundestag vertreten sein wird – drittstärkste Fraktion mit mindestens 10 Prozent wäre optimal -, desto mehr werden CDU/CSU konservative und solide, staatsbürgerfreundliche, sicherheits- und familienorientierte Politik machen müssen, aus Angst, ansonsten zukünftig noch viel mehr Wähler an die AfD zu verlieren.

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Dieser Artikel erschien in etwas kürzerer Fassung auch auf Philosophia perennis und auf jouwatch.

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Widerstand gegen die Widerwärtigkeit der Welt

Von Jürgen Fritz

Der Mensch bedarf in der Welt mit all ihren Widerwärtigkeiten des Trostes. Und er bedarf der Orientierung. Von wo sollten Trost und Orientierung aber kommen, wenn nicht von einem Höheren? Und was vermag der Künstler der Widerwärtigkeit der Welt entgegenzusetzen?

wikipedia

Frühe Neuzeit und Barock

Die Epoche zwischen Reformation und Aufklärung ist schwer einheitlich zu beschreiben. In diese Zeit fallen die Religionskriege, die europäisch-christliche Welteroberung (christliche Seefahrt), die Hexenverfolgung, aber auch die Kunstformen des Barock. Der Historiker nennt die Zeit nach dem späten Mittelalter, beginnend ab dem späten 14. bzw. ab dem 15. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution Frühe Neuzeit.

Diese bricht an oder wird vorbereitet mit der Renaissance zwischen 1350 und 1450. Die Wiederentdeckung der Antike und des Humanismus bildet geistig-kulturell den Anfang einer Zeitenwende. Es folgt ab 1517 bis 1648 (Westfälischer Friede) das Zeitalter der Reformation und der Glaubenskämpfe. Und darauf folgt das Zeitalter des Barock, welches oftmals mit dem Absolutismus einhergeht, und zugleich das Zeitalter des Rationalismus und der Aufklärung, die ab 1789 in die Französischen Revolution mündet, mit der die Neuere und Neueste Geschichte beginnt.

Doch wie können wir uns das Lebensgefühl der Menschen aus der Barockzeit vorstellen und was können wir daraus lernen? Was lässt sich aus der barocken Kunst ablesen? Betrachten wir dazu exemplarisch ein Bild eines herausragenden Malers der Barockzeit.

Der Inbegriff barocker Üppigkeit: Peter Paul Rubens

Peter Paul Rubens wurde 1577 in Siegen geboren. Seine Familie geriet im 16. Jahrhundert in die Wirren der Konfessionsstreitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten (Lutheraner, Calvinisten, Anhänger Zwinglis …). Sein Vater wurde als Calvinist bezichtigt und musste Antwerpen verlassen. So kam es, dass der „katholische“ Rubens im reformierten Siegen geboren wurde.

Rubens gilt bis heute als der Inbegriff barocker Üppigkeit. Die christlichen Inhalte seiner Bilder sind seit der Aufklärung immer mehr in den Hintergrund getreten. Lange betrachtete man sie allein unter ästhetischen Gesichtspunkten wie Farbgebung und Bildkomposition, doch stellt sich die Frage, ob sein Werk so angemessen erfasst werden kann.

Rubens studierte in Rom die Antike mit den Augen Raffaels und Michelangelos. Dabei entwickelte er aber seinen eigenen Stil, der den Nerv der Zeit traf, wie kaum ein anderer. Weshalb? Weil er das Lebensgefühl der Menschen aufgriff und verbildlichte. Rubens‘ Affektsprache des Barock ist hierbei auch eine Form religiöser Gegenwartsverarbeitung.

Trost mitten in der Sinnlosigkeit des Mordens

Der Bethlehemitische Kindermord – siehe Bild oben, zu sehen in der Alten Pinakothek in München – verdeutlicht die religiösen Züge in Rubens‘ Barockmalerei besonders anschaulich. Das Spätwerk bildet die Gräuel der Zeit ab, dem Morden eines Krieges, in welchem Schergen selbst kleine Kinder abschlachten. Wer würde hier nicht an die Gräueltaten der radikalmuslimischen Dschihadisten des Islamischen Staates denken, die selbst Babys massakrieren? Die Klage schreit in Rubens‘ Gemälde zum Himmel. Und doch erscheinen dem Kind, das am linken Bildrand brutal abgestochen wird, Engel im Himmel. Und was machen diese? Sie streuen Blumen herab. Was für eine Ungeheuerlichkeit!

Rubens‘ Zeitgenossen wussten aus eigener Anschauung, was es mit den Gräueln und dem Morden eines Krieges auf sich hat. Doch was macht Rubens? Was setzt er dem entgegen? Mit den Engeln im Himmel, die Blumen streuen, macht Rubens etwas Ungeheuerliches: er malt Trost in die Sinnlosigkeit des Mordens hinein. Dass der Mensch des Trostes bedarf, erscheint unbestritten. Für den Ein-Gott-Gläubigen besteht dieser Trost zumeist in der Vorstellung eines Himmels oder Paradieses mit einem personenhaften Wesen, welches das Gute und Gütige symbolisiert, eine Art Vater- oder Übervaterfigur, die als Beschützer assoziiert wird, zu dem man eines Tages heimzukehren hofft.

Platons Idee des Guten

Platonisch-philosophisch gewendet würde man hier nicht von einem Gott, sondern von der Idee des Guten sprechen, die nicht nur eine Idee von Wesen darstellt, die Ideen in ihrem subjektiven Geist herstellen können, die es zuvor gar nicht gab, sondern eine Idee ganz anderer Art. In Platons Weltbild gibt es objektive Ideen, die einen eigenständigen, von jeglichem subjektiven Geist losgelösten ontologischen (seinsmäßigen) Status haben, die also völlig losgelöst sind von uns Sterblichen, die wir aber erkennen können, zu denen wir einen Zugang haben.

Und diese objektiven Ideen, die einen eigenständige ontologische Realität aufweisen, haben sogar einen höheren Rang als die empirisch erfahrbare, die direkt mit den Sinnen wahrnehmbare Welt. Die objektiven Ideen waren, so Platons Vorstellung, vor dieser sinnlich erfahrbaren, sich stets wandelnden und vergänglichen Welt schon da. Der objektive Geist hat mithin auch einen zeitlichen Vorrang vor der Materie und natürlich vor dem subjektiven Geist.

Diese platonischen Ideen waren aber nicht nur vor der direkt wahrnehmbaren Welt da, sind sind, so Platons Lehre, unvergänglich und ewiglich. Und der Mensch hat – in welcher Form auch immer, sei es rein über seine Ratio oder auch über seine Intuition – einen Zugang zu dieser anderen Seins-Sphäre. Dies könnte man ebenfalls als eine Art der Religiosität bezeichnen, die nicht unbedingt der personenhaften Götter bedarf. Doch zurück zu Rubens Bethlehemitischem Kindermord.

Widerstand gegen die Widerwärtigkeit der Welt

Der Mensch bedarf des Trostes und noch mehr als das. Er bedarf der Orientierung. Und diese kann nur von einem Höheren kommen, von etwas aus einer anderen Sphäre, von etwas, das einen anderen ontologischen Rang hat. Ein zentrales Kennzeichen des Barock war, dass die Menschen in all dem Elend, dem sie ausgesetzt waren – Stichwort: Religionskriege und der alles verwüstende Dreißigjährige Krieg (1618–1648) – diesen Trost und die Orientierung nicht ganz verloren. Im Gegenteil, sie fanden dies gerade in der Religion. Und Rubens brachte dies auf die Leinwand. Ob seine Zeitgenossen den tieferen Sinn akzeptierten oder nicht, der Maler leistete mit seiner Kunst etwas, was gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, etwas, dessen wir alle bedürfen: er leistete Widerstand gegen die Widerwärtigkeit der Welt.

Solchen Widerstand zu leisten, ist im Grunde die Aufgabe eines jeden. Das aber setzt voraus, das Böse zu erkennen, was wiederum die Erkenntnis des Guten voraussetzt. Somit sind wir wieder bei Platons Idee des Guten, die über allem steht und derer wir mehr bedürfen als aller anderer Ideen. Worin die Widerwärtigkeit der Welt genau besteht, darüber gab und gibt es auf Grund der fehlenden Orientierung an der Idee des Guten viele Irrungen und Wirrungen bis hinein in unsere Tage. Eine der größten Irrungen finden wir bei dem bösen Linken, dem ich mich im nächsten Artikel widmen werde.

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Literaturempfehlung: Jörg Lauster, Die Verzauberung der Welt – Eine Kulturgeschichte des Christentums, C.H. Beck

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Bild: Peter Paul Rubens [Public domain], via Wikimedia Commons

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