Die BRD darf die AfD nicht mehr als „rechtsextrem“ bezeichnen

Von Jürgen Fritz

Ab jetzt könnte es für die Bundesrepublik Deutschland teuer werden, wenn die Kanzlerin, ein Bundesminister oder irgendeine Bundesbehörde die AfD nochmals als „rechtsextrem“ tituliert. Das BKA erhält eine Abmahnung und die BRD unterwirft sich mit strafbewehrter Unterlassungserklärung.

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Der Umgang der „Etablierten“ mit der AfD

Dass die sogenannten „etablierten Parteien“ einen etwas bedenklichen Umgang mit der Alternative für Deutschland pflegen, um es vorsichtig zu formulieren, ist den meisten längst aufgefallen. Selbst bei staatlichen Behörden, die nicht selten tief von Anhängern jener Parteien durchdrungen sind (Stichwort: Parteiokratur) findet man dieses Phänomen bisweilen. Damit könnte jetzt zumindest zum Teil Schluss sein, wie die Anwaltskanzlei HÖCKER berichtet. Um was geht es?

BKA suggerierte, die AfD sei rechtsextrem

Das Bundeskriminalamt (BKA) als Behörde der Bundesrepublik Deutschland hatte auf Twitter eine Stellenanzeige für einen Sachbearbeiter zur Internetauswertung im Bereich Rechtsextremismus veröffentlicht. Diese Stellenanzeige hat das BKA mit dem Twitter-Account der AfD bebildert. Damit wurde auf subtile Art suggeriert, dass es sich bei der AfD um eine rechtsextreme Partei handeln würde.

Obwohl die Stellenanzeige auf Twitter umgehend von mehreren Nutzern als Verstoß gegen die Neutralitätspflicht des Staates kritisiert wurde, weigerte sich das BKA die Stellenanzeige aus dem Netz zu nehmen. Hierauf hat die AfD die Kanzlei HÖCKER beauftragt, in der Sache tätig zu werden.

Abmahnung für das BKA

Das Bundeskriminalamt wurde mit einer Abmahnung darauf hingewiesen, dass die Bundesrepublik Deutschland und ihre Behörden gegenüber politischen Parteien zu einer strikten politischen Neutralität verpflichtet sind und die beanstandete Anzeige gegen die Verpflichtung zur politischen Neutralität verstößt. Daraufhin erst hat das BKA die Stellenanzeige endlich gelöscht.

Die Bundesrepublik unterwirft sich mit strafbewehrter Unterlassungserklärung

Die Bundesrepublik Deutschland als verantwortlicher Rechtsträger des Bundeskriminalamts hat sich zudem gegenüber der AfD verpflichtet, die beanstandete Veröffentlichung der AfD als Beispiel für Rechtsextremismus künftig auch durch Dritte zu unterlassen. Bei Meldung wird für jeden Fall der Zuwiderhandlung die Zahlung einer Vertragsstrafe an die AfD fällig. Auch hierzu hat sich die Bundesrepublik vertraglich verpflichtet.

Die AfD hat somit erfolgreich Unterlassungsansprüche gegen die Bundesrepublik Deutschland durchgesetzt und die Bundesrepublik Deutschland unterwirft sich mit strafbewehrter Unterlassungserklärung.

Rechtsanwalt Dr. Carsten Brennecke dazu

Vertraglicher Unterlassungsschuldner ist die Bundesrepublik Deutschland. Weder die Kanzlerin, noch ihre Minister oder die Bundesbehörden dürfen die AfD als rechtsextrem benennen, egal ob in Stellenanzeigen oder anderswo. Die Bundesrepublik muss sicherstellen, dass alle Bundesbehörden hierüber offiziell informiert werden, damit es zu keinen weiteren Rechtsverletzungen kommt. Anderenfalls wird eine Vertragsstrafe fällig.“

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Dieser Artikel erschien auch auf Epoch Times (zweitmeist gelesener Artikel des Tages).

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Bild: By Icaf [Public domain], via Wikimedia Commons

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AfD steigt bei Forsa, Civey und Insa – SPD und Linke verzeichnen Einbußen

Von Jürgen Fritz

Die Bilder rund um den G20-Gipfel in Hamburg haben nicht wenige Menschen tief erschüttert, zeigen sie doch, was in unserem Land schon länger schief läuft. Hier erste Indizien, wie sich dies auf das Wahlverhalten der Deutschen auswirkt.

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Wie wirken sich die Bilder aus Hamburg auf das Wahlverhalten der Deutschen aus?

Auch wenn die erschreckenden Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg nur zum geringen Teil in die jetzt veröffentlichten neuen Umfrageergebnisse eingeflossen sind, lässt sich bereits erkennen, wer unter diesen Ereignissen am meisten leiden dürfte. Gesten und heute erschienen die Umfragen von Forsa, Civey und INSA. Obschon die Befragungen teilweise noch vor dem G20-Gipfel durchgeführt wurden, lassen sich bereits erste Auswirkungen ablesen.

SPD fällt bei Forsa auf neues Fünfmonatstief

Die CDU verliert bei Civey 0,1 und bei INSA 0,5 Punkte. Insgesamt also sehr wenig. Mehr verliert dagegen die Linkspartei (SED-Nachfolgerin), nämlich bei Civey 0,2 und bei INSA sogar einen ganzen Punkt. Noch mehr aber verliert die SPD, bei Forsa einen und bei Civey 0,9 Punkte. Bei Forsa erreicht sie mit jetzt nur noch 22 Prozent den niedrigsten Wert seit Ende Januar. Bei den Grünen sehen wir keine Veränderung. Minimal zulegen kann die FDP, das aber nur bei Civey um 0,6 Punkte.

AfD ist die Partei der Stunde

Der große Gewinner der letzen ein, zwei Wochen ist dagegen die AfD, die als Einzige bei allen drei Instituten zulegen kann. Bei Forsa einen ganzen, bei Civey 0,7 und bei INSA 0,5 Punkte, wo sie jetzt erstmals bei einem Institut wieder einen Wert von über 9 Prozent erzielt, nämlich 9,5. Im Wahl-O-Matrix-Durchschnitt aller Umfragen der letzten vier Wochen steigt die AfD damit wieder über 8 Prozent, Tendenz weiter steigend.

Wenn jetzt Bundestagswahlen wären

Wären am kommenden Sonntag Bundestagswahlen, dann kämen die Parteien, wenn wir die Umfragen der letzten vier Wochen zu Grunde legen, auf folgende Stimmanteile:

  1. CDU/CSU: 36 – 40 %
  2. SPD: 22 – 25 %
  3. Linke: 8 – 9,5 %
  4. FDP: 8 – 9 %
  5. AfD: 7 – 9,5 %
  6. Grüne: 6,5 – 9 %
  7. Sonstige: 3 – 6 %

Die Durchschnittswerte betragen:

2017-07-12

Wohin zeigt der Trend?

Es ist zu vermuten, dass bei den ausstehenden Umfragen von Allensbach, Ipsos, Yougov, GMS, Emnid, Infratest dimap und Forschungsgruppe Wahlen der Abwärtstrend von SPD und der Linkspartei sich bestätigen und verstärken wird. Umgekehrt deutet alles darauf hin, dass trotz gezieltem Boykott und höchst manipulativer Berichterstattung der Kartellmedien („Lügenpresse“) der Aufwärtstrend der AfD sich weiter verstärken dürfte, da immer mehr Menschen erkennen werden, dass die innere Sicherheit das Schlüsselthema der kommenden Monate und Jahre sein wird und die AfD in diesem Bereich allen anderen, denen es hier an jeglicher Glaubwürdigkeit mangelt, um Lichtjahre voraus ist.

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Bild: © AfD – Grafik: © Jürgen Fritz

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Sind die Deutschen unfähig zu grundlegenden Veränderungen?

Von Jürgen Fritz

Elf Wochen bis zur Bundestagswahl und der Eindruck verdichtet sich immer mehr: die Deutschen werden fast genauso wählen wie beim letzten Mal. Ist dieses Volk dank permanenter Indoktrination und innerer Schwachheit unfähig, grundlegende Veränderungen herbeizuführen und sein eigenes Überleben zu sichern?

Die Qual der Wahl

Hamburg brennt

Linksextremistische Terroristen (der „schwarze Block“) verwüsten ganze Straßenzüge. Autos brennen, hunderte verletzter Polizisten (fast 500), Geschäfte werden geplündert. Auf den Straßen werden Barrikaden errichtet und angezündet. Linksextremisten gehen mit Eisenstangen auf Polizisten los, schmeißen riesige Pflastersteine und schießen mit speziellen Wurfgeschossen gezielt auf Polizisten. „Unsere Einsatzkräfte, auch aus Bayern, mussten um Leib und Leben fürchten“, hieß es. Mitten in Deutschland bilden sich über Stunden, ja halbe Nächte rechtsfreie Räume. Hamburg brennt.

Die schlimmsten Ausschreitungen gab es hierbei in Altona, speziell im Stadtviertel Sternschanze, das vollkommen links-grün dominiert ist. Bei der letzten Bürgerschaftswahl vor zwei Jahren kamen Linke, Grüne und SPD in der Sternschanze (siehe Seite 20) zusammen auf  fast 83 Prozent der Stimmen.

  1. Linke: 29,1 %
  2. Grüne: 27,0 %
  3. SPD: 26,6 %
  4. FDP: 3,6 %
  5. CDU: 2,9 %
  6. AfD: 1,3 %
  7. Sonstige: 9,5 %

Noch Fragen, von wo die größte Ablehnung des freiheitlichen Rechtsstaates und die meiste Gewalt droht?

Schweden bald Dritte-Welt-Land

Rechtsfreie Räume haben sich schon lange in Schweden gebildet, wo der schwedische Polizeichef Ende Juni die Bevölkerung öffentlich um Hilfe bat, denn „Die Polizei ist nicht mehr fähig, die Einhaltung der Gesetze sicherzustellen“. Das schwedische Modell der Integration von Flüchtlingen sei gescheitert, die Polizei nicht mehr fähig, die Gesetze durchzusetzen: „In Teilen von Stockholm herrscht Gesetzlosigkeit (…) Das Rechtssystem, das eine Säule jeder demokratischen Gesellschaft ist, bricht in Schweden zusammen“, so der schwedische Polizeichef weiter.

In 23 der mittlerweile 61 No-Go-Areas sind die Probleme so gravierend, dass weder Polizei noch Feuerwehr sich imstande fühlen, die Gesetze durchzusetzen. Die UN geht davon aus, dass Schweden, welches noch mehr sozialdemokratisiert ist als Deutschland und bezogen auf die Größe des Landes noch mehr kulturfremde Immigranten aufgenommen hat, bereits in 13 Jahren ein Dritte-Welt-Land sein wird.

Deutschland wird mit Kulturfremden geflutet, Verbrechen und Terror explodieren

In ganz Europa sehen wir seit Monaten und Jahren einen Terroranschlag nach dem anderen. Auch in Deutschland steigt die Anzahl der Verbrechen rapide. Menschen fühlen sich in der Öffentlichkeit zunehmend weniger sicher. Griechenland steht erneut vor dem Staatsbankrott. Der Euro droht völlig einzubrechen. Großbritannien, der nach Deutschland größte Nettozahler, ist aus der EU ausgetreten. Die Altersarmut in Deutschland steigt. Was vor wenigen Jahrzehnten völlig unvorstellbar gewesen wäre: Deutschland hat inzwischen über zehn Millionen Ausländer im Land. Der Anteil der direkten und indirekten Immigranten („Personen mit Migrationshintergrund“) beträgt längst über 20 Prozent: 17 bis 18 Millionen (wenn nicht schon mehr) auf 64 Millionen Ursprungsdeutsche (Verhältnis ca. 1 zu 3,5).

Und der Anteil kulturfremder Immigranten steigt und steigt immer weiter und mit ihm die Anzahl der Vergewaltigungen, sogar von 80-, 90-jährigen Frauen. Ebenso steigt die Anzahl von unvorstellbar grausamen Verbrechen, die wir noch vor Jahren so nicht kannten. Frauen werden an die Anhängerkupplung gebunden und hinterm Autor durch die Straßen geschleift. Oder sie werden lebendig verbrannt. Kehlen werden durchgeschnitten, Köpfe bei lebendigem Leib abgetrennt usw. usf. All das mitten in Deutschland im Jahre 2017 (!). Und fast immer wird von den M-Medien versucht zu vertuschen, dass es sich bei den Tätern um Ausländer bzw. Immigranten handelt.

Sukzessive Abschaffung der Grundrechte

Italien und Frankreich steuern wie Griechenland auf den Staatsbankrott zu. In Deutschland droht in wenigen Jahrzehnten Millionen von Rentnern die Altersarmut. Die Massenmedien (ARD, ZDF, 3Sat, Arte, Bild, Süddeutsche Zeitung, FAZ, Welt, Die Zeit, Spiegel, Stern,  TAZ …) lügen, verdrehen, lassen aus, verzerren, manipulieren, dass sich die Balken biegen. Die letzte freie Bastion der Meinungs- und Informationsfreiheit, das Internet wird zunehmend über private Firmen, die von der Bundesregierung dazu gezwungen werden, zensiert. Die Rede- und Informationsfreiheit, die Basis einer jeden Demokratie, sind schon jetzt nicht mehr voll gewährleistet.

Wir steuern in einen neuen Totalitarismus

Klammheimlich verabschiedet der Deutsche Bundestag nun auch noch das offensichtlich verfassungswidrige Netzwerkdurchsetzungsgesetz (Meinungszensurgesetz) und ermächtigt die Regierung, sogenannte Staatstrojaner auf den Computern und Smartphones der Bevölkerung zu installieren. All das bleibt von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung, der mit „Ehe für alle“ abgelenkt wird, nahezu unbemerkt. Und die durch und durch verlogenen M-Medien sind die ersten, die dabei behilflich sind, die Aufmerksamkeit gezielt zu anderen Themen hinzulenken. Nahezu allen wirkmächtigen Regime- und vor allem Islamkritikern werden die digitalen Stimmbänder förmlich herausgeschnitten. Die Grund- und Bürgerrechte werden sukzessive immer weiter ausgehöhlt und beschnitten.

Wir steuern schnurgerade in einen neuen Totalitarismus, der alles in den Schatten stellen wird, was die Welt jemals gesehen hat. Und was machen die Deutschen, die regelmäßig die Möglichkeit haben, durch ein entsprechendes Votum bei Wahlen Veränderungen herbeizuführen? Sie wählen im Grunde wie immer. Zumindest über 90 Prozent von ihnen. Wie ist das zu erklären? Doch schauen wir uns zunächst die aktuellen, erschreckenden Zahlen an.

Wenn heute Bundestagswahlen wären

Wären heute Bundestagswahlen, dann kämen die Parteien, wenn wir die Umfragen der letzten vier Wochen von Civey (Spiegel online), Emnid (Bild am Sonntag), Forsa (RTL/Stern), Forschungsgruppe Wahlen (ZDF), GMS, Infratest dimap (ARD), INSA (Bild), Ipsos und YouGov zu Grunde legen, etwa auf folgende Stimmanteile:

  1. CDU/CSU: 36,5 – 40 %
  2. SPD: 23 – 25,2 %
  3. Linke: 8 – 10,5 %
  4. FDP: 7 – 9 %
  5. AfD: 7 – 9 %
  6. Grüne: 6,5 – 9 %
  7. Sonstige: 3 – 5 %

Die gewichteten Durchschnittswerte betragen (die letzte Allensbach-Umfrage von Anfang Juni fiel aus der Wertung, da über vier Wochen alt):

2017-07-09

Kaum Veränderungen zu 2013

Das Erschreckende dabei: Es gibt nur minimale Veränderungen zu 2013. Keine einzige Partei gewinnt oder verliert mehr als 3 bis 3,5 Prozent.

  1. FDP: + 3,5 %
  2. AfD: + 3,2 %
  3. Die Linke: + 0,4 %
  4. Grüne: – 0,7 %
  5. SPD: – 1,4 %
  6. Sonstige: – 2,0 %
  7. CDU/CSU: – 2,9 %

2017-07-09-G-V

Mögliche Koalitionen: Groko oder Jamaika

Auf Grund der ca. 4 Prozent für sonstige Parteien, die die Fünf-Prozent-Hürde nicht überschreiten werden, werden nicht 50, sondern nur ca. 48 Prozent der abgegebenen gültigen Zweitstimmen notwendig sein, um eine Mehrheit der Sitze im Deutschen Bundestag zu erhalten. Im Moment ergäben sich damit folgende realistische Koalitionsmöglichkeiten:

  1. eine große Koalition (GroKo) aus CDU/CSU + SPD unter Merkel: 63 %
  2. eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU + FDP + Grüne unter Merkel: knapp 55 %
  3. Schwarz-Gelb (CDU/CSU + FDP) unter Merkel: 47 %
  4. Schwarz-Grün (CDU/CSU + Grüne) unter Merkel: 46 – 47 %
  5. Rot–Rot–Grün (SPD + Die Linke + Grüne) unter Schulz:  41 %
  6. eine Ampel-Koalition aus SPD + FDP + Grüne unter Schulz: ca. 40 %
  7. Rot–Grün (SPD + Grüne) unter Schulz: 32 %

Eine Mehrheit hätte damit aktuell weiterhin nur eine weitere GroKo oder eine Jamaika-Koalition, beides unter Angela Merkel. Im letztgenannten Fall wären dann die Grünen sogar in der Bundesregierung, womit wir vom schweren Regen in die Traufe gerieten. Die einzigen weiteren Kombinationen, die zumindest in die Nähe der 48 Prozent kämen, sind Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün (noch schlimmer), auch diese beide wiederum mit einer Kanzlerin Merkel.

Was ist nur los mit den Deutschen?

Martin Schulz und die SPD sind also von einer eigenen Kanzlerschaft derzeit Lichtjahre entfernt. Die Mehrheit der Deutschen hat zumindest verstanden, dass unter einem Kanzler Schulz alles noch schlimmer würde.

Zugleich ist die Mehrheit aber offensichtlich nicht fähig, die derzeitige Regime-Chefin abzuwählen, obschon diese all das eingangs angeführte Elend, die Zerstörung des freiheitlichen Rechtsstaates, die Unterminierung der Grund- und Bürgerrechte, die Massenflutung mit Kulturfremden, die explodierenden Verbrechens- und Terrorakte maßgeblich mit zu verantworten hat. Somit stellt sich die Frage: Was ist nur los mit den Deutschen? Warum sind diese nicht fähig, grundlegende Reformen durchzuführen? Wieso kann dieses Volk sich nicht vor dem eigenen Untergang schützen? Vielleicht weil es sich mehrheitlich sogar nach diesem sehnt?

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Dieser Artikel erschien auch auf jouwatch.

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Grafiken: (c) Jürgen Fritz

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Dritte Facebook-Sperre für Jürgen Fritz innerhalb von zwei Monaten

Von Jürgen Fritz

Facebook, der dazu gezwungene Zensur-Erfüllungsgehilfe der Bundesregierung, sperrt Jürgen Fritz zum dritten Male. Wiederum vertrags- und rechtswidrig!

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Dritte vertrags- und rechtswidrige Sperrung

Keine vier Wochen sind vergangen seit der letzten willkürlichen Sperrung. Am 11. Mai (zufälligerweise drei Tage vor der immens wichtigen NRW-Wahl) wurde mein Konto das erste Mal gesperrt und zwar für einen Tag. Dann am 12. Juni für drei Tage. Und jetzt am 7. Juli (zufälligerweise unmittelbar vor Beginn des G20-Gipfels in Hamburg) für sieben Tage. Die Gründe wie immer lächerlich. Jedes Mal handelt es sich um klare Nutzungsvertragsbrüche seitens Facebooks. Aber ich werde auch dieses Mal nicht juristisch dagegen vorgehen. Warum nicht? Weil es nicht lohnt. Ein Anwalt kostet eine hohe dreistellige Summe. Mindestens. Das ist mehr als ich mit meinem Blog im Monat einnehme.

Und der Erfolg besteht dann bestenfalls darin, dass Facebook gezwungen wird, die Sperre früher wieder aufzuheben. Facebook muss aber keine Vertragsstrafe zahlen und ein finanzieller Schaden meinerseits ist nicht nachweisbar, so dass Facebook auch keine Entschädigung zahlen muss. Das heißt, Facebook geht keinerlei Risiko ein, wenn es vertragswidrig löscht und sperrt. Damit sind der vollkommenen Willkür Tür und Tor geöffnet und das nutzt unsere Bundesregierung, die Facebook zum Löschen und Sperren nötigt, gnadenlos aus.

Mein letztes Posting

Mein letztes Posting von gestern Abend lautete fast schon prophetisch wie folgt:

„Ihr Lieben, wahrscheinlich hat es ja gar keinen Sinn mehr, noch darüber zu schreiben. Die einen wissen es schon, denen braucht man es nicht mehr zu sagen, die anderen glauben es eh nicht, egal was man sagt. Gleichwohl doch nochmal: Wir schlittern in den größten Totalitarismus, den die Welt jemals gesehen hat. Dieser neue Totalitarismus wird alles in den Schatten stellen, was es jemals gab. Alles! Und über 90 Prozent der Wähler, werden genau die Parteien auch noch wählen, die sie vollkommen entmachten, kontrollieren und beherrschen, ihnen absolut alles vorschreiben werden bis hin zu den Gedanken und worüber gelacht werden darf und worüber nicht. Wer die Möglichkeit hat auszuwandern, sollte das vielleicht ins Auge fassen. Diese Leute werden sich über alle Widerstände hinwegsetzen. Über alle! Und sie werden dabei lächeln.“

Warum man mich dieses Mal meinte, sperren zu müssen

Anlass für diese dritte Sperre innerhalb von weniger als zwei Monaten war folgendes Posting, welches ich vor einigen Tagen einstellte und welches ich schon lange aus meinem Chronikverlauf (Timeline) herausgenommen hatte.

Ohrfeige (2)

Der Link geht zu einem Artikel auf annaschublog, den zig andere Personen ebenfalls eingestellt haben und in welchem darüber berichtet wird, wie im islamischen Indien eine geistig behinderte Frau von einem muslimischem, männlichen Mob  entblößt, rasiert und getötet wird. Es wird geschildert, wie diese arme Frau, nur weil irgendjemand behauptete, sie wäre ins Dorf gekommen, um Kinder zu stehlen, wofür es keinerlei Anhaltspunkte gab, auf absolut entwürdigende Weise zuerst an einen Traktor festgebunden, dann von dem Mob zur Schau gestellt über über Stunden so gequält wurde, dass sie ihren Verletzungen erlag. Die Polizei ermittelte in dem Fall, nahm aber keine einzige Person fest.

In meinem Posting wird das Wort „Islam“ von mir übrigens überhaupt nicht benutzt. Offenbar reichte schon, dass ich einen Link einstellte, in dem das Wort vorkam, wenngleich viele andere Personen (es waren zig, wenn nicht hunderte) ebenfalls zu diesem Artikel verlinkten. Das zeigt einmal mehr die vollkommene Willkür, wie hier verfahren wird. Diese dürfte darauf zurückzuführen sein, dass es Gruppen von Personen gibt, die gezielt versuchen, einzelne andere auszuschalten, die sie mit aller Macht und mit allen Mitteln aus dem öffentlichen Dialog eliminieren wollen.

Warum diese Sperre eine Ungeheuerlichkeit darstellt

Die Aussage meines Postings war eine zweifache. Erstens brachte ich zum Ausdruck, dass die Menschen bezogen auf ihr Sein natürlich nicht gleich sind, nicht einmal eineiige Zwillinge. Dies erläuterte ich im Kommentarbereich umfangreich. Ich gab ganz dezidiert an, worauf der Gleichheitsgrundsatz sich bezieht: a) auf die Gleichheit vor dem Gesetz (Art. 3 GG), womit gemeint ist, dass niemand z.B. wegen seines Geschlechts oder seiner Hautfarbe benachteiligt werden darf. b) Auf die Menschenwürde (Art. 1 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“). Anschließend habe ich den Menschenwürdebegriff, einer der schwierigsten, die es gibt, der weitgehend unverstanden ist, umfangreich erläutert.

Die zweite Aussage meines Postings war, dass es einer Ungeheuerlichkeit gleichkommt, einen zivilisierten Menschen mit diesem Mob gleichzusetzen, der diese geistig behinderte Frau, die nichts getan hatte, rein gar nichts, stundenlang öffentlich im Dorf zu Tode quälte und sich daran auch noch ergötzte. Ich brachte lediglich zum Ausdruck, dass mein erster Impuls, wenn jemand mich mit diesen Leuten auf eine Stufe stellt, der sei, ihm eine Ohrfeige verpassen zu wollen, die er niemals wieder vergisst. Ich habe nicht geschrieben, dass ich dies tun würde. Es gibt so etwas wie eine Impulskontrolle, die bei halbwegs gesunden Menschen normalerweise auch funktioniert, so auch bei mir. Schon gar nicht habe ich dazu aufgerufen, andere die völlig undifferenziert und ohne Angabe des Bezugspunktes von allgemeiner „Gleichheit der Menschen“ schwafeln, zu schlagen. Ich sprach nur über meinen ersten inneren Impuls in einer ganz konkreten Situation, sprich über mein eigenes Innenleben. Sonst nichts!

Insofern kommt auch diese dritte Sperre einer Ungeheuerlichkeit gleich, da es offenbar rechtswidrig sanktioniert wird, wenn jemand über das spricht, was in ihm vorgeht, wenn er liest, wie hier die Menschenwürde dieser armen Frau aufs Gröbste verletzt und diese von einer riesigen Menge an Personen so brutal malträtiert wurde, dass sie daran starb.

Sperre für eine Woche

7 Tage gesperrt (2)

Wie immer gilt, dass ich mich noch einloggen und lesen kann, aber nichts einstellen, nichts kommentieren, nichts liken, nichts teilen, auch keine persönlichen Nachrichten beantworten usw.

Was die Dauer der Sperrungen anbelangt, ist ein klares Steigerungsprinzip zu erkennen: ein Tag, drei Tage, sieben Tage. Das nächste Mal dann wahrscheinlich 30 Tage und ich muss wohl damit rechnen, dass mein Konto auf Dauer vollkommen gesperrt werden wird. Dies zu verhindern, dürfte schwer möglich sein, da ja die Sperrungen immer rechtswidrig waren. Woher soll man wissen, wann der Vertragspartner das nächste Mal den Nutzungsvertrag nach Belieben brechen wird und aus welchem Grund. Hier ist eine vollkommene Willkür gegeben. Bei einer Totalsperrung würde ich mir vorbehalten, dagegen rechtlich vorzugehen.

Das Problem ist aber, dass die Feinde der Demokratie, die Feinde des freiheitlichen Rechtsstaates, die Feinde der Aufklärung und der Grund- und Bürgerrechte am längeren Hebel sitzen. Sie haben sämtliche Schaltstellen der Macht – Legislative, Exekutive, Judikative, Massenmedien, ja sogar Schulen, Hochschulen, Kirchen etc. – weitgehend unter ihre Kontrolle gebracht und arbeiten gezielt am Abbau sämtlicher Freiheits- und Bürgerrechte. Sogar US-amerikanische Privatfirmen wie Facebook und Twitter werden so massiv unter Druck gesetzt, dass sie zum Erfüllungsgehilfen der Zensur werden und alle wirkmächtigen Regime- und Islamkritiker im Auftrag der Regierung ausschalten und aus jedem öffentlichen Dialog verbannen.

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Dieser Artikel erschien auch auf Epoch Times. Außerdem berichtet prikk.world über diese rechtswidrige Zensur.

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Der Tanz auf dem schmalen Grat des Glücks

Von Jürgen Fritz

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut. – Thukydides

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Der schmale Grat des Glücks

Überhaupt gibt es viel mehr Möglichkeiten und Gründe, unglücklich zu sein als glücklich. Ja, es scheint fast so, dass wir einem Seiltänzer auf schmalem Seile gleichen, der so viele Möglichkeiten hat, den nächsten Schritt daneben zu setzen, während es derer nur wenige gibt, sich auf dem Seil zu halten. Und so verwundert es nicht, dass wir immer wieder Momente des Unglücks erleben, gleichsam herabstürzen.

Die Kunst des Balancierens

Und doch ist das einzig Vernünftige, immer wieder versuchen, auf dem Seil zu balancieren, und mit der Zeit eine gewisse Virtuosität zu entwickeln, die es uns sogar erlaubt, hin und wieder, in besonderen Momenten auf dem Seil zu tanzen und uns daran über alle Maßen zu erfreuen, wissend, dass der nächste Sturz ganz sicher kommen wird, zugleich aber darauf vertrauend, dass noch viele wundervolle Tänze unserer erwartig sind, die von uns getanzt werden wollen und die kein anderer für uns übernehmen kann, die nur auf uns warten. Let’s dance.

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Bild: © von Wiros from Barcelona, Spain [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)%5D, via Wikimedia Commons

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Was nun, Herr Augstein? – Unfassbare Fakten über Homo-Paare

Von Jürgen Fritz

Große Aufregung in der Medienlandschaft. Weil die FAZ einen kritischen Beitrag zur Homo-Ehe veröffentlichte, steht sie nun am Pranger. Obschon niemand genau weiß, wer der Autor des Artikels ist, hat man die Hexenjagd nun einfach schon mal auf einen eröffnet, dem man solch einen Text zutraut: David Berger. Und natürlich hat sich auch umgehend ein Großinquisitor eingefunden. Wer wäre hierfür besser geeignet als Jakob Augstein?

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Das blaue Sofa / Club Bertelsmann / , via Wikimedia Commons

Am 30. Juni veröffentlichte die FAZ einen Artikel unter dem Titel Fremde Federn: Johannes Gabriel -Wir verraten alles, was wir sind, der für einiges Aufsehen sorgte. Zeitgleich erschien derselbe Artikel auch auf David Bergers vielgelesenem Internetblog Philosophia perennis (fast zwei Millionen Leser/Seitenaufrufe pro Monat) unter dem Titel ‘Regenbogenfamilien‘: Der Mensch ist kein Spielzeug.

Der Meinungs-Hegemon mag es nicht, wenn sich jemand aus dem von ihm vorgegebenen Korridor heraus bewegt

Da der Artikel einige sehr kritische Bemerkungen zum Thema Homo-Ehe enthielt, diese in einen größeren Kontext stellte, was sehr vielen überhaupt nicht behagte, brach ein heftiger Shitstorm vor allem über die FAZ herein, weniger bis gar nicht über Philosophia perennis. Diejenigen, die solches initiieren, wissen offensichtlich, wo sie ansetzen müssen, wo die Hebelwirkung am größten ist respektive wer sich am ehesten einschüchtern lässt.

Der ein oder andere mag an die Aktion Anfang Januar erinnert sein, als Tichys Einblick einen Artikel von mir publizierte und Roland Tichy dann heftige Reaktionen erntete, inklusive der Androhung einer Kündigungswelle bei Xing, wo Tichy damals noch als Herausgeber von Xing News tätig war. Zwei Tage später nahm er meinen Artikel vom Netz und entschuldigte sich, was ihm aber keine Linderung des Sturms einbrachte, sondern erstmal eine Verstärkung desselben bis hin zu Morddrohungen. Ähnlich also auch hier. Der Druck richtet sich vor allem gegen die FAZ, wie sie es wagen könnte, so einen Artikel zu publizieren, der sich außerhalb des Korridors bewegt, der vom Meinungs-Hegemon vorgegeben ist.

Was, wenn wir Augstein nicht hätten?

Und einer, der unbedingt zum Meinungs-Hegemon dazu gehören möchte – womöglich gibt es nichts auf der Welt, was er lieber wollte als das -, durfte da natürlich nicht fehlen. Wenn es erlaubt ist, auf jemanden straffrei einzuknüppeln, wollen natürlich viele mit dabei sein. Und wenn es gegen die FAZ geht, darf unser spezieller Freund Jakob Augstein natürlich nicht fehlen.

Also veröffentlichte er gestern in seiner Spiegel Online-Kolumne – wie hat er die eigentlich bekommen?, ach ja, da war doch was – einen, ich weiß gar nicht wie ich sagen soll – Text?, auf jeden Fall hat er etwas geschrieben und das Geschriebene mit Homophober ‚FAZ‘-Beitrag – Versteckt eure Kinder überschrieben. Und in diesem – ich sag jetzt mal – Text lässt Augstein mal wieder so richtig die Sau raus, macht also das, was er am besten kann.

Viel Selbstverliebtheit und Eloquenz, wenig Redlichkeit und Intelligenz

Nun kann man dem „Freitag“-Verleger (die Wochenzeitung kaufte Augstein junior wohl mit Geld vom Papi auf und machte sich selbst zum Chefredakteur oder jetzt Geschäftsführer) eines nicht absprechen: ein gewisses Unterhaltungspotenzial hat er tatsächlich. Das mag zum einen mit seiner extremen Selbstverliebtheit zu tun haben – Selbstverliebte haben fast immer eine gewisse Aura -, zum anderen mit einer gewissen Eloquenz. Er kann ohne Zweifel Worte in einer beeindruckenden Geschwindigkeit aneinanderreihen, so dass sie meist tatsächlich rein grammatikalisch-syntaktisch nicht falsch sind, ja im weitesten Sinne des Wortes einen Sinn ergeben.

Intellektuell, wenn ich das vorwegnehmen darf, ist bei Jakob Augstein, auch wenn er sich noch so sehr wünschte, es wäre vollkommen anders, eher wenig zu holen. Und über das Charakterliche mag ich mir hier nicht äußern. Machen Sie sich hierzu bitte selbst ein Bild. Nun zum Inhalt seiner Kolumne von gestern.

Wenn Augstein didaktisch zu reduzieren versucht

Dem Autor des FAZ-/Philosophia perennis-Artikel wirft er natürlich sogleich „Homophobie“ vor. Ja klar, wenn jemand der Meinung ist, dass homosexuelle Partnerschaften nicht auf genau der gleichen Stufe stehen sollten wie heterosexuelle solche, was den staatlichen Schutz anbelangt, dann kann das nur durch eine Angststörung begründet sein.

So in etwa auf diesem Argumentationsniveau zieht es sich durch die gesamte Augstein-Kolumne durch. Und die Homo-Ehe wird selbstverständlich, wie inzwischen allgemein üblich im Orwellschen Neusprech zur „Ehe für alle“. Geschenkt.

Aus „Und ist es wirklich so abwegig, was manche Gegner der Homo-Ehe behaupten, dass adoptierte Kinder ungleich stärker der Gefahr sexuellen Missbrauchs ausgeliefert sind, weil die Inzest-Hemmung wegfällt, und diese Gefahr bei homosexuellen Paaren besonders hoch sei, weil die sexuelle Outsider-Rolle eine habituelle Freizügigkeit erotischer Binnenverhältnisse ohne alle sexual-ethischen Normen ausgebildet habe?“ (Original)

wird bei Augstein: „Schwule neigen dazu, alles zu vögeln, was ihnen vors Rohr kommt, und darum darf man ihnen keine Kinder anvertrauen.“

Dass bei Augstein ein Übergang zu Denken in Quantitäten und damit in Risikoabschätzungen stattfinden könnte, darf in diesem Leben wohl nicht mehr erwartet werden. Er ist ja schließlich kein Wissenschaftler, sondern Journalist. Für all diejenigen, die sich nicht nur für journalistische Elaborate interessieren folgende Fakten.

Fakten – Fakten – Fakten

Ich zitiere im folgenden aus dem Deutschen Ärzteblatt: „Homosexuelle Partnerschaften sind zumeist promiskuid. Marcus fand schon 1988 heraus, dass weniger als fünf Prozent der befragten homosexuell lebenden Männer in ihren Beziehungen als monogam eingestuft werden konnten. Und keine einzige Beziehung blieb länger als 60 Monate monogam (Marcus, 1988). Tatsächlich ist unter homosexuell lebenden Männern die Wahrscheinlichkeit lebenslanger Treue winzig (4,5 Prozent), bei (Hetero-)Ehepaaren liegt sie zwischen 75 und 90 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass selbst „verbindliche“ homosexuelle Beziehungen eine grundlegende Unfähigkeit zu sexueller Treue und derjenigen Verbindlichkeit haben, die zum Selbstverständnis der Ehe dazugehört.

Eine neue Studie aus Amsterdam (Mai 2003) belegt, dass Partnerschaften zwischen homosexuell lebenden Männern im Durchschnitt nicht länger als 1,5 Jahre halten. Innerhalb dieser angeblich monogamen Partnerschaften, so die Studie, hat in diesen 1,5 Jahren jeder Partner durchschnittlich noch zwölf andere Sexualpartner (acht Sexualpartner im Jahr).

In einer Studie waren von 49 Fällen, in denen Lehrer Schulkinder missbrauchten, 33 Prozent homosexueller Natur, was einer in etwa 15-mal höheren Wahrscheinlichkeit entspricht, für sexuellen Missbrauch verantwortlich zu sein, als es die Häufigkeit von homosexuell Lebenden in der Bevölkerung erwarten lässt.

Insgesamt ist nach einer Analyse von 19 Einzelstudien die Wahrscheinlichkeit, ein Kind sexuell zu missbrauchen, bei homosexuell Lebenden zwölfmal höher als bei heterosexuell Lebenden. Bei bisexuell Lebenden ist sie sogar 16-mal höher . . . was jedes Adoptionsrecht von Kindern für homosexuelle Männer zu einer unbedingt zu vermeidenden Gefährdung für die adoptierten Jungen macht!“ Soweit das Deutsche Ärzteblatt (2009; 106(49): A-2468 / B 2120 /C 2060).

Didaktische Reduktion für Augstein

Ich versuche, für Herrn Augstein herunter zu brechen, so dass auch er es eventuell verstehen könnte. Wenn tausend Kinder von homosexuellen Paaren adoptiert werden und tausend andere Kinder von heterosexuellen Ehepaaren, dann kommen auf ein missbrauchtes Kind bei dem Hetero-Paar zwölf (!) missbrauchte Kinder bei dem Homo-Paar. Ist das Homo-Paar bisexuell, dann sogar 16. Die Gefahr des Missbrauchs ist also um 1.100 bzw. 1.500 Prozent höher.

Zu den Angriffen gegen David Berger

Als Autor des FAZ-/PP-Artikels meinte Augstein David Berger ausmachen zu müssen. Dieser wird von Augstein als „schwules Maschinengewehr Gottes“ bezeichnet, als „schwuler Rechter“. Die Erfahrung der eigenen Diskriminierung bewahre ihn nicht davor, andere zu diskriminieren. So wie Augstein das Wort verwendet, meint er offensichtlich nicht diskriminieren im Sinne von Diskrimination (Unterscheidung des Unterschiedlichen), sondern im Sinne von Diskriminierung (unreflektierte, sachlich nicht gerechtfertigte Benachteiligung oder gar Herabwürdigung). Berger würde auf eigentümliche Art zwischen „schwuler Selbstverachtung und Selbstüberhöhung schwanken“. Er würde „Hate-Speech“ betreiben, sei „homophob“, obschon er selbst homosexuell sei, ja er sei ein „Schwulenfeind“ usw. usf.

Phrasendreschmaschine der dümmlichen Linken?

Auf diese ganzen Tiraden mag ich gar nicht näher eingehen. Man könnte Augstein jeden Satz auseinander nehmen. Das kann man bei ihm fast immer, das ist nicht schwer, aber ermündend und wenig erquicklich. Dass er nicht zwischen Hass, der intensivsten negativen Emotion, zu der der Mensch fähig ist, und sachlich begründeten Einwänden zu unterscheiden vermag, dass er überhaupt jeden sachlichen Einwand – von Reflexionen auf der Metaebene und der Dialektik zwischen Privatperson und Staatsbürger ganz zu schweigen – auf diese, seine Ebene der niederen Emotionen herunterziehen zu müssen meint, spricht im Grunde für sich. Ich will ihn daher auch nicht umgekehrt als „Phrasendreschmaschine der dümmlichen Linken“ titulieren.

Malleus Maleficarum

Nur eines noch. Interessant finde ich, dass er mit Genuss auf David Berger einzudreschen scheint, ohne überhaupt zu wissen, ob besagter Text, der Augstein derart in Wallung zu versetzen mochte, überhaupt von jenem stammt. Woran mich das erinnert? An das späte Mittelalter und die frühe Neuzeit. Auch damals reichte bereits der Verdacht aus. War dieser erst einmal ausgesprochen, konnten alle Dämme ganz legal brechen. 1486 gab der Inquisitor Heinrich Kramer den Malleus Maleficarum in Druck. Und dieser Hexenhammer wurde über zwei Jahrhunderte ein richtiger Renner, ganz anders als Augsteins Freitag.

Antwort auf die Eingangsfrage

Bleibt noch die Eingangsfrage in der Überschrift zu beantworten. Die Antwort überlasse ich dem Leser. Sollte aber jemand zu der Antwort kommen: „Ein Verlust wäre das nicht, eher im Gegenteil“, nun ja, man möge mir das verzeihen, aber energisch widersprechen würde ich dem nicht unbedingt.

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Journalistische Offenlegung

ManWearingTinFoilHatDieser Text erschien zeitgleich auf Philosophia perennis, ergänzt um das folgende Nachwort von David Berger:

„Eine Warnung an die erstaunlich zahlreichen Verschwörungstheoretiker unter unseren Kollegen. Auch wenn sie bei der nachfolgenden Offenlegung eine kräftige Verschwörungs-Erektion vor sich her tragen, mögen sie bitte nicht vorschnell auf Twitter ihr Ejakulat verströmen lassen: Beide Texte erscheinen, wie schon der Johannes Gabriel-Text, zwar parallel auf philosophia perennis und dem Blog von Jürgen Fritz. Das heißt aber nicht, dass Jürgen Fritz ein Pseudonym ist und der Text eigentlich von David Berger stammt, weil der einen Cousin hat, der auch Jürgen heißt.“

(c) Foto: Drvec [Public domain], via Wikimedia Commons

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Good bye Mohammed – Wie wir die Islamisierung Europas beenden können

Von Jürgen Fritz

Europa steht erneut vor einer Epochenwende. Wieder einmal muss es sich von jeglicher Fremdherrschaft, von feindlichen Bündnissen auf eigenem Territorium, von Untergrabung und Unterwanderung befreien, wenn es überleben will. Dabei kann es viel vom Handeln seiner Vorfahren lernen.

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Die Schlacht bei Las Navas de Tolosa

Es war am 16. Juli des Jahres 1212, als es zum großen Showdown kam. In der Schlacht bei Las Navas de Tolosa standen sich auf beiden Seiten zigtausende Krieger gegenüber. Manche sprechen gar von hunderttausenden auf beiden Seiten. Es sollte eine der größten Feldschlachten des hohen Mittelalters werden. Unter Führung der Könige von Kastilien, Navarra, Portugal und Aragon marschierte eine gewaltige Streitmacht von Rittern aus ganz Europa auf. Die andere Seite bot eine panmuslimische Streitmacht etwa gleicher Größe auf, wenn nicht gar eine doppelt so starke mit Dschihadisten aus Nordafrika bis Zentralasien. An diesem Tag wurde über das weitere Schicksal Spaniens entschieden und vielleicht sogar mehr als das. Wer würde den Kampf für sich entscheiden können? Doch bevor wir zum Schlachtverlauf kommen, ein paar Worte zur Vorgeschichte. Wie und weshalb war es zu dieser gigantischen Feldschlacht gekommen?

Zur Vorgeschichte: Fremdherrschaft in Spanien

Die Eroberung Spaniens und die Fremdherrschaft hatte bereits 711 begonnen. Der Westgote Roderich, ein katholischer Christ, ließ sich 710 zum König krönen, hatte jedoch große Teile des Adels, arianische Christen, gegen sich. Diese riefen Verwandte, Verbündete und Söldner aus Nordafrika zur Unterstützung, um Roderich abzusetzen.

711 landete der Berber Tāriq ibn Ziyād mit seinem Heer (keine Araber, keine Muslime wie vielfach zu lesen) in der Region von Gibraltar und unterwarf das Westgotenreich. Die Geister, die man gerufen hatte, wurde man nun aber nicht mehr los. Denn nun drangen auch omayadisch-arabische Truppen (auch keine Muslime) ein, denen es in den Folgejahren gelang, fast die gesamte iberische Halbinsel zu erobern.

Zum Inbegriff der verhassten, nun wirklich muslimischen Fremdherrschaft wurde dann um 1000 der Wesir Mansur, der sich damit brüstete, jedes Jahr einen Feldzug gegen die „Ungläubigen“ zu unternehmen. Über 50 Mal überfiel er die nördlichen Gebiete auf der iberischen Halbinsel, brandschatzte und plünderte diese aus. 997 ließ er die christlichen Bewohner von Santiago de Compostela, die versklavt wurden, zur Demütigung die Glocken der Basilika zu Fuß in das tausend Kilometer entfernte Cordoba schleppen.

Die Zeit der Almoraviden (militante Muslime)

1031 löste sich das omayadische Kalifat auf und es entstanden zig Taifas, kleine Königreiche, teilweise bis zu 60. Die Regenten waren Araber verschiedener Clans, Berber diverser Stämme, Romanen, Normannen, Goten, Piraten usw. Jeder paktierte mit jedem gegen jeden. Einer dieser kleinen Fürsten rief nun die Herrscher aus Nordafrika zu Hilfe, die Almoraviden, militante Muslime aus der Sahara. Die Almoraviden wandten sich gegen alles, was nicht ihrer Auffassung vom Islam entsprach, bekämpften natürlich alle Christen, räumten aber auch unter ihren muslimischen Verbündeten auf. Mit Weingelagen und Tanzdarbietungen in Cordoba, Sevilla und anderswo war es nun vorbei. Und wieder galt: die Geister, die man gerufen hatte, wurde man nicht mehr los.

Die Fundamentalisten aus Nordafrika brachten eine völlig neue Qualität der Auseinandersetzung nach Spanien: den Glaubenskrieg, den Dschihad.  Was jetzt zählte, war die Eroberung im Namen Allahs. Zugleich kam es jetzt zu einer Gegenbewegung. Die spanische Kirche kam unter den direkten Einfluss Roms. 1095 rief Papst Urban II. zum Kreuzzug auf. 1099 wurde Jerusalem zurückerobert. Fast zeitgleich fielen allerdings Granada, Sevilla, Valencia und Mallorca in die Hände der nordafrikanischen Dschihadisten.

Zwei Megatrends, die Afrikanisierung des spanischen Islam und die Europäisierung des spanischen Christentums, steuerten ab nun aufeinander zu und trafen wo aufeinander? In der Schlacht bei Las Navas de Tolosa im Jahre 1212. Nun zum Schlachtverlauf.

Schlachtverlauf

Dem christlichen Heer gelang es, im Zentrum bis zu den Stellungen der Bogenschützen der Almohaden vorzudringen und diese im Nahkampf niederzumachen. Der Anführer der Muslime Kalif Muhammad an-Nâsir hatte sich mit einer Gruppe schwer bewaffneter Sklaven, die in der Nähe seines Zeltes angekettet waren, verschanzt. Doch als er schließlich persönlich in Bedrängnis geriet, setzte er sich mit seiner Leibwache ab, was eine Panik im ohnehin bereits zurückweichenden muslimischen Heer auslöste. Auf der Flucht erlitten die Muslime verheerende Verluste. Die Schlacht endete mit ihrer totalen Niederlage. Der almohadische Kalif Muhammad an-Nâsir flüchtete schließlich nach Nordafrika.

Von dieser Niederlage konnten sich die Muslime in der Folgezeit nicht mehr erholen, zumal der christliche Sieg die Legende der Unbesiegbarkeit der Almohaden widerlegte. Die Macht der Muslime in Spanien war gebrochen.

Folgen der Schlacht

In den nächsten 40 Jahren konnte der größte Teil der spanischen Halbinsel wieder unter die Herrschaft christlicher Könige gebracht werden. 1236 wurde Córdoba zurückerobert, 1248 Sevilla und 1261 Cádiz. Die seit Jahrhunderten andauernde Reconquista (Rückeroberung Spaniens) war zum Großteil abgeschlossen.

Bei der Einnahme Cordobas hatte Yusuf Ibn Nasr, Kleinherrscher aus Arjona, den kastilischen König Ferdinand III. unterstützt und bekam dafür freie Hand in Granada, das er in seinen Besitz brachte – der Beginn des letzten Kapitels muslimischer Herrscher in Spanien, das 250 Jahre später auch geschlossen werden sollte. Wie kam es dazu?

Das Ende der muslimischen Herrschaft in Granada

Ende des 15. Jahrhunderts war das große Thema der Zeit die Türkengefahr (1481 landete eine osmanische Expedition in Süditalien, der Papst floh aus Italien; später 1529 und 1683 standen die Türken jeweils vor Wien und versuchten die Stadt einzunehmen). Die Türken entwickelten sich immer mehr zu einer ernsten Bedrohung und man konnte sich in Spanien keinen Bündnisfall von Muslimen auf eigenem Territorium leisten. Das Ende des muslimischen Granadas war damit eingeläutet. Es war ein Ende, zu dem es in der Geschichte nicht viele Parallelen gibt; schon gar nicht in der islamischen Geschichte, wenn Muslime in der Position des Überlegenen waren.

Doch springen wir zeitlich wieder ein wenig zurück, um die Vorgeschichte zu verstehen. Von entscheidender Bedeutung war die Heirat Ferdinands von Aragon mit Isabel von Kastilien im Jahr 1469, die es ermöglichte, dass die beiden Königreiche zehn Jahre später in die Vereinigung Spaniens mündeten. Spanien war jetzt geeint und konnte sich dem Granada-Problem widmen.

Weshalb aber wurde das muslimische Granada immer mehr zum Problem? Zum einen weil es fortwährend muslimischen Piraten in seinen Häfen Zuflucht gewährte. Noch beunruhigender war aber etwas anderes. Es kam wiederholt zur Kontaktaufnahme mit der neuen Schreckensherrschaft im Osten, den Türken. Ferdinand musste handeln, um den genannten Bündnisfall im eigenen Land zu verhindern. Aber was sollte er tun? Was sollte mit all den Muslimen in Granada geschehen? Die Stadt mit Gewalt einzunehmen und alle Muslime niederzumachen, zu vertreiben oder zu versklaven, wäre mit entsprechenden eigenen Verlusten sicherlich möglich gewesen für das geeinte Spanien. Doch Ferdinand entschied sich anders.

Ferdinands Angebot an die Muslime

Er stellte Emir Muhammad XII. Abu Abdallah Bedingungen, die so günstig waren, dass dieser gar keine andere Wahl hatte, als sie anzunehmen. Am 2. Januar 1492 übergab Abu Abdallah die Schlüssel der Stadt an das spanische Königspaar (siehe Bild oben). Das Problem mit den Muslimen in Spanien war gelöst. Nachdem dies vom Tisch war, wurde drei Monate später ein Kapitän namens Christoph Columbus vom spanischen Königshaus endlich beauftragt, den Seeweg nach Indien zu finden. Im August begann die Reise, die mit der Entdeckung der neuen Welt im Oktober endete.

Emir Abu Abdallah und allen Bewohnern Granadas, zum Schluss fast ausschließlich Muslime, sagte Ferdinand Wahrung des Besitzstandes und persönliche Unversehrtheit zu. Wer sofort abziehen wollte, konnte das ungehindert tun und seinen Besitz mitnehmen oder aber ihn innerhalb von zwei (oder drei) Jahren ohne Einschränkungen veräußern.

So gut wie alle, die über Vermögen verfügten, entschieden sich für letztere Option und verließen Spanien als wohlhabende Leute Richtung Marokko. Spanien war von der letzten muslimischen Fremdherrschaft befreit. Die Reconquista war beendet.

Das Jahr 1492

Das Jahr 1492 bildet also einen doppelten Markstein: a) die vollständige Befreiung Spaniens von muslimischer Herrschaft und b) die Entdeckung Amerikas. Daher wird dieses Jahr bzw. die Zeit um 1500 herum als der Beginn der Neuzeit angesehen. Die Symbolkraft des Jahres 1492 kann dabei gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Im frühen 9. Jahrhundert hatte der arabische (nicht muslimische!) Kalif von Bagdad al-Mamun die Erdkugel bis auf ein paar Kilometer genau vermessen und berechnen lassen. Nun, 1492, nachdem der letzte muslimische Herrscher in Spanien abgesetzt war, sendeten Ferdinand und Isabel Christoph Columbus aus, der hinter dem Horizont den runden Globus vermutete und die neue Welt entdecken sollte. Dieses Beispiel zeigt wohl prägnanter als jedes andere, wie in den Jahrhunderten dazwischen der Geist quasi aus der arabischen in die europäische Welt gewechselt war.

In der inzwischen vollständig islamisierten arabischen Welt aber, die über Jahrhunderte wissensmäßig und kulturell weit überlegen war, hatte man sich die Erde nunmehr flach vorzustellen. Dies befahl das „heilige Buch“ des Islam, der Koran. Und alle wesentlichen Wahrheiten über Gott und die Welt, so die weitere Vorgabe dieses Buches, befänden sich in diesem „heiligen Buch“, so dass es anderer Bücher und Forschungen im Grunde nicht unbedingt bedürfe.

Exkurs: Das Alhambra-Edikt

Dass Nordafrika in irgendeiner Form vom Zuzug all der Muslime profitiert hätte, davon ist nichts bekannt, in keiner Form. Am meisten gelitten haben übrigens sowohl unter den Muslimen als auch unter den Christen – Stichwort: Alhambra-Edikt – die Juden. Warum dies so war, das wäre Stoff für einen eigenen Essay.

Durch dieses Edikt wurden die Juden aus allen Territorien der spanischen Krone vertrieben. Wer bis zum 31. Juli 1492 nicht zum Christentum übergetreten war, musste Spanien verlassen. Im Gegensatz zu den Muslimen hatten die spanischen Juden nur vier Monate Zeit eine Entscheidung zu treffen und wenn sie nicht konvertieren wollten, ihr Hab und Gut zu verkaufen und das Land zu verlassen. Dies führte zu einer Welle von Konvertierungen zum christlichen Glauben. Allerdings standen diese neuen Christen im Generalverdacht der Inquisition. Dies führte zu einer tiefen Spaltung der spanischen Gesellschaft. Viele Juden flüchteten aber auch ins benachbarte Portugal. Hier wurden sie zunächst mit offenen Armen empfangen.

Aus ökonomischer Sicht war das Alhambra-Edikt verheerend für Spanien. Zum einen mussten die vor der Vertreibung stehenden Juden ihr Hab und Gut in Windeseile verkaufen. Dies führte zu einer Überschwemmung des Marktes. Die Preise gerade im Immobiliensektor fielen drastisch. Noch schlimmer, ganze Wirtschaftssektoren, die zuvor fest in der Hand der spanischen Juden waren, waren nun verwaist. Da Christen der Geldverleih verboten war, fehlte das Kapital. Auch Ärzte und Handwerker, die vertrieben wurden, fehlten nun. Während sich in anderen europäischen Ländern eine Mittelschicht bildete, blieb es in Spanien bei Oberschicht und Unterschicht. Ebenso verheerend war die Vertreibung der Juden für Kultur und Wissenschaft. Viele Universitäten hatten Probleme die Lehrer zu ersetzen.

Das europäische Erfolgsmodell und seine Ausbreitung

Insgesamt sollte sich im Europa der Neuzeit aber eine weltweit einmalige Erfolgsgeschichte entwickeln, die im Laufe der kommenden Jahrhunderte von vielen, die dazu imstande waren, kopiert und imitiert wurde: USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea, Taiwan, inzwischen auch in Ansätzen von Indien und China. Weniger Rußland und gar nicht Afrika und die gesamte islamisch dominierte Welt. Letztere Zwei ziehen es inzwischen massenweise vor, statt selbst etwas aufzubauen, dorthin zu immigrieren, wo andere schon etwas aufgebaut haben und sich dort ins gemachte Nest zu setzen. Doch zurück zum einmaligen europäischen Erfolgsmodell.

Indem die religiösen Fesseln, auch die des Christentums, immer mehr gelockert wurden, die Rationalität Raum gewinnen konnte, eine Rückbesinnung auf die griechisch-römische Antike mit ihrer einmaligen kulturellen Höhe stattfand (Renaissance), die Wissenschaften einen neuen Aufschwung nahmen, die Aufklärung sich ihren Weg bahnte, wurde das tausendjährige Mittelalter langsam aber sicher überwunden, die Neuzeit begann mit all ihren Errungenschaften, die schließlich in die Moderne mündete. Mit diesem Essay möchte ich das Augenmerk aber auf einen bestimmten Punkt richten:

Wer von den Muslimen sofort abziehen wollte, konnte das ungehindert tun und seinen Besitz mitnehmen oder aber ihn innerhalb von zwei (oder drei) Jahren ohne Einschränkungen veräußern.

Schlusswort

Europa steht erneut vor einer Epochenwende oder befindet sich vielmehr schon mitten darin. Es sollte sich wiederum von jeglicher Fremdherrschaft, von feindlichen Bündnissen auf eigenem Territorium, von Untergrabung und Unterwanderung befreien. Und es sollte dies erneut in dieser generösen Art tun, wie es Ferdinand Ende des 15. Jahrhunderts getan hat, damit Rolf Peter SieferlesMichael Leys oder Michel Houellebecqs düstere Aussichten vom völligen Untergang Europas nicht wahr werden.

Denn unser Erdteil, unsere einmalige Kultur, unsere Gesellschaft, unsere Errungenschaften, vor allen Dingen die bedingungslose Gewährung der Menschenrechte für alle auf unserem Territorium, unsere Sicherheit, unser Wohlstand, unsere Freiheit sind sehr viel fragiler als es die meisten vermuten.

Wer von den Muslimen sofort abziehen wollte, konnte das ungehindert tun und seinen Besitz mitnehmen oder aber ihn innerhalb von zwei (oder drei) Jahren ohne Einschränkungen veräußern. Good bye Mohammed.

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Literaturempfehlungen

„Good bye Mohammed – Das neue Bild des Islam“ (Archäologie und neueste Quellenforschung widerlegen wesentliche Punkte der islamischen Tradition: Es war ganz anders) von Norbert G. Pressburg, hier speziell das vorletzte Kapitel „Die tausendundzweite Nacht: Die Märchen von al-Andalus“

„Der Selbstmord des Abendlandes – Die Islamisierung Europas“ von Michael Ley, hier speziell erster Teil, I. Kapitel „Das Märchen von al-Andalus“

„Der Mythos vom toleranten Islam“ von Hans-Peter Raddatz in DIE WELT vom 11.09.2002

„Islamisches Spanien – Das Land, wo Blut und Honig floss“ von Eugen Sorg in DIE WELTWOCHE, Ausgabe 35/2005

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Dieser Essay erschien zuerst auf Philosophia perennis, inzwischen auch auf Epoch Times und auf prikk.world.

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Bild: Emir Muhammad XII. Abu Abdallhah übergibt Granada den Katholischen Königen Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón. – Francisco Pradilla Ortiz [Public domain], via Wikimedia Commons

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