Hintergründe und Anmerkungen zum Axt-Attentat in Düsseldorf

Von Jürgen Fritz

In Düsseldorf schlägt ein Mann mit einer Axt auf neun Menschen ein. Der Tatverdächtige stammt aus dem islamisch geprägten Kosovo, doch Polizei und Medien sagen, er käme aus dem „ehemaligen Jugoslawien“. Wie kommt es, dass Muslime um ein Vielfaches mehr Gewalttaten begehen und dies ständig zu vertuschen versucht wird?

axtPolizeifoto der Tatwaffe

Das Verschweigen der genauen Herkunft des Verdächtigen

Letzte Woche schlug in Düsseldorf ein Mann mit einer Axt auf neun Menschen ein. Bei den Opfern handelte es sich um vier Frauen, darunter auch ein 13-jähriges Mädchen, und fünf Männer. Diese Personen erlitten „zum Teil schwerste Kopfverletzungen“.

Bei dem Täter bzw. dem dringend Tatverdächtigen handelt es sich um den 36-jährigen Fatmir H., der, so hört man, unter paranoider Schizophrenie leiden soll. Fatmir H. stammt, wie inzwischen bekannt wurde und was Polizei und Medien zunächst zu verheimlichen oder zu verschleiern versuchten – er stamme aus dem „ehemaligen Jugoslawien“ -, aus dem Kosovo. 95 bis 96 Prozent der Kosovo-Bewohner sind Muslime (Mohammedaner). Das Land ist also fast vollständig islamisch geprägt.

Somit stellt sich die Frage: Wieso darf man das Geschlecht eigentlich nennen, die Herkunft und (verfassungswidrige) Weltanschauung aber nicht? Warum wird es nicht genannt, wenn ein Gewaltverbrecher, der hier in Deutschland auf wehrlose Menschen mit einer Axt einschlägt, entweder selbst Anhänger dieser grundgesetz- und menschenrechtswidrigen Weltanschauung ist oder aus einem Kulturkreis entstammt, der weitgehend von dieser geprägt ist? Sollen hier für die Einschätzung der Gefahr, die namentlich von Muslimen (Mohammedanern) ausgeht, Fakten gezielt verschwiegen und vertuscht werden? Wenn ja, warum?

Warum Muslime um ein Vielfaches mehr Gewalttaten begehen

In der islamischen Lehre wird die Gewalt selbst nicht nur geduldet, sondern zur heiligen Pflicht erklärt, von Allah persönlich angeordnet, um die Ausbreitung des Islam zu befördern (Dschihad-System). Die Gewaltexzesse sind also quasi Allah- oder Gottesdienste.

Sure 2, 191: „Und tötet sie, wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verführen ist schlimmer als Töten. Kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie gegen euch kämpfen, dann tötet sie. So ist die Vergeltung für die Ungläubigen.“

Sure 8, 12: „… Ich werde denjenigen, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. Haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken und schlagt zu auf jeden Finger von ihnen!“

Sure 8, 17: „Und nicht ihr habt sie (d.h. die Ungläubigen, die in der Schlacht von Badr gefallen sind) getötet, sondern Allah. Und nicht du hast jenen Wurf ausgeführt, sondern Allah.“

Sure 8, 39: „Kämpft gegen die Ungläubigen, bis es keine Verfolgung mehr gibt und der Glaube an Allah allein vorherrscht!“

Sure 9, 5: „Und wenn die verbotenen Monate verflossen sind, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie trefft, und ergreift sie, und belagert sie, und lauert ihnen auf in jedem Hinterhalt.“

Sure 47, 4: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande.“

Diese Beispiele sollen genügen, um zu zeigen, wie brutale und grausame Gewalt im Koran selbst verherrlicht und dazu aufgerufen wird. Und zwar von Allah!

So aber kann der Blutrausch sich mit dem Sakralen selbst verbinden, damit zwei enorm mächtige Triebfedern im Menschen vereinen, was eine unglaubliche, für uns modernen, aufgeklärten, zivilisierten Europäer überhaupt nicht nachvollziehbare Dynamik entwickeln kann, zumal wenn das Ganze auch noch mit der Vorstellung gekrönt wird, dass man, wenn man bei so einem Gewaltexzess selbst ums Leben kommt, dann und nur dann ganz sicher sein kann, sofort ins Paradies einzuziehen, wo man dann für alle Ewigkeit mit allen nur denkbaren Genüssen rund um die Uhr belohnt wird (Ess-, Trink- und Sexflatrate) und quasi in einem nie endenden Sinnenrausch – so die eingeimpfte Vorstellung – vollkommen versinkt und daraus gar nicht mehr auftauchen muss.

Dass ein solches Weltbild natürlich Auswirkungen auf die Seele eines Menschen hat bis ins Innerste und diese – gerade was das Verhältnis zur Gewalt anbelangt – grundlegend verändert, dürfte jedem sofort klar sein. Gewalt bekommt so die Konnotation des Heiligen, während sie bei uns modernen Europäern als etwas Böses, Verabscheuungswürdiges angesehen wird.

Hier prallen also nicht nur vollkommen unterschiedliche Weltbilder, sondern auch völlig unterschiedlich geformte Seelen aufeinander.

Natürlich sind diese dunklen, gewalttätigen, grausamen und bösartigen Seelenkräfte in jedem von uns angelegt, ebenso wie die hellen, gütigen, sanftmütigen und guten. Aber es leuchtet wohl ein, dass von außen an das Individuum herangetragene Weltanschauungen, die insbesondere auch Menschenbilder und Moralvorstellungen enthalten, die Seele des Einzelnen tiefgehend prägen und formen. Und ob diese Prägung so oder so erfolgt, hat natürlich enorme Auswirkungen. Dies zeigt sich übrigens auch in den Gewaltverbrechen– und den Tötungsraten, die bei vielen Ausländern namentlich aus anderen Kulturkreisen teilweise nicht nur um 5 oder 10 Prozent höher sind, sondern in Extremfällen um mehrere hundert Prozent höher, ja, bisweilen sogar um mehrere tausend Prozent!

Der Verrat an der eigenen Bevölkerung

Die deutsche Bevölkerung über all diese Dinge nicht zu informieren, ja, vieles sogar regelrecht zu verschleiern und zu vertuschen, kleinzureden oder zu beschönigen, ist nicht nur im höchsten Grade unverantwortlich, nein, das nimmt selbst schon perfide Züge an. Und dass die Anordnungen zur Verschleierung von ganz oben kommen, davon ist auszugehen. Eine Regierung aber, die ihre eigene Bevölkerung nicht schützt, sondern diese sehenden Auges immer mehr solchen Gefahren aussetzt, handelt ganz offensichtlich nicht im Sinne derer, die zu schützen, sie einen Eid geschworen hat.

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Foto: Polizeifoto der Tatwaffe

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Gott vor Gericht gestellt

Von Jürgen Fritz

Warum sollte man einen Gott achten und respektieren, der diese Achtung und diesen Respekt in keiner Weise verdient?

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Warum all das Morden?

Sag, du, der du behauptest, der Eine und Einzige zu sein, warum hast du Jupiter (Zeus), Venus (Aphrodite), Mars (Ares), Minerva (Athene), Neptun (Poseidon), Wotan, Donar, Freya und all die anderen gemordet! Was hast du mit ihnen gemacht? Warum kannst oder willst du keinen anderen neben dir dulden, du im höchsten Grade Intoleranter? Sprich, was hast du mit deinen Brüdern und Schwestern getan!

Und sag, warum stachelst du die Sterblichen wieder und wieder dazu an, in deinem Namen zu morden und zu quälen! Bereitet dir das Lust oder Vergnügen? Brauchst du das? Wenn ja, warum brauchst du das? Was ist mit dir nicht in Ordnung?

Und sprich, warum willst du anderen verbieten zu morden, erlässt Gesetze und Gebote, in denen dies explizit untersagt wird, du selbst aber hältst dich nicht an dein fünftes Gebot!

Warum die Diskriminierung und Unterdrückung der Frau?

Warum redest du den Menschen ein, der Mann stünde über der Frau (Genesis 3,16; 1. Timotheus 2,12; 1. Korinther 14,34; 1. Petrus 3,1; 1. Timotheus 2,11; Levitikus 27,5; Epheser 5,22; 1. Korinther 11,3-9; Sure 2, 228; Sure 4, 34 …), er könne sie benutzen wann und wie er will, wie „seinen Acker“ (Sure 2, 223)?

Weil du selbst ein Mann bist und dich das aufgeilt, wenn Frauen unterdrückt werden? Weil du Potenzprobleme hast und dies das Einzige ist, was dich auf Touren bringt? Wie erbärmlich ist das? Empfindest du denn keinerlei Scham ob deiner selbst und deinem So-sein? Warum diese Versessenheit auf Macht, Gewalt und Unterdrückung? Sprich und erkläre dich!

Was für eine jämmerliche Gestalt du doch bist! Und deine Jämmerlichkeit überträgst du auch noch auf andere.

Warum all die natürlichen Unglücke und Katastrophen?

Und warum all die Unglücke und Naturkatastrophen, die kranken, geschundenen Kinder? Wen willst du damit strafen und warum? Kannst du immer nur strafen? Warum dieser unendliche Zorn und Hass auf alle, die dich nicht zur Kenntnis nehmen, die auch ohne dich gut leben und anständige Menschen sind? Wieso nimmst du dich selbst so wichtig? Und warum musst du fortlaufend strafen? Wenn du wirklich so mächtig bist, wie du vorgibst zu sein, warum all die Erdbeben und Tsunamis, die Missernten und Hungersnöte, all die ausgestorbenen Tierarten, all die Toten, all das Elend und Leid? Warum scheust du selbst vor kleinen Kindern nicht zurück? Welcher anständige Vater würde seine eigenen kleinen Kinder quälen mit tödlichen Krankheiten und anderem? Wie krank bist du? Sprich!

Weshalb die Sucht nach Anbetung durch andere Geschöpfe?

Ich glaube ja nicht, dass es so etwas wie eine Hölle wirklich gibt, halte diese Vorstellung wie so viele andere auch für Schwachsinn. Ich glaube auch nicht an ein Weltgericht am Ende der Tage. Was soll überhaupt das Ende der Tage sein? Was kommt danach? Wenn etwas danach kommt, dann ist es ja gerade nicht das Ende der Tage. Aber lassen wir das. Wenn es aber so etwas doch geben sollte, dann wirst du damit rechnen müssen, dass man dich eines Tages vor Gericht stellen und dir den Prozess machen wird. Einen fürchterlichen Prozess, wie ihn die Welt noch keinen gesehen hat! Ich hoffe, dass man dich dann nicht zum Tode verurteilen und  dich auch nicht in die Hölle werfen wird, sollte es diese doch geben!

Doch ich will dir keine Angst einflößen, um dich so gefügig zu machen. Nein, das ist nicht meine Art. Wohl eher die deine. Und sprich, warum hast du es nötig, dass andere dich anbeten sollen! Hast du ein so geringes Selbstwertgefühl, bist du so wenig aus dir selbst heraus, dass du das brauchst und davon abhängig bist?

Der Denkunfähige

Wie gerne würde ich dich ermuntern wollen, einfach mal nachzudenken, aber natürlich weiß ich, dass nachdenken das Gefühl eines Zweifels oder Mangels in sich voraussetzt. Der Denker spürt, dass er etwas noch nicht weiß, noch nicht richtig sieht, und dies Wissen ist ihm Antrieb, Denkprozesse in sich bewusst und gezielt anzustoßen oder zuzulassen. Der Denker ist demütig. Genau das fehlt dir aber. Was für eine unfassbare Hybris! Was für eine Selbstüberschätzung!

Wer meint, wer sich einbildet, schon alles zu wissen, auch was das Gute und was böse ist, der fühlt keinen Antrieb in sich nachzudenken. Und wer diesen Antrieb nicht fühlen kann, der wird auch nie anfangen nachzudenken. Wer aber nie anfängt nachzudenken, der kann kein Denker werden. Er meint ja, er wüsste schon alles. Deswegen ist wohl auch kein einziges Argument, keine einzige schlüssige Begründung von dir überliefert. Wer nicht denken kann, der kann andere natürlich auch nicht argumentativ überzeugen. Dem bleibt nur die Gewalt und Einschüchterung. Daher werde ich dich also nicht auffordern nachzudenken. Aber ich werde dir auch nicht drohen und dich nicht einschüchtern.

Und ich werde dich auch nicht auffordern, darüber nachzudenken, zu welchem Urteil du kämest, wenn du ehrlich dir selbst gegenüber wärest und dir die Frage vorlegtest: Was wäre, hätte es mich nie gegeben, wäre die Welt dann eine bessere oder eine schlechtere? Ich werde dich nicht auffordern, dir diese Frage zu stellen, weil ich weiß, dass dies sinnlos wäre. Weil ich weiß, dass du auch hierzu nicht fähig, und wenn du dazu fähig wärest, du sie dann nicht ehrlich beantworten würdest. Und dabei wissen wir ganz tief in unserem Herzen doch alle die Antwort auf diese Frage.

Was Stephen Fry „dem einen und einzigen, allwissenden, allmächtigen Gott“ sagen würde

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Foto: Rom, Vatikan, Sixtinische Kapelle, Die Erschaffung des Adam; pixabay, CC0 Public Domain

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Können Claudia Roth und Göring-Eckhard bald ihr Studium wieder aufnehmen?

GRÜNE FALLEN AUF 6,5 PROZENT – JETZT FEHLEN NUR NOCH 1,51 PÜNKTCHEN ZUM ZIEL

Ganz liebe Grüße an Katrin Göring-Eckardt und Claudia Roth. Ich wünsche Ihnen beiden von Herzen nur das Allerbeste und würde mich sehr freuen, wenn Sie im Wintersemester 2017/18 ihr Studium wiederaufnehmen und versuchen könnten, das jetzt abzuschließen, oder erstmalig im Leben einer anderen geregelten Arbeit nachzugehen. Bin sicher, das würde Ihnen beiden sehr gut tun.

philosophia perennis

Ein Kurzkommentar von Jürgen Fritz

Hier sind die neuesten Umfrageergebnisse von INSA:

1. SPD: 31,5 %
2. CDU: 30,5 %
3. AfD: 11 %
4. Linke: 8,5 %
5. FDP: 7,5 %
6. Grüne: 6,5 %
Sonstige: 4,5 %

Mögliche Koalitionen:

1. GroKo unter Schulz: 62 %
2. RRG unter Schulz: 46,5 %
3. Jamaika unter Merkel: 44,5 %
4. Ampel unter Schulz: 44,5 %

Lasst uns versuchen, diese Partei bis September unter 5 % zu drücken! Dann wäre schon mal viel gewonnen und das Gespenst Rot-Rot-Grün würde sich definitiv in Wohlgefallen auflösen, egal was die Roten und Dunkelroten holen. Ziel: Grüne auf 4,99 %!

P.S.: Ganz liebe Grüße an Katrin Göring-Eckardt und Claudia Roth. Ich wünsche Ihnen beiden von Herzen nur das Allerbeste und würde mich sehr freuen, wenn Sie im Wintersemester 2017/18 ihr Studium wiederaufnehmen und versuchen könnten, das jetzt abzuschließen, oder erstmalig im Leben einer anderen…

Ursprünglichen Post anzeigen 19 weitere Wörter

Realitätssinn und Wahrhaftigkeit statt bösartigem Rassismus und dümmlichem Egalitarismus

Gibt es wirklich niemanden in Deutschland, in Europa, in der westlichen Welt, der das Grundproblem mit den Immigranten aus Afrika und der islamischen Welt in der Tiefe, im innersten Kern verstanden hat? Keinen einzigen unter 80, unter 500 Millionen, wenn nicht noch mehr? Gibt es keinen einzigen, der sich von dem falschen Grunddogma frei macht und den Mut hat, die Dinge beim Namen zu nennen? Sind wirklich alle, restlos alle in dem dümmlichen Egalitarismus-Fetisch gefangen?

Hat wirklich niemand verstanden, was Mensch-sein überhaupt bedeutet, dass dies nicht an äußerlichen biologischen Akzidentien festzumachen ist, sondern in der Seele eines Geschöpfes? Also seinem Innenleben, seiner Denk- und Urteilsfähigkeit, seiner Vorstellungswelt, seiner Emotionalität, seinen Wünschen, Begierden, Sehnsüchten, Ängsten, seiner Impulskontrolle, seinen Handlungsmustern und Verhaltensdispositionen, seinen moralischen Maßstäben und Wertvorstellungen, seinem Charakter.

Ist niemandem klar, dass es hier kein 0 und 1 gibt, sondern eine riesige Palette zwischen 0,01 und 0,99? Hat kein einziger begriffen, dass Mensch-sein nicht ein je schon Gegebenes ist, sondern ein zu Verwirklichendes und dass die oben Genannten was ihre Seele anbelangt im Durchschnitt auf einem vollkommen anderen Level sind? Einem vollkommen anderen! Weil sie sich über 60.000 bis 70.000 Jahre, seit dem Exodus eines Teils der Menschheit aus Afrika, wahrscheinlich dem Teil, der damals schon der tüchtigere war, völlig anders entwickelt haben, sei es nur kulturell oder auch biologisch, siehe insbesondere die gewaltigen IQ-Unterschiede, aber nicht nur das!

Durschschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) nach Staaten

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Dabei geht es nicht darum, ob diese Zahlen nun ganz exakt stimmen oder ob das primär kulturell und nur ein klein wenig biologisch bedingt ist. Letzteres spielt schlussendlich keine Rolle und Fakt ist nun mal, dass es unabhängig von dieser IQ-Weltkarte riesige Unterschiede gibt sowohl in der intellektuellen als auch in der moralischen und charakterlichen sowie der gesamten kulturellen Entwicklung. Wer das leugnet, dessen intellektuelle Integrität muss stark angezweifelt werden und der läuft Gefahr, nicht mehr als halbwegs gleichrangiger Gesprächspartner angesehen werden zu können.

Und zu meinen, dass man solche Menschen, die in ihrem Innersten vollkommen anderes in sich tragen, einfach umverpflanzen kann, das werde schon alles klappen, ist schlicht töricht und ignorant. Nein, das wird nicht klappen, weil die Seelen, weil die Innenleben, nicht nur Intellekt und Bildung, auch die Wert- und Moralvorstellungen, das Arbeitsethos, das Frauen-, Menschen- und Weltbild und vieles andere mehr völlig unterschiedlich geformt sind!

Und was sich über mehr als 60.000 Jahre entwickelt hat und von Generation zu Generation weitergetragen wurde, was tief in den Menschen verwurzelt ist, ganz tief in ihrem Innersten, das kann man nicht einfach so ändern. Das wird Jahrtausende dauern, mindestens aber Jahrhunderte, da diese Dinge über zig Jahrtausende gewachsen sind. Siehe dazu Rolf Peter Sieferles hervorragenden, kaum zu übertreffenden Essay Deutschland Schlaraffenland – Warum der Untergang Europas unaufhaltsam voranschreitet.

So lange das nicht verstanden ist, wird man das Problem niemals in den Griff bekommen, weil man es schon geistig gar nicht begriffen hat und von völlig falschen Voraussetzungen ausgeht.

Und um das deutlich zu sagen, es geht nicht darum, anderen, die seelisch auf einem ganz anderen Level sind, nicht zu helfen oder sie sogar auszunutzen oder zu versklaven, sondern es geht darum, die Realität dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Und es geht darum, die hundertfach höherentwickelte Kultur nicht zu zerstören, indem sie von innen heraus quasi entseelt wird, so dass sie früher oder später wie morsch geworden in sich zusammenbricht. Denn davon hätte niemand etwas!

Und noch etwas: Die Rassismus- oder Nazikeule zu schwingen, sei es aus geistiger Schlichtheit oder aus böswillig-strategischen Gründen, zieht bei mir nicht. Das geht ins Leere. Leute, die das tun, müssen damit rechnen, von mir sofort als minderbemittelte geistigen Gartenzwerge oder als bösartige faschistoide Persönlichkeiten rubriziert zu werden und haben es unter Umständen schwer, aus der Schublade, in die sie sich selbst hineinkatapultiert haben, wieder rauszukommen. Es könnte sein, dass ich sie nicht mehr für voll nehme und sie als ernstzunehmender Gesprächspartner zunächst einmal ausscheiden.

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Quellen für den IQ-Ländervergleich

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Anmerkungen: Den niedrigsten Durschnitts-IQ hat laut Ländervergleich Äquatorialguinea mit 56. Das heißt, der weit überwiegende Teil der Bevölkerung (mehr als zwei Drittel) hätte demnach einen IQ von 41 bis 71, jeder Sechste sogar unter 41. Äquatorialguinea ist ein Staat in Subsahara-Afrika, an der Westküste gelegen zwischen Kamerun und Gabun. Das Land ist besonders entlang der Küstengebiete reich an Erdölvorkommen, deren Einnahmen allerdings nur einer kleinen – politisch einflussreichen – Elite zugutekommen. Das Land gehört zu den korruptesten der Welt. Mit 69 Clans dominieren die Fang die Politik des Landes. Umgerechnet auf die Anzahl der Bevölkerung gibt es in Äquatorialguinea mit die meisten Todesstrafen und Hinrichtungen weltweit.

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Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ANational_IQ_per_country_-_estimates_by_Lynn_and_Vanhanen_2006.pnghttps://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5e/National_IQ_per_country_-_estimates_by_Lynn_and_Vanhanen_2006.png – WD RIK NEW at the English language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)%5D, via Wikimedia Commons,

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Deutschland, Schlaraffenland – Warum der Untergang Europas unaufhaltsam voranschreitet

Von Jürgen Fritz

Europa wird derzeit von einer Migrationswelle von präzedenzlosem Umfang überschwemmt. Millionen machen sich auf, um ins gelobte Land zu gelangen. Ein Ausbau des Sozialstaats bei gleichzeitiger Öffnung der Grenzen für Immigranten ist, als drehe man die Heizung auf und öffnet gleichzeitig die Fenster. Eine Gesellschaft, die nicht mehr fähig ist zur Unterscheidung zwischen sich selbst und sie auflösenden Kräften, lebt moralisch über ihre Verhältnisse und wird unweigerlich untergehen.

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Am 17. September letzten Jahres nahm Rolf Peter Sieferle sich im Alter von 67 Jahren das Leben. Als Vermächtnis hinterließ der große Gelehrte, Zivilisationskritiker und Regierungsberater zwei Manuskripte, die nun im Februar 2017 als Bücher erschienen sind: Finis Germania und Das Migrationsproblem: Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung. Ein Jahr zuvor hatte Sieferle bereits einen fulminanten Essay veröffentlicht, den letzten vor seinem Freitod, unter dem Titel „Deutschland, Schlaraffenland – Auf dem Weg in die multitribale Gesellschaft“Einen besseren, tiefgründigeren und treffenderen Text eines Historikers gelesen zu haben, kann ich mich nicht erinnern.

Europas Sondersituation

Europa werde derzeit von einer Migrationswelle von präzedenzlosem Umfang überschwemmt, so Sieferle in seinem letzten Essay. Millionen machten sich auf, um in das gelobte Land zu gelangen. Die Bevölkerung Afrikas, aktuell über eine Milliarde, wachse jährlich um etwa 3 Prozent, also um über 30 Millionen Menschen. Einige Millionen davon machten sich jährlich auf den Weg in ein erhofftes besseres Leben. Selbst wenn es nur 10 Prozent des Zuwachses seien (nicht einmal 0,3 Prozent der Bevölkerung Afrikas), so wären dies 3 Millionen im Jahr.

Rechnen wir das hoch, so kommen wir in 30 Jahren, innerhalb von nur einer Generation, auf circa 100 Millionen Immigranten nur aus Afrika, bei nicht einmal 0,3 Prozent Emigration pro Jahr!

Hinzu kämen Migrationen aus den Bürgerkriegsgebieten des Nahen Ostens. Allein in Libyen sollen etwa eine Million Migranten darauf warten, einen Platz in einem der Boote zu finden, die sie auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer bringen.

Europa befinde sich in dieser Hinsicht in einer besonderen Situation, was mit seiner geographischen Lage zu tun habe, macht Sieferle deutlich. In Europa sei es im Gegensatz zu den USA physisch praktisch unmöglich, die Außengrenzen abzuschirmen, weil diese viel größer seien als die relative kurze Grenze zwischen USA und Mexiko. Hinzu komme, dass sich gerade in den Grenzgebieten in Nordafrika und im Nahen Osten immer mehr unberechenbare Staaten fänden, auf deren Kooperation nicht gebaut werden könne.

Andere Industrieländer wie Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland befänden sich so weit von möglichen Herkunftsorten entfernt, dass die Anreise von boat people sehr riskant und relativ leicht zu kontrollieren sei. Länder wie China oder Rußland seien schwer zu erreichen und bildeten (noch) keine attraktiven Ziele. Es bleibe also Europa als der Raum, in dem der stärkste Einwanderungsdruck zu erwarten sei. Die Europäer stünden daher vor einer Völkerwanderung vergleichbar der in der Spätantike, die, wie der Althistoriker Alexander Demandt eindrucksvoll aufzeigt, zum Untergang des römischen Reichs geführt hat.

Was zeichnet Europa und speziell Deutschland aus und macht es so attraktiv?

Weshalb aber wollen so viele Menschen in Länder wie Deutschland einwandern, fragt Sieferle weiter. Die Gründe dafür lägen auf der Hand:

In Deutschland herrschten 1. Wohlstand und 2. Sicherheit. Es gebe einen funktionierenden Rechtsstaat, es drohten keine Kriege oder Bürgerkriege, keine Seuchen, das Gesundheitssystem sei exzellent und gratis, die Arbeitslosigkeit gering, die sozialen Netze seien üppig ausgebaut. Im Grunde handele es sich um eine Art Schlaraffenland.

Weshalb seien die Verhältnisse in Deutschland aber so viel besser als etwa im Irak? Das sei schließlich nicht immer so gewesen. Noch vor tausend Jahren habe dies völlig anders ausgesehen. Und vor dreitausend Jahren wären Lebensstandard und zivilisatorisches Niveau in Europa zweifellos niedriger gewesen als in Mesopotamien. Hier habe sich also in den letzten Jahrtausenden etwas drastisch geändert und es stelle sich die Frage, was es war. Wie ist es Europa gelungen, aus den agrarischen Zivilisationen auszubrechen und einen neuen Typus von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft hervorzubringen, der Wohlstand und Sicherheit für alle miteinander kombiniere?

Sieferle nennt drei Faktorenkomplexe, die den Weg Europas in die rechtsstaatlich konstituierte Industriegesellschaft, in »die Moderne« verursacht haben: 1. technisch-industrielle, 2. kulturell-mentale und 3. politisch-institutionelle Ursachen.

Die Entwicklung zur Industriegesellschaft sei unstrittig von Europa ausgegangen, doch habe sie Nachahmer gefunden a) in den neo-europäischen Kolonien (USA, Kanada, Australien, Neuseeland), die das europäische Muster problemlos übernahmen, und b) in Asien: in Japan, Südkorea und Taiwan. Vermutlich würden früher oder später auch Festlandchina und Indien dazukommen. Diese Länder hätten keine autochthone Industrialisierung hervorgebracht, doch sei es ihnen in relativ kurzer Zeit gelungen, auf den Zug aufzuspringen.

Wieso können nicht alle das Erfolgsmuster übernehmen?

Andere Länder wären weniger erfolgreich, obwohl sie den europäischen Sonderweg aus nächster Nähe beobachten konnten: vor allem Rußland, das seit dreihundert Jahren versuche, mit Europa Schritt zu halten, und das doch immer wieder in die alte Misere zurückfalle. Ähnlich verhalte es sich mit dem Osmanischen Reich, von dem nur eine einzige Provinz wirklich erfolgreich war, nämlich Palästina/Israel. Dies aber nur infolge der zionistischen Einwanderung aus Europa. (Hier haben wir bereits einen ersten Hinweis, dass es in erster Linie mit mentalen Gegebenheiten zu tun haben könnte.)

Eine erfolgreiche Industrialisierung beruhe also offenbar auf bestimmten historischen, vor allem kulturellen und institutionellen Voraussetzungen, die nicht leicht zu imitieren seien. Die Menschen lebten gerne im Schlaraffenland. Deshalb dränge es sie zur Migration in die Industrieländer, denn irgendetwas hindere sie daran, dieses Schlaraffenland bei sich zuhause zu errichten. Offenbar sei die Immigration in ein bereits existierendes Schlaraffenland leichter als der Aufbau eines solchen im eigenen Land.

Weshalb aber ist das so? Nach Sieferle war es ein hoch unwahrscheinlicher Prozess, der in den europäischen Ländern über Jahrhunderte hinweg Mentalitäten und Institutionen geschaffen hat, deren Ergebnisse wir heute vor uns haben. Dieses Erfolgsmuster könne nicht ohne weiteres kopiert werden.

Transfer von Technologie sei leicht, Transfer von Institutionen aber schwer. Transfer von kulturell-mentalen Mustern sei praktisch unmöglich.

Die Entstehung des Nationalstaats als Entwicklungsmotor

Die vielleicht wichtigste Voraussetzung der europäischen Entwicklung war die Zerschlagung von tribalen Strukturen durch die Staaten der frühen Neuzeit. Dies war eine elementare Vorbedingung des Nationalstaats, der zum institutionellen Zentrum der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde. Er zielte auf die Herstellung einer homogenen Einheit von Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt, die sich von anderen Einheiten (Staaten) unterscheidet und abgrenzt. Der Nationalstaat löste die Herrschaft der Stämme, Clans, Großfamilien, Personenverbände und Klientelsysteme aller Art auf.

Nationalstaat als Rechtsstaat bedeutete: gleiches Recht für alle innerhalb des Staatsgebietes. Und es bedeutete ein staatliches Gewaltmonopol mit Polizei und Armee.

Dieser Nationalstaat vereinheitlichte die Infrastruktur: Geld, Recht (Zivilprozeß statt Fehde), Sprache, Verwaltung, Verkehrswesen, Staatsangehörigkeit. Um diese Leistungen erbringen zu können, musste eine zentrale, von oben nach unten durchstrukturierte Verwaltung errichtet werden, die den Ansprüchen bürokratischer Rationalität genügte (gegen Korruption und Klientelwesen).

Der Nationalstaat definierte als Identitätseinheit des Staates das Staatsvolk. Im 18. Jahrhundert gab es zwar kaum ethnisch homogene »Nationen«. Dennoch gewann dieses Konzept eine erstaunliche Anziehungskraft. Diese Ideologie tendierte dazu, dem Nationalstaat quasitribale Züge zuzuschreiben. Der nationalistisch geprägte Nationalstaat verstand sich als Vertreter einer Abstammungseinheit, und er forderte von seinen Mitgliedern eine umfassende Loyalität, wie man sie sonst nur in Stammesgesellschaften kannte. Der Konflikt mit anderen Nationalstaaten nahm daher leicht totale Züge an. Die daraus resultierenden Exzesse fanden vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts statt.

Die Diskreditierung des Nationalstaats

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sei aufgrund dieser Exzesse die Ideologie des Nationalismus unter den Eliten der fortgeschrittenen Länder anrüchig geworden. Hier habe daher eine ideologische Verschiebung vom völkischen zum demokratischen Akzent des Volkes stattgefunden. Damit aber sei der Volksbegriff zunehmend universalistisch begründet worden, obschon die Völker de facto nach wie vor innerhalb exklusiver (ausschließender), nichtuniversalistischer Nationalstaaten organisiert seien. Der Nationalstaat stehe daher heute vor dem Problem, dass seine primäre Legitimation, der Nationalismus, obsolet geworden sei, seine sekundäre Legitimation, der demokratische, humanitäre Universalismus, aber mit seiner exklusiven Organisationsform nicht kompatibel sei. Wenn Volk A, B und C alle gleich sein sollen, weshalb soll es dann noch Grenzen zwischen ihnen geben?

Warum der Sozialstaat nur als Nationalstaat möglich ist

Besonders brisant werde diese Problematik, wenn es um den Sozialstaat gehe. In den europäischen Agrargesellschaften hatten die Gemeinden bestimmte Aufgaben der Daseinsvorsorge für ihre Mitglieder übernommen, die von den Familien nicht erbracht werden konnten, vor allem Armenpflege und Unterstützung in Notfällen. Mit der Industrialisierung sei die Mitgliedschaft in einer Gemeinde zum Mobilitätshindernis und damit obsolet geworden. Die Gemeindebürgerschaft sei so zur Staatsbürgerschaft ausgeweitet worden. Der Nationalstaat sei aber in größerem Maßstab ebenso exklusiv gewesen wie die Bürgergemeinde. Die Leistungen des Sozialstaates seien seit dem späten 19. Jahrhundert immer weiter ausgedehnt worden, kamen aber immer nur den eigenen Staatsbürgern zugute.

In diesem Sinne war der Sozialstaat immer exklusiv nach außen, aber inklusiv (alle einschließend) nach innen.

Eben diese Relation von Ausschließung und Einschließung definiere aber das problematische Wesen des (nationalen) Sozialstaats. Dieser stehe heute nach dem Plausibilitätsverlust des Nationalismus vor dem Problem, dass er praktisch nur als Nationalstaat möglich ist, dass seine daseinsvorsorgende Inklusivität also de facto auf Exklusion, auf Ausschließung beruhe. Die offizielle Ideologie, mit deren Hilfe die Umverteilung im Sozialstaat begründet wird (aus Motiven der Gleichheit und Gerechtigkeit), sei jedoch universalistisch angelegt.

Wenn der Sozialstaat seine Programme der sogenannten „sozialen Gerechtigkeit“ aber aus dem humanitären Universalismus begründet (Menschenrechte), kann der Verwirklichungsraum dieser Gerechtigkeitsprogramme schwerlich der ausschließende Nationalstaat sein. Der Umverteilungssozialismus müsste sich nach dieser Logik als universalistische Ideologie auf den Weltstaat beziehen. Dieser existiere aber in der Realität nicht. Ergo müsse der Sozialstaat sich nach dieser Logik für jede Zuwanderung in die Sozialsysteme öffnen. Das Ergebnis wäre natürlich die Zerstörung des Sozialstaats, nicht aber dessen Universalisierung. Ein Ausbau des Sozialstaats bei gleichzeitiger Öffnung der Grenzen für Immigranten wäre zweifellos nicht nachhaltig.

Es wäre so, als drehte man die Heizung auf und öffnete gleichzeitig die Fenster.

Eine Reaktion auf diese Unmöglichkeit könne darin bestehen, dass man dies als Anlass nehme, den Sozialstaat abzubauen. Dies wäre eine konsequente liberale Lösung. Der Staat müsste sich auf seinen rechtsstaatlichen Kern zurückziehen und soziale Interventionen völlig unterlassen, wie dies etwa in den USA im 19. Jahrhundert während der Masseneinwanderung aus Europa der Fall war. Dies läge allerdings nicht im Interesse der Unterschichten in den Sozialstaaten, die gegen eine solche Entwicklung populistischen Widerstand leisten würden.

Wie Masseinimmigration das kulturelle Kapital zerstört

Somit stelle sich also die generelle Frage, was die Immigration von Menschen aus gescheiterten bzw. nicht entwicklungsfähigen Staaten in den Zielländern anrichten. Importieren sie ihr Scheitern in diese Gesellschaften? Zerstören sie dort die kulturellen und institutionellen Voraussetzungen der Industrialisierung, die sie in ihren Herkunftsländern nicht besaßen und nicht hervorbringen konnten?

Diejenigen, die heute von bunter Vielfalt sprechen, meinen, dass die Frage nach der historischen Entstehung der Industriegesellschaft nicht identisch sei mit der Frage nach den Bedingungen, unter denen eine Industriegesellschaft, die bereits existiert, weiterhin existieren kann. Das Schlaraffenland sei kulturell strapazierbar und eben darauf setzen sie.

Aus schlichter ökonomischer Perspektive werde die Einwanderung nach Deutschland heute ebenfalls begrüßt, da man sich von ihr eine Vergrößerung des Arbeitskräftepotentials verspreche. Damit könne man die extrem negative demographische Entwicklung ausgleichen, so die Hoffnung. Sieferle macht aber deutlich, dass dies eine stark verkürzte vulgärökonomische Argumentation ist, für die nur Kapitalressourcen und Arbeitskräfte eine Rolle spielen. Betrachte man das Ganze umfassender und nehme auch soziales und kulturelles Kapital ins Visier, also immaterielle Faktoren, die zum Wohlstand beitragen, sehe die Sache völlig anders aus.

Dieses kulturelle Kapital beruhe auf Überlieferung sowie auf der Eindeutigkeit der Gruppenzugehörigkeit. In das Paket des kulturellen Kapitals, das für eine funktionierende demokratische, aufgeklärte und wirtschaftlich erfolgreiche Gesellschaft charakteristisch ist, gehörten etwa die folgenden Elemente:

Rechtsstaatlichkeit, Fairplay, Rechte des Individuums, Beschränkung der Staatsgewalt, Verbindung von Individualismus und Gemeinwohlorientierung, Meinungsfreiheit (inklusive Religionsfreiheit), Arbeitsethos, Orientierung am Fortschritt, Ausbildung von Vertrauen, Wertschätzung von Bildung und Erziehung. Diese Kombination bilde das kulturelle Erfolgsgeheimnis der erfolgreichen Länder.

Ein wichtiges, wenn nicht das entscheidende Element des kulturellen Kapitals sei aber das Vertrauen. Es gebe, wie empirische Vergleiche verschiedener Länder zeigen, eine enge Korrelation zwischen dem Ausmaß von Vertrauen und der ökonomischen Effizienz.

Das Maß des Vertrauens ist ein Maß der Zivilisiertheit und Leistungsfähigkeit.

Im Jahr 2000 beantworteten 67 Prozent der Dänen und 66 Prozent der Schweden die Frage, ob man den meisten Menschen vertrauen könne, mit ja, aber nur 3 Prozent der Brasilianer.

Kooperationsbereitschaft und Vertrauen erleichterten den gesellschaftlichen Umgang. Kulturelles Kapital werde durch Tradierung übertragen. Eine Kultur sei zwar niemals homogen. Nicht alle Menschen, die einem Volk angehören, teilten sämtliche kulturellen Merkmale. Umgekehrt sei es immer in einem gewissen Umfang möglich, fremde Menschen zu assimilieren, d. h. mit dem kulturellen Kapital ihrer neuen Gesellschaft auszustatten, was auch als Integration verstanden werden könne. Allerdings gebe es hierfür Grenzen.

Je größer die Zahl von Immigranten und je rascher sie immigrieren, desto geringer sei die Chance der Assimilation.

Folgen der Zerstörung des kulturellen Kapitals

Es besteht dann die Gefahr, dass die durch Immigration entstehende multikulturelle Gesellschaft kulturelles Kapital vernichtet, mit dem Effekt, dass sich die ethnisch und kulturell recht homogenen Industrieländer in multitribale Gesellschaften transformieren. In solchen Gesellschaften würden mit hoher Wahrscheinlichkeit wichtige institutionelle und mental-kulturelle Voraussetzungen einer funktionierenden Industriestruktur zerstört. Die Basis, die alles zusammenhalte, das gegenseitige Vertrauen verschwände. An die Stelle des Rechtsstaats mit seinem Gewaltmonopol trete dann wieder das Fehderecht.

Wenn Konflikte auftreten, versuche man zunächst, diese innerhalb des eigenen Stammes-Rahmens zu lösen, eventuell durch Mobilisierung durchsetzungsstarker Verbündeter. Wenn dieser Prozess einmal in Gang gekommen sei (und erste Ansätze dazu ließen sich in zahlreichen europäischen Großstädten beobachten), könne er sich leicht selbst verstärken und eine Eigendynamik entwickeln. Dann könnten sich immer mehr tribale Gruppen bilden, mit eigenem Steuersystem (Schutzgeld) und eigener Entscheidungskompetenz. Diese Gruppen träten zunächst in Konkurrenz zu dem überkommenen Rechtsstaat und seinen Polizeikräften. Am Ende werde dem Staat aber nichts übrigbleiben, als sich selbst nur noch als Stamm unter Stämmen zu verhalten. Für diejenigen Bürger, die keinem spezifischen Stamm mehr angehören, sondern auf den Rechtsstaat gesetzt hatten, werde dies fatal.

Wenn eine solche Bewegung in Gang kommen sollte, so hätten wir einen evolutionären Prozess der Selbstzerstörung einer Industriegesellschaft vor uns: Eine bestimmte kulturelle Konstellation habe historisch erfolgreich die Industrialisierung und Moderne erzeugt, habe dabei aber normative Merkmale des humanitären Universalismus entwickelt, so dass es nicht mehr möglich sei, den Zuzug von Angehörigen fremder Kulturen zu regeln bzw. zu unterbinden.

Eine solche Gesellschaft, die nicht mehr zur Unterscheidung zwischen sich selbst und sie auflösenden Kräften fähig ist, lebe moralisch über ihre Verhältnisse. Sie sei in normativem Sinne nicht nachhaltig. Durch Relativierung zerstöre sie schließlich ihre kulturelle Identität, die Voraussetzung ihrer Leistungsfähigkeit. Damit setze sie sich selbst ein Ende.

Die tiefere Ursache für die Selbstzerstörung

Die europäischen Gesellschaften seien von dem Grundgedanken des Egalitarismus (der wie ein Fetisch angebetet wird, jf) regelrecht besessen. Diese Ideologie produziere die Utopie der totalen materiellen Gleichheit. Ungleichheiten würden dagegen als unnatürlich empfunden. Aus dieser Perspektive eines universalistisch-egalitären Programms sei jede reale Ungleichheit schlechthin unerträglich. Die Konfrontation mit Leid, Armut, Unterdrückung, Elend und enttäuschten Hoffnungen löse daher Hilfsreflexe aus, von denen der einfachste (und gesinnungsethischste) laute: refugees welcome, also Aufnahme von jedem und allen in Europa, mit Zugang zum gesamten Leistungspaket des Sozialstaats. Dieser Reflex durchdringe große Teile der Gesellschaft in den Wohlstandszonen.

Die Realpolitiker und Verwaltungen, die dann mit dem konkreten Vollzug der Hilfe zu tun haben, stünden dann ebenso vor einem Problem wie die Teile der Bevölkerung, die in der Massenimmigration die Gefahr einer Unterminierung der vertrauten sozialen und politischen Ordnung erblicken. Medial würden sie angegriffen und mit dem radikalen Gegenbegriff zum Egalitarismus, dem Rassismus, bedacht, der seit dem Nationalsozialismus natürlich extrem negativ konnotiert und völlig unzutreffend sei, da hier ja ethnisch-kulturelle und keine rassischen Differenzen angesprochen würden. Viele Zeitgenossen duckten sich daher lieber weg, hielten den Mund und hofften, dass der Kelch irgendwie an ihnen vorüberginge.

Ist es wirklich möglich, fragt Sieferle, dass eine Gesellschaft sich durch solche Prozesse der ideologischen Verwirrung selbst zerstört? Ja, meint er. Denn Kulturen und Ideologien seien enorm machtvolle Kräfte.

Menschen sprengten sich für Allah in die Luft. Warum sollten sie nicht eine Sozialordnung zerstören, die sie ebenso wenig verstehen, wie sie diese lieben?

Der Sozialstaat werde von den meisten Menschen als selbstverständlich angesehen, ebenso wie der Rechtsstaat. Dass beide dies nicht sind, sondern auf sehr fragilen und unwahrscheinlichen Grundlagen beruhen, werde man erst begreifen, wenn sie verschwunden seien, d. h. wenn eine neue multitribale Struktur sie verdrängt habe. Vielleicht sei der Untergang Europas dann ein Lehrstück für andere industrialisierte Zivilisationen (wie China), und vielleicht würden die letzten Europäer in Übersee Zuflucht suchen.

Der Blick aus universalgeschichtlicher Perspektive

Abschließend betrachtet Sieferle diesen Vorgang aus kühler universalgeschichtlicher Perspektive. Vor mehr als 60.000 Jahren (0:00 Uhr) hätten die Menschen Afrika verlassen und sich allmählich über die ganze Erde ausgebreitet. Es bildeten sich zahlreiche separate Völker mit eigenen Kulturen, die zum Teil über sehr lange Zeiträume hinweg keinerlei Kontakt miteinander gehabt hätten. Dieser Trend habe vor etwa 5.000 Jahren (nach 22 Uhr) eine erste Umkehr erfahren, als die agrarischen Zivilisationen begannen, größere Reiche zu bilden und Fernhandel zu treiben.

Vor 500 Jahren (23:48 Uhr) sei dies durch die europäischen Seefahrer noch einmal drastisch beschleunigt worden und seit etwa 200 Jahren (23:55 Uhr) stünden im Prinzip alle Menschen miteinander in Kontakt. Der Prozess der Globalisierung, der seit wenigen Jahrzehnten in Gang sei (23:59 Uhr), habe die Mobilität von Informationen, Gütern und auch Menschen noch einmal enorm ausgeweitet.

Dieser Prozess der Universalisierung und Globalisierung sei wohl unvermeidlich, und die Völker, die die Geschichte der letzten Jahrtausende geprägt haben, würden letztlich von ihm verschlungen werden.

Viele Deutsche, so macht Sieferle deutlich, möchten heute gerne als Volk verschwinden, sich in Europa oder in die Menschheit auflösen. Harmonisch werde dies alles nicht abgehen, zumal einzelne Kulturen versuchen würden, bei dieser Gelegenheit ihre tradierten Muster universell durchzusetzen, sei es in Gestalt der westlichen Menschenrechte, sei es in Gestalt des islamischen Dschihad  oder was auch immer. Die Immigrationskrise, in der wir uns aktuell befänden, sei daher vielleicht nur der Vorbote umfassenderer Konvulsionen, in denen alles untergehen werde, was uns heute noch selbstverständlich scheine. Soweit Rolf Peter Sieferle.

Persönliche Anmerkung des Autors dieses Artikels

Deutschland und Westeuropa werden den Untergang ihrer einzigartigen Kultur, der einzigen, die eine Aufklärung und kritisch-emanzipatorisches Denken hervorgebracht hat, welches in den universellen Menschenrechtsdeklarationen gipfelte, nur dann abwenden können, wenn sie sich von ihrem ethischen und kulturellen Relativismus und ihrem falsch verstandenen, tödlichen Egalitarismus-Fetisch befreien können, wenn sie endlich begreifen, dass das Gleichheitsgebot sich a) auf die Gleichheit vor dem Gesetz, b) die Gleichheit an Würde (Selbstbestimmungsfähigkeit) und c) die Gleichheit an Rechten (Chancengleichheit) bezieht, nicht aber auf die Gleichheit des Wohlstandes (Ergebnisgleichheit) und auch nicht auf eine imaginierte respektive postulierte Gleichheit im Sein. Denn die Menschen sind hinsichtlich ihrer mentalen Gegebenheiten und Fähigkeiten, hinsichtlich der Ausformung ihrer seelischen Vermögen höchst unterschiedlich.

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Dieser Artikel erschien auch auf Journalistenwatch (über 800 Likes) und auf EPOCH TIMES (mehrfach meistgelesener Artikel des Tages) sowie auf The European (über 1.400 Likes, zweitmeist gelesener Artikel der Woche). Außerdem in gedruckter Version in: HINTERGRUND – Zeitschrift für kritische Gesellschaftstheorie und Politik der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte.

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Hier kann Sieferles Essay Deutschland, Schlaraffenland – Auf dem Weg in die multitribale Gesellschaft , der im Winter 2015/2016 in TUMULT – Vierteljahresschrift für Konsensstörung erschien, im Original nachgelesen werden.

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Foto: pixabay CC0 Public Domain

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Was ist Freiheit?

Von Jürgen Fritz

Freiheit ist mehr als nur die äußere Freiheit. Freiheit bedeutet in einer zweiten Stufe immer auch innere Freiheit. Freiheit ist in seiner ganzen Tiefe letztlich nur dialektisch zu verstehen und bedeutet mithin: Unterordnung, Unterwerfung. Dies aber – und das ist das Entscheidende! – freiwillig, aus innerer Einsicht. Und keine Unterwerfung unter einen anderen Willen oder gar ein anderes Wesen, sondern unter das als gut und richtig Erkannte selbst.

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Der Mensch sei frei geboren, doch überall liege er in Ketten, schrieb Jean-Jacques Rousseau 1762 in seiner berühmten Schrift Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes (Du Contract Social ou Principes du Droit Politique), seinem politisch-theoretischen Hauptwerk, welches neben Montesquieus Vom Geist der Gesetze ein Schlüsselwerk der Aufklärungsphilosophie darstellt und in dem ein Wegbereiter moderner Demokratie gesehen werden kann. Doch welcher Art Ketten gibt es überhaupt, die unsere Freiheit derart einschränken?

Äußere und innere Freiheit

Freiheit ist mehr als nur die äußere Freiheit, nicht eingesperrt zu sein, nicht in Ketten zu liegen, sich frei bewegen zu können, frei sprechen zu dürfen, frei forschen und sich seine Weltanschauung frei aussuchen zu können, sich seinen Möglichkeiten entsprechend seinen Wohnort, seinen Beruf und seinen Lebenspartner frei wählen zu dürfen. All dies ist enorm wichtig und hat seit der Aufklärung, seit der Französischen Revolution in der Proklamation der Menschenrechte seinen Niederschlag gefunden.

Eine gewaltige Errungenschaft, die wir nie wieder preisgeben, derer wir nie wieder verlustig werden dürfen, die wir – auch mit Gewalt, wenn es notwendig ist – gegen die Feinde der Freiheit verteidigen müssen!

Freiheit bedeutet in einer zweiten Stufe aber immer auch innere Freiheit. Dies scheint mir Nietzsche nicht wirklich verstanden zu haben, wenn er meinte, Freiheit sei Freiheit von Moral. Damit bleibt er noch ganz in dem Schema, sich von äußeren Zwängen befreien zu wollen, nicht aber von den inneren. Freiheit von Moral würde bedeuten, sich der blinden Natur in einem selbst, der eigenen Kontingenz, der eigenen Zufälligkeit, den frühen Konditionierungen und seinen eigenen Trieben vollständig auszuliefern, letztlich also vollkommen unfrei zu sein.

Die Dialektik aus Freiheit und Unterwerfung

Wahre Freiheit bedeutet in ihrer letzten Stufe und in letzter Konsequenz, just diese Bedingheiten zu überwinden, sich von ihnen zu befreien, sich selbst quasi ein Stück weit zu transzendieren, um eben dadurch erst ganz zu sich selbst zu kommen, indem man immer mehr zu dem wird, der man sein kann, was mit einer Nagation des momentanen Seins und einer Bejahung des antizipierten Sein-könnens einhergeht, und dadurch zugleich das eigene kleine Dasein in einen größeren Kontext einzubetten und ihm dadurch allererst Sinn und Tiefe zu verleihen.

Freiheit ist in seiner ganzen Tiefe letztlich nur dialektisch zu verstehen, nicht als Freiheit von Moral, sondern als Leben nach einer Moral, die nach höheren ethischen Prinzipien, insbesondere dem der Verallgemeinerungsfähigkeit selbst frei gewählt wurde. Freiheit bedeutet mithin: Unterordnung, Unterwerfung. Dies aber – und das ist das Entscheidende! – freiwillig, aus innerer Einsicht.

Und keine Unterwerfung unter einen anderen Willen oder gar ein anderes Wesen, sondern unter das eigenständig als gut und richtig Erkannte, unter das Erstrebenswerte selbst, welches sich aus ethischen Prinzipien, nicht einer kontingenten tradierten Moral, sondern aus ethischen Prinzipien herleitet. Dies erst vermag unserem Leben zugleich eine Ausrichtung zu geben und stellt letztlich das vielleicht größte Geschenk überhaupt dar, denn:

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige“ (Lucius Annaeus Seneca).

Es ist also gut und wichtig, einen Hafen zu kennen, wo man hin will, um sich nicht wie das Blatt im Wind zu fühlen, das ziellos hin und her gewirbelt wird. Aber Hafen ist nicht gleich Hafen. Und tradierte Moral ist nicht gleich tradierte Moral. Die Nazi- und die Mafia-Moral sind offensichtlich keine gute Orientierung, sind nicht der richtige Hafen. Hier gibt es also offensichtlich gewaltige Unterschiede. Um diese bewerten zu können, bedarf es ethischer Prinzipien, zum Beispiel der Frage: Ist diese moralische Maxime, die ich meiner Handlung zu Grunde legen möchte, verallgemeinerbar? Kann ich wollen, daß in einer vergleichbaren Situation alle stets so handeln nach dieser von mir gewählten Maxime? Will ich in so einer Welt leben?

Freiheit heißt sich öffnen und sich selbst überwinden

Freiheit bedeutet also nicht, so zu sein, wie man eben ist und dieses Sein wild und rücksichtslos auszuleben, quasi dem Tier in sich völlig freien Lauf zu lassen und das Geistwesen in sich völlig brach liegen zu lassen. Freiheit bedeutet vielmehr, sich dem Entwurf anzunähern, den man mittels seiner Phantasie, mittels seiner Imaginationskraft, die einen über das rein tierische Dasein in eine andere Sphäre emporzuheben imstande ist, von sich selbst macht und dem man sich durch ständige Übung, durch Lebensübung anzunähern versucht, dergestalt man sich weiterentwickelt, indem man neue Fähigkeiten erlernt und einübt, diese in sich aufnimmt und sich zugleich von dem in sich selbst befreit, von dem man sich befreien will, um dadurch zu dem zu werden, der man sein kann und der man selbst sein will und nicht zu einem zu werden, den andere so haben wollen.

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Foto: pixabay CC0 Public Domain

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Tausende Millionäre verlassen Deutschland – Lage in Frankreich noch dramatischer

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Immer mehr Millionäre und Leistungsträger kehren Deutschland den Rücken und wandern aus. In Frankreich ist die Lage noch dramatischer. Blutet unser Land allmählich aus?

Bis zum Jahr 2014 waren es pro Jahr maximal wenige hundert Millionäre, die aus Deutschland auswanderten. Aber bereits 2015, dem Jahr, in welchem Angela Merkel im Sommer die Preisgabe der deutschen Außengrenzen rechtswidrig anordnete, schnellte diese Zahl hoch auf circa eintausend. Und 2016? 2016 stieg die Zahl der Millionäre, die sich von Deutschland verabschiedeten, auf 4.000 , wie das Manager Magazin jetzt berichtet, welches sich hierbei auf die Zahlen von New World Wealth bezieht.

Innerhalb von zwei Jahren ein Anstieg von wenigen hundert auf 4.000 (!). 4.000 Reiche und Superreiche, die überdurchschnittlich hohe Steuern zahlten und damit wichtige Stützen der Gesellschaft waren, verließen innerhalb von zwölf Monaten unser Land. Wahrscheinlich für immer. Warum wohl? Und jetzt rechne man das bitte hoch über 10, 20, 30 Jahre, was dann passiert, wenn wir diesen Trend a) nicht stoppen und b) wieder umdrehen.

Wo gehen die Auswanderer hin?

Die Exilanten zieht es vor allem nach Australien, USA, Kanada, Vereinigte Arabische Emirate, Neuseeland oder Monaco. In Länder also mit weniger Umverteilung, sprich weniger Zwangsenteignungen. Die Millionäre wandern nicht aus nach Frankreich oder Schweden, wo noch extremere Umverteilungen durchgeführt werden. Was aber passiert mit einer Gesellschaft, deren Hauptleistungsträger zunehmend abwandern, während sie gleichzeitig mit solchen geflutet wird, die sehr stark oder sogar vollständig auf Transferleistungen angewiesen sind und von diesen leben?

Um besser zu verstehen, was hier passiert, stellen wir uns die Gesellschaft aus fünf Gruppen – A bis E – zusammengesetzt vor, nehmen also zu hermeneutischen Zwecken eine Gruppeneinteilung nach Leistungsfähigkeit vor.

Erläuterung der Gruppen
  • A-Gruppe: zahlen mehr als doppelt so viele Steuern und Abgaben wie sie vom Staat als Gegenleistung erhalten; extremer Posivitsaldo
  • B-Gruppe: zahlen 120 – 200 % so viele Steuern und Abgaben wie sie als Gegenleistung erhalten; deutlicher Positivsaldo
  • C-Gruppe: 80 – 120 %, in etwa ausgewogen
  • D-Gruppe: 40 – 80 %; deutlicher Negativsaldo
  • E-Gruppe: 0 – 40 %; extremer Negativsaldo, leben zum Großteil oder vollständig auf Kosten anderer.
Folgen der Abwanderung der Millionäre

Es dürfte schnell einleuchten, dass für jede Gesellschaft, die Personen in Gruppe A und B besonders wichtig sind. Wenn diese ausfallen oder auswandern, ist es nicht nur für deren direkten Angehörige und Bekannten, sondern für die Gesellschaft als Ganzes ein großer Verlust.

Blutet die A-Gruppe aus, dann muss die Last immer mehr auf die B- und C-Gruppe verteilt werden, so dass irgendwann auch die ersten aus der B-Gruppe verstärkt abwandern werden. Wo das endet, wenn von unten ständig nachgeschoben wird – sei es durch schlecht gebildete und schlecht qualifizierte Jugendliche aus dem eigenen Volk oder zusätzlich auch noch durch meist miserabel gebildete und qualifizierte Immigranten aus fremden Kulturkreisen – und gleichzeitig die oben aus der A-Gruppe zunehmend rausfallen, das dürfte sich jeder ausmalen können.

Aus keinem anderen Land flüchten so viele Millionäre wie aus Frankreich

Weltmeister im Vertreiben der Reichen und Leistungsträger ist übrigens Frankreich. Bereits 2014 verließen 6.000 Millionäre unseren westlichen Nachbarn, 2015 sogar 10.000. Und 2016 stieg diese ohnehin schon astronomische Zahl nochmals auf jetzt 12.000. Einmaliger Weltrekord! Innerhalb eines Jahres verließen 12.000 Millionäre Frankreich und ziehen es fortan vor, nicht mehr wie Gott in Frankreich zu leben, sondern nunmehr wie Gott außerhalb Frankreichs.

Und wer regiert in Paris seit fünf Jahren? Sozialisten, die das Land völlig kaputt machen, was Sozialisten immer tun, sobald sie irgendwo an die Regierung kommen. Egal wo, überall auf der Welt. Es gibt in der gesamten Menschheitsgeschichte keine einzige Ausnahme. Während beispielsweise in Deutschland die Staatsverschuldung seit 2010 von 82,5 auf unter 70 Prozent fiel, stieg der französische Schuldenberg von 82,7 Prozent noch weiter an auf jetzt schon fast 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, während die Maastricht-Kriterien mehr als 60 Prozent Verschuldung eigentlich gar nicht erlauben. Aber nicht nur das. Die französische Wirtschaft liegt darnieder und ist immer weniger konkurrenzfähig. Die Arbeitslosenquote liegt seit Jahren bei ca. 10 Prozent (in Deutschland bei 6) usw. usf.

Dass all dies auf Dauer nicht gut gehen kann, haben inzwischen sogar die traditionell extrem links eingestellten Franzosen registriert und wollen die Sozialisten zu 85 – 90 % lieber heute als morgen loshaben, sind nun sogar zu drastischen Einschnitten des Sozialstaates bereit, wie Deutsche sich das kaum vorstellen könnten. Wieso aber sind die hyperlinken Franzosen inzwischen dazu bereit? Weil selbst sie jetzt erkannt haben, wo diese linke Politik auf Dauer hinführt: direkt in den Abgrund.

Wie Sozialisten und Kommunisten auf die Flucht der Leistungsträger reagieren

Die einzige mögliche Gegenmaßnahme, die Sozialisten kennen, um die stetig zunehmende Abwanderung der A-Gruppe zu stoppen, ist: alle hinter einer riesigen Mauer (eiserner Vorhang oder ähnliches) einsperren, damit kein Leistungsträger raus kann und diese dann so heftig schröpfen, bis deren Produktivität in den Keller geht.

Und nebenbei: Einsperren ist etwas völlig anderes als Aussperren. Letzteres ist so ähnlich wie seine Wohnung abschließen, damit nachs nicht welche reinkommen und einen ausrauben, was offensichtlich etwas völlig anders ist als jemanden im Keller einzusperren. Diesen Unterschied zu verstehen, auch damit tun sich Sozialisten nicht selten etwas schwer, bisweilen auch Regierende Bürgermeister in Berlin.

Die Massenimmigration durch zumeist schlecht qualifizierte Kulturfremde lindert das Problem nicht, sondern verstärkt es noch zusätzlich

Durch die Überalterung der deutschen Gesellschaft haben wir ohnehin schon das Problem, dass die E-Gruppe von Jahr zu Jahr, von Dekade zu Dekade immer mehr anwächst. Durch die Massenimmigration von zumeist extrem schlecht Qualifizierten verstärkt sich diese Problematik aber nochmals drastisch, da auch sie anfangs zu über 90 Prozent nahezu ausschließlich von Transferleistungen leben (E-Gruppe) und selbst nach Jahren meistens maximal in die D-Gruppe aufsteigen, also immer noch stark subventioniert werden müssen.

Gunnar Heinsohns düstere Prognose

Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn sieht daher schwarz für die Zukunft vor allem Deutschlands und Schwedens. In einem Gepräch im schweizer Fernsehen äußerte sich der Soziologe und Wirtschaftswirtschaftler bereits 2015 wie folgt.

Heinsohn: „Wer hilft, hilft immer zu wenig. Wenn Sie eine Million nehmen und neun Millionen weitere nicht, dann müssen Sie diese zurückstoßen. Und Sie werden Zorn auf sich ziehen. (…) Heute 540 Millionen (die zu uns kommen wollen), in 35 Jahren 1,2 Milliarden. (…) Die Staaten sind nicht sehr handlungsfähig. Aber die Jungen, Begabten, Beweglichen, die etwas gelernt haben (A- und B-Gruppe, jf), die werden die Entscheidungen treffen.“

Interviewer:„Denken Sie, es gibt diese Lösungen halbwegs friedlich für unseren Kontinent?“

Heinsohn: „Für unseren Kontinent nein, weil diejenigen, die jetzt Festung sind, die zwingen die anderen zu Entscheidungen. Entweder werde ich auch Festung oder ich überfordere meine Leistungsträger, die den Wagen ziehen mit zu viel Hilfspflichten für die Hilflosen. Und wenn mir die weglaufen, dann bricht das System zusammen. Wir müssen immer das rechte Auge auf die Hilflosen (E-Gruppe, jf) halten und das linke Auge immer auf die, die dafür bezahlen sollen. Und wenn wir die linken (A- und B, jf) nicht im Auge behalten und die uns still weglaufen, wenn von denen zu viele gehen, wenn einer geht, sind die Steuern für zwei Hilflose weg. Die (A und B, jf), glaube ich, werden die größten Veränderungen erzwingen.“

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Dieser Artikel erschien auch auf: EPOCH TIMES

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